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Aktueller Online-Flyer vom 18. Dezember 2017  

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Sport
„Unser Ziel war es, die WM gut zu organisieren und ein guter Gastgeber sein“
Der menschliche Faktor: Begegnung mit Steffi Jones
Von Bernd J.R. Henke und Annemarie Fischer

Als Präsidentin des Organisationskomitees fungierte Steffi Jones als das „Gesicht“ und die Gastgeberin der WM. Jones hob jedoch stets die „Gemeinschaftsleistung“ als Basis für das WM-Projekt hervor. Als „Stimme der WM“ präsentierte sie den Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Lande, stellte die Koordinatoren hinter der Organisation vor, und gab Einblicke in ein global übertragenes und weltweit verbindendes Sport-Event in einem für den Frauenfußball nie zuvor dagewesenen Ausmaß.

„Gesicht der WM“: Gastgeberin Steffi Jones
Foto: A2 Bildagentur Hartenfelser, Frankfurt
 
Steffi Jones wurde zum globalen Nenner dieser WM. Die OK-Chefin erlebte den Übergang von der Sportlerin in eine DFB-Karriere entlang der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Lande, und die Rückkehr ins Alltagsgeschäft des Mädchen- und Frauenfußballs als Direktorin für Frauen-, Mädchen- und Schulfußball des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und als Botschafterin des Frauenfußball-Entwicklungsprogramms der Europäischen Fußball-Union (UEFA).


„Stimme der WM“: Steffi Jones beim Vortrag in
Wendelsheim
Foto: Dietmar Tietzmann, Frankfurt
Gastgeber im fußball-historischen Ambiente
 
An einem Novembertag im Indian Summer des WM-Jahres sprach Steffi Jones zum Thema „Rückblick auf die FIFA Frauen-WM 2011 und Auswirkungen auf den Frauen- und Mädchenfußball“. Rund fünfzig Zuhörer, „Teamer“ der Aktion „Team 2011“, Mädchen, Väter und Mütter sowie Pädagogen, Trainer und Manager aus Wirtschaft und Politik lauschten den Ausführungen der neuen DFB-Direktorin für den Frauen-, Mädchen- und Schulfußball. In der Nähe des Veranstaltungsortes Wendelsheim liegt der fußball-historische Standort des ersten Deutschen Meisters im Frauenfußball aus dem Jahre 1974 (und „inoffiziellen“ Meisters 1973): der Turn- und Sportverein Wörrstadt e.V., TuS Wörrstadt – das Spiel gegen DJK Eintracht Erle verfolgten damals fast viertausend Zuschauer im Mainzer Bruchweg-Stadion.
 

Steffi Jones’ Jugendfreund, Professor Florian A. Täube
Foto: Dietmar Tietzmann, Frankfurt
Jugendfreund Professor Täube
 
Ihre Zusage hatte sie bereits Ende letzten Jahres einem Ju- gendfreund gegeben, den sie bei einer ihrer zahlreichen Reisen per Zufall wiedertraf: Professor Dr. Florian Täube. Zusammen haben sie vor 27 Jahren im Kindesalter Fußball gekickt: Er, der Junge, der zum Assistant Professor im Bereich Growth Management an der EBS in Oestrich-Winkel wurde, und sie, das Mädchen – ebenso wie Sandra „Smi“ Smisek – aus dem Frankfurter Brennpunkt Bonames, das gegen körperlich stärkere Jungs selbstbewusst Fußball spielte und nach ihrer grandiosen Sport-Karriere der am ersten September 2011 neu gegründeten DFB-Direktion Frauenfußball vorsteht.
 
Jones war durch einen Anruf des DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger zu ihrer neuen Funktion gekommen. Ihre Zusage kam während des langen Telefonats schnell – eine Position, zu deren ersten Aufgaben es gehört, wie DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg formulierte, „für den Frauenfußball geeignete Projekte und Kampagnen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung an der Basis zu erarbeiten.“ Beim präsidial und pyramidal gelenkten DFB setzt man weiterhin auf Jones’ integratives Charisma und leidenschaftlichen Teamgeist, um im Netzwerk von 21 Landes- und 330 Kreisverbänden ihre „Frau“ zu stehen und die Projekte und Initiativen vieler ehrenamtlicher Mädchenfußballförderer zu bündeln.

Steffi Jones mit ihrem „größten Fan“, ihrer Mutter Liselotte
Foto: A2 Bildagentur Hartenfelser, Frankfurt
 
Lebens-Wege und Netz-Werke
 
Das Leben hatte Jones so manche Hürde in den Weg gelegt. Es ereilte sie früh das Schicksal eines Kindes getrennter Eltern. Stephanie Ann Jones wuchs ohne ihren Vater, den ehemaligen US-Soldaten und Baseballprofi Ray Jones auf, den es nach ihrer Geburt wieder in die USA zurückzog - bei ihrer Mutter und ihren zwei Brüdern. Ihre beiden deutsch-amerikanischen Staatsbürgerschaften und unterschiedliche Sprach- und Sozialmilieus prägten ihre intuitive Weltläufigkeit und genuine Herzlichkeit.
 
WM-Revival in Wendelsheim
 
Ihre Rede begann sie mit gewohntem Sinn für öffentliche Wirkung. „Ich habe einige Freunde hier in der Ecke, da über den Frauenfußball viele Kontakte entstanden sind“, betonte sie, bevor sie in konzentrierter Manier ein umfassendes weltmeisterliches Revival vortrug: „Wir haben wirklich eine schöne, stimmungsvolle und friedfertige Weltmeisterschaft erlebt und sind sehr zufrieden. Das Medieninteresse war gigantisch, das Publikum in den Stadien weltmeisterlich. Unsere Erwartungen sind mehr als erfüllt worden.“
 
Achtzig Vortragsfolien und zwei WM-Kurzfilme hatte sie mitgebracht. Sie sei zu Beginn ihres Wirkens als ehemalige Nationalspielerin überrascht gewesen, wie vielfältig und bisweilen wenig einsehbar manche Strukturen und Entscheidungsinstanzen von außen und auch für sie gewesen seien. Auf der anderen Seite des größten globalen Sportverbandes gewann sie im Nachhinein mehr Verständnis und Einsicht für die Verbandsarbeit: „Wer jetzt denkt: ‚Steffi mischt den DFB auf!’, der liegt falsch. Es ist immer noch so, dass man die Anliegen ins Präsidium trägt und Anträge stellt“, erläuterte sie.
 
Herz der WM: Volunteer-Engagement

Einen Fokus legte sie auf die knapp 4000 freiwilligen Helfer aus 48 Nationen – neudeutsch als „Volunteers“ bezeichnet – , die während der Frauen-WM 2011 im Einsatz standen, um das von ihr geleitete Organisationskomitee (OK) bei Akkreditierung, Medien, Transport und Verkehr, Telekommunikation und IT, Fan- und Gästeservice, Turnierorganisation, Logistik, und Ticketing zu unterstützen: „38.848 Akkreditierungen – Volunteers, die das alles bewerkstelligt haben.“ Jones hob die Arbeit der internationalen Medienvertreter und das daraus resultierende Echo in der Weltöffentlichkeit von Melbourne über Tokio, Abuja, Mexico City, New York und Rio de Janeiro hervor.

„Gruppenbild mit Dame“: Volunteers in Frankfurt begrüßen den Nachwuchs
Foto: Dietmar Tietzmann, Frankfurt
 
„Ohne die Volunteers hätte die WM nicht stattfinden können – da kann man nur immer wieder „Danke!“ sagen. Sie haben Schichten absolviert, das ist Wahnsinn. Man kann davor nur den Hut ziehen, und hoffen, dass man sie auch für andere internationale Sportereignisse gewinnen kann.“
 
„20ELF von seiner schönsten Seite!“
 
Stolz erklärte sie den Weg zur Findung des WM-Slogan „20ELF von seiner schönsten Seite!“: „Diesen Slogan können wir präsentieren; er ist für jeden verständlich, und damit können wir uns identifizieren. Wir haben immer gesagt, wenn wir irgendwo aufgetreten sind: Wir können nicht nur gut Fußball spielen, wir sehen auch noch gut aus. Das war unsere Aussage. Deshalb passte der Slogan.“

Vorstellung der Teilnehmernationen und WM-Städte im Berliner Olympiastadion
Foto: Annemarie Fischer, Leipzig
 
Heim-WM-Stätten
 
Ein weiterer Meilenstein der OK-Arbeit sei die endgültige Stadien- und Städteauswahl aus den 12 Bewerberstädten des DFB gewesen. Endgültig wurden neun Städte nominiert: Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg. Tausend Tage vor dem WM-Anpfiff wurden im Berliner Kanzleramt unter den Augen von Angela Merkel die neun WM-Austragungsorte vorgestellt. Jones bedauerte, dass Städte wie Essen, Bielefeld und Magdeburg nicht zum Zuge gekommen waren.
 
„Gemeinschaftsleistung“: OK-Kompetenzteam
 
Jones stellte insbesondere das fünfköpfige OK-Team vor. Allen voran nannte sie Ulrich „Uli“ Wolter, der auch schon vor und während der Männer-WM 2006 als Leiter der OK-Außenstelle Leipzig eng in die WM-Abläufe eingebunden war und diesmal bei der Frauen-WM als Generalkoordinator für die operativen Entscheidungen und Abläufe zuständig war. Jones erläuterte die Arbeitsaufteilung: Ihr ureigener Arbeitsbereich hatte hauptsächlich der Welt der Repräsentation zu dienen – in enger Zusammenarbeit mit Uli Wolter, der als ihr Stellvertreter die operative Führung innehatte.
 
Wolter standen vier Abteilungsleiter zur Seite: Heike Ullrich, Frauenfußball-Spezialistin für den Bereich Turnierorganisation, die 144-malige Nationalspielerin Doris Fitschen für Marketing, die im Laufe der Vorbereitung das Amt der Teamchefin der WM-Nationalmannschaft übernahm, Winfried Naß für den Bereich Städte/Stadien, der als Chef der Frankfurter Commerzbank-Arena praktische WM-Erfahrungen angesammelt hatte, und Jens Grittner für Kommunikation, den früheren Pressesprecher im OK der WM 2006.

Steffi Jones und Dr. Theo Zwanziger bei der Präsentation als UEFA-Botschafterin für Frauenfußball
Foto: A2 Bildagentur Hartenfelser, Frankfurt
 
WM-Bilanzierung: Haus-Wirtschaft im Plus
 
Jones erläuterte auch das finanzielle Risiko der Weltmeisterschaft. Das geplante WM-Budget basierte auf zwei Säulen: 50 Prozent der Finanzierung über die Sponsoren und 50 Prozent durch Einnahmen über den Kartenverkauf. Die Sponsoren-Finanzierung sei durch sechs mit Alleinstellung und Exklusivität geschützte „Nationale Förderer“ mit jeweils 4 Millionen Euro also insgesamt 24 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Entscheidend für den finanziellen Erfolg und die „große Unbekannte“ auf der OK-Rechnung war der Ticketverkauf. Dass sich darüber skeptische Kritiker äußern würden, war auch Steffi Jones und ihrem Team klar: „Wir wollen volle Stadien, aber brauchen eine Auslastung von 80 Prozent, um die WM zu refinanzieren. Das hat uns wirklich keiner zugetraut. aber irgendwie ist die Euphorie entstanden. Wir erlebten eine Wahnsinns-Stimmung, wir hatten dann auch Fan-Meilen, und so kamen dann auch die Zahlen mit Rekordquoten im Fernsehen.“ Die WM 2011 belegte fünf Plätze in den Top 10 der Einschaltquoten mit rund 17 Millionen Zuschauern. Das Finale Japan gegen die USA sahen fast 16 Millionen Menschen. Die Rechnung ging nicht nur medial, sondern auch monetär auf. „Höhere Einnahmen durch mehr verkaufte Tickets bei weniger Ausgaben – so lautet die Erfolgsformel für dieses auch für uns überraschend positive Ergebnis“, bilanziert DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger die WM 2011.

„The Global Game“ im Berliner Olympiastadion
Foto: Annemarie Fischer, Leipzig
 
Jones on Tour: „Round the Globe“
 
Im Vorfeld der WM traf Jones im Verlauf ihrer „Welcome Tour“ in alle Teilnehmerländer zahlreiche Regierungsoberhäupter, Diplomaten, Sportlerinnen und Sportler sowie Repräsentanten der jeweiligen nationalen Fußballverbände: auf jeder Tour unzählige Hände schütteln, auf Torwände schießen und soziale Projekte besuchen, so sei sie werbend um die Welt gereist. „Wir haben die 15 Länderreisen in vier Monaten absolviert. Wir sind immer zwei oder drei Tage vor Ort gewesen. Wir haben Schulbesuche gemacht – das war ganz wichtig – und Sozialprojekte besucht, und wir haben einen Workshop gemacht, so dass auch der Austausch zwischen den jeweiligen Nationalverbänden hinsichtlich der Strukturen stattfinden konnte. Dass sich der Frauenfußball weltweit weiterentwickeln kann, war uns wichtig, deswegen war die Fünfzehn-Länderreise wirklich sehr erfolgreich für uns. Ich bin eine Stück weit stolz darauf, dass wir auch auf der politischen Ebene Türen geöffnet haben.“
 
Etwa 3000 Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Medien waren bei den 15 Welcome-Events der FIFA und des OK in Sydney, Auckland, Abuja, London, Oslo, Paris, Stockholm, Malabo, Mexiko-City, Ottawa, Rio de Janeiro, Bogota, Washington und Pjöngjang zu Gast. Japan und seine Hauptstadt Tokio wurden aufgrund der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe später besucht. Dabei traf Steffi Jones die global bekannten Gesichter des Weltfußballs, wie Jay Jay Okocha (Nigeria), Jens Lehmann (England), Jan-Age Fjörtoft (Norwegen), Patrik Andersson (Schweden), Henri Michel (Äquatorial-Guinea), Pavel Pardo (Mexiko), Zico (Brasilien), Carlos Alberto (Brasilien), Carlos Valderrama (Kolumbien), Mia Hamm (USA) und Kristine Lilly (USA).

Erinnerungen
 
Jones erinnerte sich auch an ihre erste Auslandsreise als frischgebackene OK-Präsidentin. Im Rahmen eines Empfangs im Regierungspalast La Moneda in Santiago de Chile traf sie die chilenische Staatspräsidentin Michelle Bachelet. Zu ihrer Überraschung unterhielt sich die Präsidentin mit ihr in deutscher Sprache. Ein Deutschland-Trikot mit dem Namenszug „Bachelet“ und der Rücknummer 2011 hatte Jones als Geschenk im Gepäck: „Mein erster internationaler Auftritt war direkt die Staatspräsidentin aus Chile, die ich treffen durfte; der erste Auftritt auf politischer Ebene. Sie hat es mir sehr leicht gemacht, weil sie Deutsch gesprochen hat.“
 
Die „Round the Globe“-Reise führte weiter auf den afrikanischen Kontinent nach Nigeria und weiter nach Äquatorialguinea. Die OK-Chefin traf in der nigerianischen Hauptstadt Abuja auf Fußballlegende und Eintracht Frankfurt-Idol Augustine ‚Jay-Jay’ Ochacha, der 1993 im Frankfurter Waldstadion für Eintracht Frankfurt das Tor des Jahres gegen den damaligen KSC-Torwart Oliver Kahn schoss. Die legendäre Spielszene des Ballzauberers wurde auf der Leinwand nochmals gezeigt.

Noch einmal in Washington
 
Auf ihrer US-Etappe in Washington D.C., wo Jones selbst für „Washington Freedom“ im Jahre 2003 US-Meisterin wurde, gab es ein Wiedersehen mit alten Freunden: Am meisten habe sie sich auf ihre ehemalige Mannschaftskollegin Mia Hamm gefreut, die ebenfalls in ihrer Funktion als internationale Botschafterin für die WM 2011 auftrat.
 
Bei ihrer USA-Tour war sie als OK-Präsidentin zur New Yorker CNN-Zentrale im Time Warner Center für ein Live-Interview mit CNN Worldsport eingeladen gewesen, welches weltweit in über 260 Millionen Haushalten in 200 Ländern empfangen werden konnte. Zur rasanten Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland und weltweit stand Jones in der Zentrale der traditionsreichen New York Times in Manhattans 8th Avenue drei etablierten Fußball-Redakteuren Rede und Antwort: „We are creating an enormous stage where the players will be in the spotlight. The images that will be broadcast all around the world this summer will contribute to more and more girls and women catching the football bug. The language of football is an international one that can be understood regardless of gender, religion or background.“
 
Neben der New York Times und CNN führte Steffi Jones auch Interviews mit USA Today, der auflagenstärksten Tageszeitung des Landes, sowie mit der internationalen Presse-Agentur Associated Press (AP). Im Anschluss an den Interview-Marathon eröffnete sie ein Mädchenfußball-Turnier im New Yorker Stadtteil Harlem. Organisiert wurde dieses vom deutschen Konsulat in New York und dem US-Frauen-Profiklub Sky Blue.
 
In Mexico City habe sie an einem Tag vormittags noch im Präsidentenpalast mit der First Lady geplaudert und auf eine Torwand gekickt. Wenige Stunden später sei sie mit den Kindern über alte Autoreifen und Bauschutt gestolpert. Krasser konnte man die Gegensätze Mexikos kaum erleben. Aber die Armenviertel im Osten der Stadt sind nicht nur Abfalldeponie der 20-Millionen-Metropole: Hier leben auch die größten Fußballfans, die sogar auf der Müllkippe zwei Tore aus alten Holzpfosten aufgestellt haben. Hier unterstütze die Mexiko-Hilfe der DFB-Stiftung Egidius Braun und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ gemeinsam ein Projekt, das armen Kindern ermöglicht, ihren Träumen einen Schritt näher zu kommen. Steffi Jones blieb spontan mehrere Stunden bei den Straßenkindern.
 
In Brasilien beim Welcome-Event des OK in der „Villa Riso“ traf sie die Fußballlegenden Carlos Alberto und Zico. Nachmittags kam sie mit Kindern des SOS-Kinderdorfes Pedra Bonita zusammen. „Fußball bringt den brasilianischen Jugendlichen viel Hoffnung. Alle träumen von ihren großen Idolen und sehen dadurch eine Zukunftsperspektive.“
 
„Kommunikatorin und Sprachrohr des Jahres“
 
Als die Welcome-Tour nach 120.000 Kilometern durch die Teilnehmerländer endete, entschied fast zeitgleich der italienische Panini-Verlag zum ersten Mal in der Geschichte der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft, ein Panini-Album mit 40 Seiten und Sammelbildern der 16 teilnehmenden Teams und je 17 Sammelstickern zu erstellen: „Enttäuscht war ich darüber, dass man mich nicht mit da reingenommen hat, aber man kann ja nicht alles haben. Selbst die Spielerinnen von anderen Mannschaften haben am Flughafen die Albem und Bildchen gekauft. Ich weiß nicht, wie viele Euros ich liegengelassen habe, um das Album komplett zu füllen, aber das war es mir auch wert.“
 
Steffi Jones’ Talent als Sprachrohr, Storytellerin und Kommunikatorin zeigte sie an diesem Vortragsabend – ihre Art und ihre Botschaft kommt bei den Zuhörern an. Knapp sechs Wochen vor dem Vortrag durfte sie die Auszeichnung als „Kommunikator des Jahres“ der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) als „Sprachrohr des deutschen Frauenfußballs“ entgegennehmen.
 
Die Zuschauer wurden Zeuge ihres Werdeganges, ihrer Entwicklung und ihrer Wandlung von der Fußballspielerin aus Frankfurt-Bonames zum Gesicht und zur Stimme der WM 2011 und zur DFB-Planerin im Bereich Mädchen- und Frauenfußball. „Ich bin dankbar dafür, dass ich Fußball spielen durfte und miterleben darf, was Fußball geben und wie Fußball verbinden kann“, resümierte Steffi Jones.

„Fan-Danke“ am Brentanobad in der Saison 2007/2008
Foto: A2 Bildagentur Hartenfelser, Frankfurt
 
 
Fortsetzung in der nächsten NRhZ-Ausgabe
Eröffnungsspiel im Berliner Olympia-Stadion, Besuch der Frankfurter Fan-Meile, „Spielfreude“-Tour, Weltmeister Japan, Aktion „Kinderträume“, Kampagne „Team 2011“, Kooperation der Mädchenmannschaften an Schulen und in Vereinen, WM-Erfahrung der deutschen Nationalmannschaft, Ausblick auf die Basisarbeit der DFB-Direktorin Steffi Jones und ihres Teams beim DFB.
 
Veranstaltungshinweis:
DFB-Frauen-Hallenpokal 2012 in Magdeburg am 21. Januar 2012 (PK)


Online-Flyer Nr. 336  vom 11.01.2012

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Von Kostas Koufogiorgos
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