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Aktueller Online-Flyer vom 19. Oktober 2017  

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Trauer, Entsetzen und Wut
Abschalten jetzt!
Von Lisa Hoechtl

Tiefe Trauer, Entsetzen, Wut – diese Gefühle teilten sich mit, als sich um 18 Uhr am Dom Montagsdemonstranten und AKW-Gegener versammelten – die Menge schwoll bis zum Ende der Veranstaltung auf dem Rudolfplatz auf etwa 2.500 Menschen an. Die Kölner Montagsdemo organisierte sofort ein offenes Mikrofon – das rege genutzt wurde. Seit langer Zeit hatte es eine solch große Demonstration in Köln nicht mehr gegeben. Fotos von Herbert Sauerwein und Hans-Dieter Hey.

Zum Protest hatten die Kölner Montagsdemo, ausgestrahlt.de und der Bundesverband Umweltschutz aufgerufen. Auch die kölner Grünen schlossen sich dem Aufruf an. Weitere Mahnwachen sind geplant, zum Beispiel am 21. März. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz ruft außerdem zur nächsten Anti-Atom-Demo am 26. März auf.



Begonnen wurde mit einer Schweigeminute im Gedenken an die Opfer des Erdbebens und Tsunami. Dann brachte eine Diskussion um die Atomkraft die Stimmung in Schwung. Abschalten – sofort – das war der Tenor der vor dem Kölner Dom versammelten Menschen. Deutlich wurde dabei besonders, dass es kein Vertrauen in die gegenwärtige Bundesregierung und ihr Moratorium gab.



Dass Atomkraft nicht beherrschbar ist, ist seit langem bekannt, und trotzdem geht man weltweit das katastrophale Risiko ein – im Interesse der Profite der Energiekonzerne! Als ein Sprecher der Piratenpartei sich meldete und die Abschaltung der AKWs verlangte, erschollen Rufe: „Keine Parteien!“ Das konnte geklärt werden am offenen Mikrofon, denn jeder, der sich einsetzt für die Abschaltung der AKWs, muss willkommen sein - über parteipolitische Grenzen hinweg.



Von der Domplatte aus ging der Zug zum Rudolfplatz, in einer Demonstration, die weitere Menschen anzog. „Abschalten jetzt! Ob Süd ob Nord – AKWs sind Mord“ – die Parolen, die laut hörbar gerufen wurden.
Am Rudolfplatz stieß der Zug auf eine zweite Kundgebung, die von Naturfreunden und der grünen Jugend angemeldet worden war. Es war versucht worden, beide Demonstrationen zusammenzulegen – aber in der Kürze der Zeit nicht gelungen. Hier gab es tolle Musik mit Klaus dem Geiger und Band, und verschiedene Ansprachen. Viele Schilder mit „Abschalten! Jetzt!“ waren zu sehen, aber auch Schilder wie "Kapitalismus – abschalten!". Auf der Domplatte blieben am Schluss die mahnenden Kerzen der Solidarität mit den Menschen in Japan – die uns zur Warnung dienen. (HDH)














Fotos vor dem Kölner Dom: Hans-Dieter Hey




















Fotos vom Rudolfplatz: Herbert Sauerwein

Online-Flyer Nr. 293  vom 16.03.2011

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