NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 14. August 2020  

zurück  
Druckversion

Wirtschaft und Umwelt
Die grüne Ecke - alle 14 Tage - Folge 5
Winterschnitt? - Richtig schneiden will gekonnt sein
von Katja Kleinert

Bei vielen Sträuchern besteht bei einem Herbstschnitt die Gefahr, daß die Pflanzen an den Schnittstellen zusätzlich einige Zentimeter herunterfrieren und noch kürzer werden. Größere Eingriffe an Bäumen sollte man im Winter ganz unterlassen.

Bei den meisten Blütensträuchern liegt der richtige Schnittzeitpunkt vor der Knospenbildung für´s nächste Jahr. Alle Sträucher, die im Frühjahr und Frühsommer blühen, sollten bis spätestens Juli des Vorjahres geschnitten worden sein. Beispiele sind die bekannte Forsythie, der Flieder und der Ginster.

Sträucher, die im Spätsommer blühen, oder die wegen ihres Blattes interessant sind, schneidet man am Ende des Winters, wenn der ärgste Frost vorbei ist. Dies gilt z.B. für die meisten Hartriegelarten, Perückenstrauch und Rosen. Im Rheinland kann man bei diesen Pflanzen durchaus schon Ende Februar/Anfang März zur Schere greifen. Viele sommerblühende Zwergsträucher, wie Heidekräuter, Sonnenröschen, Lavendel, Thymian, sollte man jedes Jahr im Spätwinter um ca. 5 cm zurückschneiden. Damit verhindert man das unschöne Auseinanderfallen der Pflanzen.

Sollte immer gut geschärft sein
Sollte immer gut geschärft sein
Foto: Katja Kleinert



Manche Sträucher können sogar "auf den Stock gesetzt"; d.h. bis knapp über dem Boden abgeschnitten werden. Dazu gehören etliche Spätsommerblüher, wie Schmetterlingsstrauch, Bartblume und Blauraute. Auch andere Sträucher, wie Ranunkelstrauch oder Pfeifenstrauch vertragen es gut, wenn man etwa ein Drittel ihrer Triebe bis zum Boden abnimmt. Innerhalb von drei Jahren kann man so den ganzen Strauch verjüngen. Wieder andere Sträucher sollten gar nicht oder nur sehr vorsichtig geschnitten werden. Dies gilt für z.B. Hortensien oder Hibiskus.

Rosenscheren und Astscheren sollten immer gut geschärft sein, um unnötige Quetschungen zu vermeiden.

Bei einem Pflegeschnitt, den man alle ein bis drei Jahre durchführen sollte, werden Äste herausgeschnitten, die sich kreuzen, nach innen wachsen und/oder aneinander scheuern. Wenn man Pflanzen einkürzen möchte, schneidet man 3 - 5 mm über einer nach außen weisenden Knospe ab. Wenn die Pflanze insgesamt zu dicht wuchert, schneidet man ganze Äste oder Zweige an der tiefsten Stelle (Gabelung oder Abzweig) heraus.

Wer einen stärkeren Verjüngungsschnitt vornehmen möchte, etwa weil der Strauch zu groß geworden ist, sollte sich vorher genau informieren. Nicht alle Pflanzen vertragen radikale Maßnahmen.



Online-Flyer Nr. 33  vom 28.02.2006

Druckversion     



Startseite           nach oben

KÖLNER KLAGEMAUER


Für Frieden und Völkerverständigung
FOTOGALERIE


"Der Tag der Freiheit" - Hunderttausendfach gegen den Tiefen Staat
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann