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Aktueller Online-Flyer vom 16. Dezember 2017  

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Arbeit und Soziales
Goldene Kamera für herausragende Bekämpfung der Rechte von ArbeiterInnen
Preis für MAREDO war berechtigt
Von Peter Kleinert

Nachdem am Dienstag die ersten Gerichtsverfahren in Frankfurt gegen "normale " Beschäftigte angefangen haben und am Freitag den 22.6. der 2. Kammertermin gegen die Frankfurter MAREDO-Betriebsräte stattfindet, ist es nun auch in Osnabrück soweit. Am 28.6. ab 12.10 Uhr findet der zweite Kammertermin für Jacqueline Fiedler, Betriebsratsvorsitzende von MAREDO Osnabrück, beim Arbeitsgericht Osnabrück, Kollegienwall statt. – Die NRhZ berichtet seit April über das arbeitnehmer- und gewerkschaftsfeindliche Verhalten der MAREDO-Chefs (1).
 
Zur Erinnerung. Nachdem im November 2011 durch eine Nacht- und Nebelaktion überfallartig fast die komplette Mannschaft von Maredo Frankfurt "Fressgass" gekündigt wurde, war es klar, das es nun dem Betriebsrat Osnabrück auch "ans Leder" gehen würde.
 
Man hatte vor 2 Jahren in der Osnabrücker Filiale, mit einer fast vollständig zusammenstehenden Belegschaft einen Betriebsrat aus dem Boden "gestampft". Man bedachte dabei allerdings nicht, dass man bei Maredo damit völlig auf "Granit beisst", denn egal, welche Forderung der Betriebsrat für seine Belegschaft und für seine daraus resultierende Arbeit hatte, Maredo schaltete auf Ignoranz und später auf Druck.
 
Fast die gesamte Belegschaft bekam im Oktober 2011 (der BR-Vorsitzende weilte im Ausland) von Maredo-Managern Zahlen vorgetragen, welche Geldmittel der Betriebsrat angeblich verbraucht hatte und man zog die Wirtschaflichkeit des Betriebes in Zweifel . Dazu muss man erwähnen, dass bis zu diesem Zeitpunkt, ausser etwas Büromaterial, keine Kosten durch den Betriebsrat entstanden waren. Selbst rechtlich relevante Grundlagenseminare wurden von Maredo nicht bezahlt.
 
Von der Belegschaft wurden eindeutige Signale verlangt, wie es unter diesen Bedingungen mit Maredo in Osnabrück weitergehen sollte. Das hiess im Umkehrschluss, dass es mit diesem Betriebsrat nicht weitergehen sollte. Ab diesem Zeitpunkt wandten sich mehrere Mitarbeiter vom Betriebsrat ab und verfolgten Strategien, um sich dessen zu "entledigen".
 
Als der Druck insbesondere auf die BR-Vorsitzende Jacqueline Fiedler immer größer wurde, ließ diese sich ausschließlich für ihre Arbeit bei Maredo arbeitsunfähig schreiben. Zwei weiteren Nebentätigkeiten ging sie weiterhin nach. Auf dieser Arbeitstelle wurde sie von diversen leitenden Maredo-Angestellten und Mitarbeitern verfolgt, bedrängt, fotografiert und zum Rücktritt bzw. zur Kündigung aufgefordert.
 
Da dieses Vorgehen nicht fruchtete, wollte Maredo die Zustimmung zur Kündigung der BR-Vorsitzenden über den Betriebsrat durchsetzen. Da der BR dieses ablehnte, klagt Maredo die Zustimmung jetzt vor dem Arbeitsgericht Osnabrück ein, wo am 28.6.12 der zweite Kammertermin stattfindet.
 
"Um dem Gericht bzw. Maredo zu zeigen, das solch ein Vorgehen gegen Beschäftigte und Betriebsräte inakzeptabel ist und auch gegen bestehendes Recht verstösst, möchte ich Euch bitten, dieses durch Eure Anwesenheit zu demonstrieren", erklärte Jacqueline Fiedler nun in einem Rundschreiben. (PK)
 
 
(1) siehe dazu den von Maredo aktuell bestätigten NRhZ-Artikel http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17849
Goldene Kamera für herausragende Bekämpfung der Rechte von ArbeiterInnen
Preis als Wanderpokal für Maredo Chefs"


Online-Flyer Nr. 359  vom 20.06.2012

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