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Aktueller Online-Flyer vom 24. Oktober 2017  

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15 Jahre fiftyfifty-Magazin
Stuntort Deuschland
Von Hans-Dieter Hey

Vor 15 Jahren wurde das Düsseldorfer Straßenmagazin „fiftyfifty“ gegründet. Aus diesem Anlass wurde das Buch „Stuntort Deutschland“ mit 50 Glossen und 50 Karikaturen herausgegeben. Olaf Cless schreibt regelmäßig die Glosse „Zwischenruf“ für das Straßenmagazin und Bernd A. Skott liefert die Karikaturen. „Satirisch, bissig und gut informiert“, wie sie selber sagen. Von Abwrackprämie bis Waterboarding ist alles dabei. Wir bieten eine Auswahl von Karikaturen und hoffen, das Projekt für obdachlose Menschen damit zu unterstützen.

Der Schirmherr von „fiftyfifty“, Franziskanerbruder Matthäus Werner, blickt in seinem Nachwort zurück, wie es war, das oft aufmüpfige Magazin zu gründen, berichtet aber auch darüber, wie schwierig es ist, es weiter am Leben zu halten:

„Als ich vor bald fünfzehn Jahren das Straßenmagazin fiftyfifty aus der Taufe zu heben half, hatte ich keinerlei Vorstellung, wie lange das Experiment wohl gut gehen würde. Es galt einfach den Versuch zu wagen, gute und dringende Gründe sprachen dafür. Alles Weitere würde sich zeigen. Dass unser Projekt demnächst tatsächlich auf erfolgreiche anderthalb Jahrzehnte zurückblicken kann, lässt mich selbst staunen. Obdachlosenzeitun­gen haben es nicht leicht, ihre Existenz hängt oft am seidenen Faden, entsprechend hoch ist die Fluktuation auf diesem Sektor. Die Beständigkeit von fiftyfifty hat viele Ursachen. Eine davon ist, so vermute ich, dass die Zeitung sowohl einem guten Zweck dient als auch dem interessierten Leser eine Menge gibt:

Blicke hin­ter die Fassaden der Gesellschaft, Lebenszeichen von Menschen auf der Straße, kritische Kommentare, kul­turelle und spirituelle Anregung. Dass fiftyfifty Monat für Monat lesenswert ist, verdankt das Blatt nicht zu­letzt der Mitarbeit von Profis wie Olaf Cless und Berndt A. Skott, von deren Texten und Karikaturen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, hier eine Auswahl in Händen halten. Mit ihren auf unterschiedliche Art „spitzen Fe­dern" sorgen die beiden mit dafür, dass fiftyfifty auch seine aufmüpfigen und augenzwinkernden Seiten be­hält. Ich verhehle nicht, dass diese Aufmüpfigkeit schon manchmal für Verstimmung beim einen oder anderen Leser geführt hat. Dennoch möchte ich sie so wenig missen wir das Salz in der Suppe.“































fiftyfifty edition
Buchhandlung Hanna Koch, 2009
ISBN 978-3-9812612-0-2
www.fiftyfifty-galerie.de 110 Seiten, 9,80 Euro

Online-Flyer Nr. 241  vom 17.03.2010

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