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Aktueller Online-Flyer vom 18. Dezember 2017  

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Eine in Köln organisierte Fahrradtour des Gedenkens durch Japan
Von Nagasaki nach Hiroshima
Von Peter Kleinert

Vom 7. bis zum 21. August radeln etwa 40 junge internationale AktivistInnen durch den Süden Japans um ihre Solidarität mit den Opfern und Überlebenden der Atombombenexplosionen in Hiroshima und Nagasaki, des Uran-Abbaus, der Uran-Energie und weltweiter nuklearer Unfälle der vergangenen 60 Jahre zu beweisen. Initiator und Organisator dieser Anti-Atom-Fahrradtour durch Japan ist der Kölner Kinderarzt Alex Rosen. Die NRhZ-Redaktion wird versuchen darüber regelmäßig zu berichten. Die ersten Bilder, die Sie hier sehen, entstanden bei einem Vorbereitungstreffen im März in Köln.

Zuerstmal ein kräftiges deutsches Frühstück
Alle Fotos: Alex Rosen
 
Starten und enden wird diese ungewöhnliche Radtour in den beiden Städten, die im August 1945 durch die US-amerikanischen Atombomben zerstört wurden. Nach einer Solidaritätsaktion für die Menschen in Nagasaki, wo die zweite Atombombe am 9. August explodierte, werden die Teilnehmer der Aktion nach Hiroshima fahren, wo der zwanzigste IPPNW-Welt-Kongress der "Internationale der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" stattfinden wird. Auf der Fahrt über die etwa 500 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Städten werden die AktivistInnen bestimmte Orte besuchen, sich mit Politikern treffen, Medien Interviews geben und Demonstrationen organisieren.
 
Ziel dieser Fahrradtour ist natürlich, an die katastrophalen Ergebnisse der Atomindustrie in der Vergangenheit zu erinnern und gleichzeitig für eine Welt ohne Atomenergie und Atomwaffen zu werben. Viele Plätze auf der Erde sind bekanntlich dadurch unbewohnbar geworden. Millionen Menschen sind dadurch radioaktiv verstrahlt und verseucht worden – schon in Los Alamos in den USA, wo einst die ersten Atombomben getestet wurden, um dann Hiroshima und Nagasaki 1945 einem nuklearen Inferno auszusetzen.
 
Die zahlreichen Kernschmelzen in Fukushima haben den Menschen erneut die Gefahren der Atomenergie deutlich gemacht. Am Gedenktag für den Abwurf der Atombombe auf Nagasaki, also am 9. August, las dessen Bürgermeister Tomihisa Taue einen Text, der im August vor einem Jahr in der auflagenstarken, linksliberalen und China-freundlichen Zeitung Asahi Shimbun veröffentlicht worden war. Tomihisa Taue begann mit seiner Lesung nach einem Augenblick des Schweigens um 11.02 Uhr, dem Augenblick, an dem die Atombombe 1945 explodiert war und sagte den etwa 6.000 TeilnehmerInnen im Friedenspark, in Japan dürfe es künftig keine Atombomben- oder Opfer der Atomindustrie mehr geben:
 
"Als Volk einer Nation, das diese Erfahrung machen musste, setzen wir uns dafür ein, dass es "kein hibakusha mehr" geben darf. Es ist unglaublich, dass wir trotzdem heute immer noch Angst vor radioaktiver Verstrahlung haben müssen", sagte Taue mit Hinweis auf die Katastrophe von Fukushima vom März vergangenen Jahres und sprach sich nachdrücklich für den Ausbau erneuerbarer Energien anstelle von Atomenergie aus.
 
Die TeilnehmerInnen der Radtour danken der Organisation "Bürgermeister für Frieden" für deren Hilfe, Treffen mit einigen von ihnen entlang ihrer Route durch Japan vorzubereiten. "Bürgermeister für Frieden" ist eine Organisation, der inzwischen 5.238 Städte in 153 Ländern und Regionen angehören. Ihr Ziel ist, die Menschen weltweit gegen Atomwaffen protestieren zu lassen. Gleichzeitig sollen Hunger und Armut beseitigt werden, Flüchtlinge aus lokalen Auseinandersetzungen eine sichere Unterkunft erhalten, Menschenrechte gesichert und die Umwelt geschützt werden. Auch um alle anderen Probleme, die ein friedliches Zusammenleben der Menschen gefährden, wollen diese Bürgermeister sich kümmern. Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, ist der aktuelle Präsident dieser Organisation, Tomihisa Taue, der Bürgermeister von Nagasaki, ist einer der Vizepräsidenten. (PK)


Und dann ein Morgen-Spaziergang durch Köln




Die guten alten Deutsche Bahn-Fahrräder




Anmieten von DB-Fahrrädern zum Ausprobieren




Stephi und Ryoma – von der Morgensonne geblendet




Durch das Eigelstein-Tor geradelt




Radtour am Rhein-Ufer





Erholung am Strand





Baden im Fühlinger See





Ryoma and Karin lernen Tünnes und Schäl kennen




Abendessen auf Japanisch
 
 


Online-Flyer Nr. 366  vom 10.08.2012

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Von Kostas Koufogiorgos
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