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Aktueller Online-Flyer vom 12. Dezember 2017  

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Kultur und Wissen
Ein intensives Betätigungsfeld auf der Radierplatte
"kabarett mit grafischen mitteln" - Teil II
Von Bärbel Esser

Das Werk der in Kleve geborenen und in Düsseldorf studierenden und arbeitenden Bärbel Esser hat sich in den vergangenen fünfzehn Jahren kontinuierlich entwickelt. Als Schülerin von Rolf Sackenheim wurde sie vertraut mit dem impulsiven, intuitiven Zeichnen. Als Ausgangspunkt für ihre Arbeit wählte sie das Thema Musik. Ihr Werk ist leicht und spielerisch, hat Witz und Tiefsinn.

lets dance
let´s dance | Radierung, 2011

Die Radiernadel ermöglicht Bärbel Esser ein intensives Betätigungsfeld auf der Radierplatte. Die zarte Linie wird über die Platte geführt, mit leichtem und kräftigem Druck Gestalt gewonnen. Ihre Hand führt sie oft langsam, beherrscht über das Papier; manchmal werden die Bewegungen heftig, dem Finale des Bolero vergleichbar. Auf dem Blatt variiert sie graphische Intensität von formal geprägter Offenheit bis hin zu einem Dickicht aus Linien…
Es tritt uns eine Künstlerin entgegen, die technisch brilliert und der es gelingt, mit den Mitteln der Radierung graphische Partituren zu schaffen, die als langanhaltende Seherlebnisse zu fesseln vermögen.
Diesen Text hat Guido de Werd als Vorwort zum Katalog: RADIERUNGEN – MUSIKPOESIEN anlässlich einer Ausstellung im Städtischen Museum HAUS KOEKKOEK in Kleve geschrieben.

Bärbel Esser selbst äußerte sich zu Ihren ARTigkeiten in der NRhZ wie folgt:
"nach abschluss des radierzyklus "musikpoesien" entstehen ohne bindung an ein thema frei sich entwickelnde intuitiv-abstrakte zeichnungen - daneben auch eine reihe materialcollagen in spontan assoziativer arbeitsweise. seit 1999 beginnt der zyklus "kabarett mit grafischen mitteln", der sich bis heute beständig erweitert und fortsetzt. in zeichnungen und radierungen wird schwerpunktmäßig zwischenmenschliches - wie macht, ohnmacht, abhängigkeit - pointiert und mit den mitteln des grotesk komischen und der satire umgesetzt."

o.T.
o.T. | Radierung, 2011

o. T.
o.T. | Radierung, 2011

o.T.
o.T. | Radierung, 2011

dolce vitadolce vita | Farbstiftzeichnung, 2000

hot-line
hot-line | Radierung, 2005

Bärbel Esser wurde 1947 in Kleve geboren, begann 1971 ihr Kunst- und Grafikstudium in Düsseldorf, war Gaststudentin an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und wurde 1977 Meisterschülerin der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. 1978 begann sie mit Einzelausstellungen ihrer Collagen, Radierungen und Zeichnungen. (PK)
Mehr über die Künstlerin und ihr Werk unter www.bärbelesser.de

http://www.bärbelesser.de/folder_7/index.htm


Online-Flyer Nr. 318  vom 07.09.2011

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Von Kostas Koufogiorgos
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