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Aktueller Online-Flyer vom 19. Oktober 2017  

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Sport
„In Europa wird bestochen, in China gezockt und in Berlin abkassiert“
Bestechlichkeit ohne Grenzen
Von Bernd J.R. Henke

Der aktuelle europäische Fußball-Wettskandal, bei dem laut Aussage der Staatsanwaltschaft Bochum mehr als 200 Spiele, darunter 32 in Deutschland, unter Verdacht stehen, verschoben worden zu sein, zeigt, dass organisierte Kriminalität den Boden vorbereitet hat, um sämtliche ethischen Werte des Sportes zu zerstören. Nach neuesten Erkenntnissen beschränken sich die Ermittlungen nicht nur auf den Volkssport Fußball, sondern betreffen auch ein Play-off Spiel der Basketball-Bundesliga sowie ein internationales Tennis Frauen-Doppel beim Tennisturnier in Fes/Marokko im April dieses Jahres. „Der gesunde Menschenverstand hat uns gesagt, dass neben dem Fußball auch andere Sportarten betroffen sein könnten“, bemerkte der nicht überraschte Basketball Liga (BBL) Chef Jan Pommer dazu.

Oliver Bierhoff, DFB Nationalmannschafts-Manager, besorgt über die Spielmanipulationen durch Wettbetrüger
Bildagentur Hartenfelser Neu-Isenburg
 
 „Wir erleben den Beginn eines wirklich globalen Jahrhunderts“, stellte BKA-Präsident Ziercke auf der Herbst-Tagung des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden fest. Als anschauliches Beispiel für eine „Entgrenzung von Kriminalitätsräumen“ benannte er den Wettskandal. Der BKA-Chef weiter: „In Europa wird bestochen, in China gezockt und in Berlin abkassiert." Fazit: Nationale Antworten auf globale Risiken der Kriminalität reichen nicht aus.
 
Die Spitzen des Deutschen Fußballbundes (DFB) waren sichtlich schockiert. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff meinte besorgt: „Das Ausmaß, fast flächendeckend in Europa, und die Fülle sind schon erschreckend.“ DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, der im Kanzleramt in Berlin vorsprach, sieht als größte Bedrohung, die vernetzte Internationalität des Wettbetruges. Zweckoptimistisch sagte Zwanziger zu den Spielmanipulationen in ganz Europa: „Ich bin sicher, dass wir in naher Zukunft diese Sache geklärt haben werden.“ Beobachter erachten aber die Ursachen des Geschehenen für zu komplex und sehen dahinter den großen Schatten einer internationalen Organisierten Kriminalität (OK) stehen.
 
Auch hochkarätige Spiele betroffen

Dass allein deutsche Gerichte die Hintermänner gebührend bestrafen oder abschrecken könnten, glaubt eigentlich keiner der Kriminalisten und OK-Experten. Erstmals sind auch hochkarätige Spiele in der Champions-League-Qualifikation und in der Europa League betroffen. Der DFB unterhält ein Frühwarnsystem für Sportwetten, dem private Wettanbieter angeschlossen sind. Dieses System funktioniert aber nur, wenn alle Buchmacher angeschlossen sind. Werden Sportwetten in Asien getätigt, kommen die Einsätze überhaupt nicht in die geregelten Kanäle. Zocker mit guten Banklimits können in den chinesischen und ostasiatischen Spiel-Eldorados sukzessiv Wetten beeinflussen. Das planmäßige Begehen dieser Straftaten mit hohen Gewinnen ist deshalb als Organisierte Kriminalität einzustufen, da in der Regel mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer mafiös zusammenwirken - unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen.
 
Kritische Reformer dulden!

Unter Anwendung einschüchternder Mittel in der Interaktion sozialer Kontakte und durch Ausnutzen menschlicher Schwächen wie Verschuldung, Spielsucht, Geldgier sowie durch begleitende Erpressung schafft sich die OK Einfluss bei Spielern, Schiedsrichtern, Trainern und Sportfunktionären. Die Sportoffiziellen sind deshalb aufgefordert, auch kritische Reformer in den eigenen Reihen zu dulden und anzuhören, die verbesserte Verhaltenskodexe in den Sportvereinen für gesetzmäßiges, rechtskonformes und verantwortungsvolles Handeln und Frühwarnung durch Whistle-Blowing-Systeme einfordern.
 
Wettspielsysteme stützen sich auf weltweit vernetzter Internetkommunikation sowie deren Steuerungsstrukturen. Die OK hat dadurch einen praktisch grenzenlosen Raum für Profit schürfende Aktivitäten erhalten. Sie hat also einen erheblichen Handlungsvorteil gegenüber einzelstaatlicher oder gruppenstaatlicher Kriminalitätsbekämpfung. Schneller als andere Bereiche sozialen Handelns passt sich diese findige Kriminalität immer neuen Möglichkeiten und Chancen an. Beobachter fordern deshalb aufgrund solcher durch die Globalisierung möglicher Veränderungen mehr Aktivität bei der Prävention für betroffene Personengruppen und bei Ermittlung gegen die Strukturen der OK. Im jüngsten Wettskandal, der nicht nur den Fußballsport betrifft, gelang es den Ermittlern teilweise, die Strukturen und das Finanzsystem aufzudecken. Soweit dadurch ersichtlich wurde, fließen die Gewinne zu großen Teilen auf Konten in den Niederlanden, nach Großbritannien, Hongkong oder Malaysia. Dort waschen Bandenmitglieder das Geld und transferieren es zurück nach Europa.
 
Hintermänner Hoyzers wieder aufgetaucht

Die Staatsanwaltschaft Bochum führt gemeinsam mit der Polizei Bochum seit Anfang 2009 das inzwischen öffentlich gemachte Ermittlungsverfahren, das sich gegen eine international agierende Bande richtet, der fortgesetzte, gewerbsmäßige Wettbetrügereien zur Last gelegt werden. Die Beschuldigten sind verdächtig, Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Offizielle aus hochrangigen europäischen Fußball-Ligen gegen Geldzahlungen veranlasst zu haben, den Ausgang von Spielen im Sinne der Bande zu manipulieren, und diese Situation zu Wettbetrügereien ausgenutzt zu haben. Im Zuge dieser Ermittlungen, die durch Verantwortliche der UEFA unterstützt und begleitet werden, wurden eine Vielzahl von Durchsuchungen und Festnahmen im gesamten Bundesgebiet sowie im Ausland vorgenommen. Bislang galt der Fall des Bundesliga-Schiedsrichters Robert Hoyzer in Deutschland als größter Wettskandal. Im November 2005 verurteilte ihn das Landgericht Berlin wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung. Nun sind die damaligen Hintermänner der OK wieder aufgetaucht, und Beobachter der Szene gewinnen den Eindruck, dass die damalige Strafverfolgung zwar schnelle Verurteilungen der Beteiligten um den korrupten Schiedsrichter erbrachte, aber das eigentlich tiefere Problem - die Bekämpfung internationaler OK bei Sportwetten - nicht weiter verfolgt wurde.
 

Zübeyde Duyar, Universität Bielefeld, 
juristische Fakultät, ehemals DFB-Schieds-
richterin, schrieb Doktorarbeit über Schieds-
richterbestechung
Foto: ZD
Vier Jahre lang untersuchte die Bielefelder Juristin Zübeyde Duyar den Fall des verurteilten Schiedsrichters Robert Hoyzer. Die 33-jährige Juristin war 15 Jahre selbst als Unparteiische im Männer- und Frauenfußball tätig und kennt die Situation der unteren Spielklassen. Sie fordert in ihrer Dissertation eine Anpassung der Strafgesetze. Duyar bemängelt, dass es im deutschen Strafrecht im Paragraphen 263 des Strafgesetzbuches (StGB) nur einen allgemeinen Betrugstatbestand für den Schutz von Vermögen gebe, dass aber eine entsprechende juristische Bewertung des „Schutzgutes Sport“ fehle, um bei Manipulationen durch Sportler und Schiedsrichter strafrechtlich bessere Handhabe zu gewährleisten.
 
“Kritische Schiedsrichter“ nicht erwünscht

Duyar beschäftigte sich mit der Frage, ob manipulierende Schiedsrichter strafrechtrechtlich verfolgt werden können, wenn sie sich zu offensichtlich betrügerischen Fehlentscheidungen haben leiten lassen. Die streitbare Duyar bemängelt, dass “kritische Schiedsrichter“ in den Beobachterstrukturen des DFB nicht erwünscht sind. Bei den regelmäßigen Benotungen durch Beobachter etwa auf Verbandsebene würden Schiedsrichter mit einer "starken Persönlichkeit" schlechter bewertet. Duyar führt weiter aus, dass im Revisionsverfahren des Urteils gegen Robert Hoyzer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) auf Grund von Mediendruck und Öffentlichkeit krampfhaft versucht wurde, geltendes Recht anzuwenden. Bei einem vom Gesetzgeber festgeschriebenen zusätzlichen "einheitlichen Sport-Strafrechtstatbestand" könnten Sport-Betrüger aber konsequenter verurteilt werden, ergänzt die Juristin. „Es geht darum, dass der Sport an sich als Wert geschützt wird." Auch Korruptionsexperte Wolfgang Schaupensteiner verwies auf rechtliche Probleme: „Vieles, was als Korruption im Sport wahrgenommen wird, etwa Schiedsrichterbestechung, ist im Strafgesetzbuch einfach nicht abgebildet. Korruption im Sport ist im deutschen Strafrecht, anders als in anderen Ländern, nicht strafbar."
 
Was geschah nun in der Praxis? Wo waren die Mängel augenfällig zu beobachten? „Sobald der jeweilige Spieler seine Bereitschaft zu manipulativem Handeln signalisiert hatte, begannen die Mitglieder der Gruppierung...fünfstellige Eurobeträge bei bundesdeutschen oder ostasiatischen Wettanbietern...auf den entsprechenden Spielausgang oder die Anzahl der geschossenen oder erhaltenen Tore zu setzen.“ Dieses Zitat wurde von der Bochumer Staatsanwaltschaft der ARD aus den Ermittlungsakten freigegeben. Insider ließen durchblicken, dass sich insbesondere Spieler von Drittliga-Vereinen bestechlich zeigten. Fußballexperte Johann Blaha folgert, dass diese Häufung mit dem Umstand zusammenhängt, dass die meisten Drittligaspiele nicht gefilmt werden und daher keine Kamerabeweise oder filmische Archivierung vorliegen können.
 
Persönliche Wett-Darlehen für Spielmanipulationen

Die internationale Wettbande, die im Fokus der Ermittlungen steht, hatte gezielt nach betrugsbereiten Fußballern gesucht, die eine Neigung zum Glücksspiel aufwiesen. Im Freizeitmilieu wurden die Spieler in lockeren Kontakten bestochen und mit moralischem Druck abhängig gemacht. Bei Wetteinsetzen von bis zu 75.000 Euro gewährten in dieser Wettszene die Betrüger den Spielern sogar persönliche Darlehen, um sie dann zur Spielmanipulation zu drängen. Die Wettbande schleuste zudem Strohmänner in die Wettbüros ein. Die Staatsanwaltschaft in Bochum erwähnt, dass beispielsweise ein 34-jähriger Angestellter in einem Nürnberger Wettbüro zur Führungsebene der weltweiten Zockermafia gehörte. Ob dabei die Kontrollmöglichkeiten der Frühwarnsysteme in Wettbüros ausgeschaltet worden sind, wird zur Zeit noch ermittelt.
 
Vor Ort praktizieren Millionen ihren Lieblingssport, besuchen nationale und regionale Sportereignisse oder verfolgen Sportnachrichten in TV, Hörfunk und Presse. Diese hohe Teilnahme der Bevölkerung hat Einfluss auf die lokale Politik, die Wirtschaft sowie die Kultur und unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung des lokalen Sports für die Jugend, die Gesundheit, das soziale Leben und die nationale Identität. Transparency International Deutschland e.V. mahnt in einem Arbeitspapier die Sportverbände zu Reformen: „Ohne Änderungen des Status quo wird es kaum gelingen, Korruptionsrisiken im Sport umfassend anzugehen und Integrität auszubauen. Die enge Verflechtung von Sportfunktionären, Politikern, Wirtschaftsvertretern, Sponsoren und den Medien kann ein Umfeld mit hohem Risiko für das Auftreten von Korruption schaffen. Darüber hinaus sind unzureichende Transparenz und Verantwortlichkeit im Sport so weit verbreitet, dass es notwendig ist, dieses Thema anzugehen." 
 

Prof. Dr. Britta Bannenberg, Universität Gießen, 
fordert Whistle-Blowing für Sportverbände
Bild: Uni Gießen
In einem Interview mit dem Deutschlandfunk kritisierte die Vorsitzende der Kriminologischen Gesellschaft, Prof. Britta Bannenberg (Uni Gießen), die mangelnde Korruptionsprävention im Sport. Sie sprach von einer „klansdestinen (heimlichen) Struktur des schweigenden Sports." „Mich wundert, dass die Sportverbände sich in keiner Weise mit Whistle-Blower-Systemen, anonymen Meldesystemen und Ombudsleuten auseinandersetzen," betonte sie. Geschützte Informanten könnten Mißstände, illegales Handeln oder konkrete Bedrohungen, die sie im Umfeld des Sports erfahren, an die Öffentlichkeit bringen. Da junge Sportler den Kriminellen der Wettmafia gnadenlos ausgeliefert sein könnten, empfehlen Compliance(Verhaltenskodex)-Fachleute, Whistle-Blowing-Systeme einzuführen. Professionelle Whistle-Blower-Systeme garantieren eine funktionierende Anonymität und Datenschutz. Solche Methoden werden in der Industrie schon lange zur Korruptionsbekämpfung eingesetzt.
 
“Starke Marke“ DFB?
 
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gilt bei Marketingfachleuten als die “starke Marke“ schlechthin. Jüngst wurde er dafür prämiiert. Der DFB hat bei diesem Wettskandal viel an Reputation zu verlieren. An eine Sportorganisation mit dem Image hoher Zuverlässigkeit und Integrität stellt die Öffentlichkeit besonders hohe Ansprüche. Der schon früh in den Wettskandal involvierte DFB kündigte endlich Anfang Oktober an, sich mit dem Thema zu befassen, welche Maßnahmen gegen Wettbetrug ergriffen werden sollen. Heute informiert eine DFB-Delegation den Sportausschuss des Deutschen Bundestages.
 
Der Dänische Fußballverband hat in Zusammenarbeit mit Juristen und einer Sicherheitsfirma eine Telefon-Hotline eingerichtet, bei der Informationen anonym hinterlassen werden können. Die UEFA (Union des Associations Européennes de Football) hat sich in diesen Wochen wegen des Betrugsverdachtes an die europäische Polizeibehörde Europol gewandt, weil der Verband die "Integrität unserer Wettbewerbe in Gefahr" sieht und mit den eigenen Sanktionsmöglichkeiten bei der Bekämpfung der Korruption an seine Grenzen stößt. Vier Disziplinar-Inspektoren mit kriminalistischer Ausbildung wurden von der UEFA eingestellt. Die UEFA übergab Europol ein 96 Seiten umfassendes Dossier. An Beispiel von vier Europapokalspielen des letzten Sommers wird darin akribisch beschrieben, mit welchen Methoden die OK Ergebnisse manipuliert haben soll. Ob Europol das Paket "Wettmanipulation im Profisport" in die sogenannte OCTA, eine Bedrohungs- und Gefährdungsanalyse zur OK, aufnimmt, wird geprüft. Die OCTA wird jährlich erstellt und legt Prioritäten bei der internationalen Verbrechungsbekämpfung fest.
 
Nicht nur auf den Fußball beschränkt

Die Krisenkommunikation der internationalen Fußballverbände und Vereine sollte der Öffentlichkeit auch klar machen, dass sich die Wettskandale nicht nur auf den Fußball beschränken. Auch die betroffenen Vereinsvorstände, deren Spieler überführt worden sind, müssen mit der enttäuschten Öffentlichkeit mit geeignetem Personal kommunizieren. Ein Mangel an Integrität in der Führung des Sports kann die grundlegenden Werte des Sports gefährden: Fair Play, Ethik, gegenseitiger Respekt und das Vertrauen in die Spielregeln.
 
Transparency International Deutschland e.V. jedenfalls stellt in seinem Arbeitspapier "Korruption und Sport: Integrität stärken und Missbrauch verhindern" fest: „Die hohe öffentliche Aufmerksamkeit für den Sport lokal und weltweit schafft das Potential, den Kampf gegen Korruption zu unterstützen oder aber zu unterlaufen, wenn diese Probleme im Sport nicht adäquat angegangen werden. Wenn die Menschen sich an Korruption im Sport gewöhnen, könnten sie die Hoffnung auf eine Änderung der Situation in anderen gesellschaftlichen Bereichen, die ebenfalls von Missbrauch betroffen sind, verlieren. Wenn der Sport jedoch erfolgreich die Risiken erkennt und die aktuellen Probleme in Angriff nimmt, kann der Kampf gegen Korruption in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens unterstützt werden." Ob die internationalen Sportverbände sich selbstkritisch an die Nase greifen werden, wenn es um Fernsehrechte, Sponsoring und Infrastrukturprojekte geht, sei dahingestellt. Wo Geld, Macht und Wettbewerb im Spiel sind, ist Korruption eine ständige Bedrohung. Noch alarmierender ist es, wie die Organisierte Kriminalität den Kauf von Sport-Clubs, Spielern und Imagerechten sowie das Sponsoring von Mannschaften oder Werbemaßnahmen zur Geldwäsche zu nutzen versucht.“ (PK)
 
Bernd J.R. Henke ist Ehrenamtlicher Verwaltungsrichter beim VG Frankfurt amMain                                                                                                                                                    

Online-Flyer Nr. 226  vom 02.12.2009

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