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Aktueller Online-Flyer vom 14. Dezember 2017  

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Sieben KünstlerInnen-Paare mit einer sehenswerten Ausstellung in Koblenz
"Auswuchs“
Von Inge Broska, Karin Meiner und Jean Lessenich

„Abbildungen und Performance von Inge Broska und Karin Meiner sollen die Umweltzerstörung bzw. Wechselwirkung von Lebewesen und Lebensraum aufzeigen. Ökosysteme, urbane Lebensräume etc. sind per se schützenswert und müssen den Bedürfnisanforderungen von Menschen, Tieren und Pflanzen usw. gerecht werden", heißt es im "Manifest" der Künstlerinnen Inge Broska und Karin Meiner, das am 20. Juli am Ende ihrer Performance zur Ausstellung "Auswuchs“ im Haus Metternich in Koblenz verlesen wurde. Das Grußwort zur Eröffnung sprach Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz.

Inge Broska (links) und Karin Meiner (rechts) beim Eingipsen der Thujas
Fotos: Jean Lessenich
 
"Der Widerspruch zwischen dem Urbedürfnis nach Naturnähe und den konsumbedingten Auswüchsen der postindustriellen globalen Gesellschaft ist von Menschen gemacht", warnt der Text des Manifestes. Denn: "Die Wurzeln dafür liegen in „falschem“ Konkurrenz- und Wachstumsdenken und in maßloser Profitorientierung. Vermeintliche „Naturidylle“ wie z.B. Strebergärten und Thujajecken , ach Entschuldigung: Schrebergarten und Thujahecken bedeuten Rückzug und schränken den Horizont ein.“


Beginn der Performance der beiden Künstlerinnen
 
In dieser Ausstellung werden Gemeinschaftswerke von je zwei KünstlernInnen gezeigt, die sich auf das Thema "Auswuchs“ beziehen. Es ist eine Veranstaltung des Berufsverbandes Bildender KÜnstlerInnen (BBK) Rheinland-Pfalz im Rahmen der Koblenzer Bundesgartenschau.


Inge Broska überreicht einem Besucher eine eingegipste Thuja
 
Die ausstellenden "Tandems" sind: Doris Bialas / Stefanie Brüning, Tine Dottke / Susanne Schmidt, Sylvia Richter-Kundel / Uta Grün, Anabel Jujol / Vera Zahnhausen, Karin Meiner / Inge Broska, Barbara Gröbl / Judith Röder, Sylvia Stadtmüller / Frank Gerald Hegewald. Jean Lessenich hat dazu einen "Augenzeugenbericht" verfasst und die meisten Fotos für diese Fotogalerie gemacht.


Karin Meiner mit Thujas und ZuschauerInnen
 
Zur Performance "Grünsch(n)itt“ von Inge Broska und Karin Meiner heißt es dort: „Da stehen sie, ernsthaft blicken sie ihr Publikum an. Sehen aus als ob sie jeden Moment diese heiligen Hallen der Pseudoästhetik gleich einreißen wollen. Und sie tun es. Gackernd sitzen sie zwischen Thuja-Bäumchen dem Symbol deutscher Friedhofsruhe und Reihenhausvorgärten, was ja dasselbe ist. Aussehen tun sie wie zwei Furien der Schrubberkolonne, die das Hirn der Betrachter leer fegen soll, um Platz zu schaffen für Wirklichkeit.


Auch Eierlegen gehört zu dieser Performance
 
Während Inge Broska von den Thujasträuchern einzelne Zweige rupft, rührt Karin Meiner den Gips an, in welchen sie dann die Thujazweige eintaucht. Indem sie die Thujazweige eingipst, werden diese dann sozusagen für die Ewigkeit haltbar gemacht. Anschließend topft Inge Broska die Gips-Thujas in Plastikbecher ein und überreicht diese dem Publikum, welches dann etwas hilflos mit den überreichten Gips-Thujas in der Gegend rum steht.


Inge Broska beim Vortrag des Manifestes
 
Abschließend verkündet Inge Broska das gemeinsam verfasste politische Manifest zu Spießervorgärten, Landschaftszerstörung und kapitalistischer Gier." (PK) 
 
 
Die Ausstellung begann am 20. Juli mit der Vernissage, dauert bis zum 3. August 2011 und ist Montag bis Sonntag von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Ausstellungsort: Haus Metternich, Am Münzplatz 8, 56068 Koblenz.
 
Irma Lintenhofer hat dazu ein Video bei youtube eingestellt. http://www.youtube.com/watch?v=dchbwLKRIz4 


Nach der Performance – Relikte
Foto U.Quednau


Online-Flyer Nr. 312   vom 27.07.2011

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