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Aktueller Online-Flyer vom 11. Dezember 2017  

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Filmclips
Franco und Pius XII.
Von Peter Kleinert



In seinem Buch "Benedikt XVI.: Ein Papst und seine Tradition“ berichtet Gerhard Feldbauer diesmal im Teil 3 unseres Vorabdrucks darüber, dass "unser deutscher Papst" Benedikt XVI. im Jahr 2007 498 sogenannte Kreuzritter des spanischen Faschistenführers Franco seliggesprochen hat. Es handelte sich um katholische Geistliche und Ordensleute, die im Bürgerkrieg auf Seiten Francos standen und ums Leben kamen. Diese Seligsprechung offenbarte laut Feldbauer einen weiteren Aspekt einer Offensive "unseres deutschen Papstes" zur Rehabilitierung des Bündnisses der katholischen Kirche mit dem Faschismus.

In zwölf Folgen zu je knapp zehn Minuten unter dem Serientitel „Mit Gott und den Faschisten“ beweist Deutschlands bedeutendster Kirchenkritiker, daß die "Stellvertreter Gottes“ im Vatikan, von Leo XIII. bis Pius XII. damals wesentlich zur Herrschaft des Faschismus in Italien, Spanien, Deutschland und Jugoslawien und damit zu den politischen Katastrophen und zum Völkermord im 20. Jahrhundert beigetragen haben.

In Folge VII - von der wir hier einen kurzen Ausschnitt zeigen - beschreibt Deschner, wie 1931 in Spanien die Monarchie beseitigt und die Republik ausgerufen wird, wie 1933 eine kirchen- und faschistenfreundliche Regierung an die Macht kommt, die wiederum im Januar 1936 durch die Volksfront abgewählt wird. Im Juli befördern deutsche Transportflugzeuge Francos Mauren und seine Legionäre zur Rettung des katholischen Abendlandes übers Meer. Der Bürgerkrieg beginnt. Franco wird von Hitler, Mussolini, vom Vatikan und den Bischöfen unterstützt, geht es doch um einen „Kreuzzug gegen die rote Weltrevolution“. Am Ende des dreijährigen Gemetzels fordert der zuvor gekrönte Pius XII. Franco auf, „mit neuer Energie die alten christlichen Traditionen“ wieder aufzunehmen.


Montage: Norbert Arbeiter

Ergebnis: Rede-, Presse- und Versammlungsfreiheit werden aufgehoben, alle nichtkatholischen Bekenntnisse unterdrückt, Militärtribunale und Exekutionskommandos werden pausenlos tätig. Nach offiziellen Statistiken läßt Franco von 1939 bis 1942 mehr als 200.000 Menschen erschießen. Das entspricht einem Drittel aller Opfer des Bürgerkriegs.

Autor dieser TV-Sendung: Karlheinz Deschner, Auftraggeber: Kanal 4, 1992, 8,30 min, Regie: Peter Kleinert und Marianne Tralau, Kamera: Tom Kaiser, Ton: Lars Klietsch, Stephan Thonett, Schnitt: Peter Kleinert, Produktionsleitung: Peter Kleinert.

Brief von N.D., Holzwickede: Herzlichen Dank, daß Sie den Mut aufbringen, sich dieses Autors und seines Themas anzunehmen. Ansonsten ist die Kirchenkritik in den Medien ein fast absolutes Tabu. Hier im Dortmunder Raum existiert ein Offener KANAL. Wäre es möglich, daß ich diese Beiträge dort ausstrahlen lasse?

Radio Bremen: „Deschner bringt Details, die aufzunehmen man sich weigern möchte.“


Karlheinz Deschner, 1924 in Bamberg geboren, im Krieg Soldat, studierte Jura, Theologie, Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Über seine literarischen, literatur- und kirchen-kritischen Werke siehe auch unseren Dokumentarfilm "Im Grunde bin ich ein aus lauter Zweifeln bestehender gläubiger Mensch“ und die Reportage "Ketzerverbrennung“ in unserem KANAL 4-Magazin „Z“ 11/94. (PK)

Mehr Informationen und Bestellmöglichkeit für diese Filme unter www.kaos-archiv.de

Clip downloaden (mit Rechtsklick - "Ziel speichern unter...")

Online-Flyer Nr. 238  vom 11. Dezember 2017



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