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Aktueller Online-Flyer vom 14. Dezember 2018  

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Lokales
Notizen über ein verdrängtes Kapitel Kölner Zeitungsgeschichte
Kölner Zeitungen im Nationalsozialismus
Von Albrecht Kieser

„Zugesehen – Mitgemacht – Profitiert? – Wie Kölns Wirtschaft, Verwaltung und Presse die Nationalsozialisten unterstützt haben“ war der Titel einer Veranstaltung am Sonntag im Filmforum des Museums Ludwig. Albrecht Kieser vom Rheinischen Journalistenbüro hat Teile seiner hier wiedergegebenen Recherchen im Gespräch mit Heinrich Pachl vorgestellt. – Die Redaktion. 
Zeitungen vertreiben eine besondere Ware: Meldungen und Meinungen. Sie tun das aus politischen Motiven und aus geschäftlichem Interesse. So ist das heute. So war das gestern.

Ein halbes Dutzend Zeitungen überstand in Köln die erste Verbotswelle der Nazi-Diktatur. Liquidiert wurden dabei im Februar 1933 die „Sozialistische Republik“, die Tageszeitung der KPD für Köln und Umgebung und die der SPD, die „Rheinische Zeitung“ (1).
 
Zu den Zeitungen, die sich nun im neuen Regime zurecht zu finden hatten, gehörten drei des Verlages M. DuMont Schauberg, nämlich die Kölnische Illustrierte, der Kölner Stadtanzeiger und die Kölnische Zeitung, die hier einer näheren Betrachtung unterzogen wird, weil sie überregional erhältlich war und als politisches Flagschiff des nationalliberal eingestellten Verlages galt.
 
Neben der Kölnischen Zeitung existierte weiterhin als der ewige Konkurrent die „Kölnische Volkszeitung“, seit jeher dem katholischen Zentrum verbunden und von in den 30er Jahren wechselnden Verlegern herausgegeben. Die KVZ verfügte, ebenso wie die KZ mit dem „Kölner Stadtanzeiger“, über eine Kölner Beilage, den „Lokalanzeiger für Köln und Umgebung“. Schließlich gab es, als auflagenstärkste Zeitung, den „Westdeutschen Beobachter“, das Parteiblatt der NSDAP für das Rheinland (2).
 
Um es vorwegzunehmen: zwei dieser drei Tageszeitungen hielten bis 1945 durch: der Westdeutsche Beobachter und die Kölnische Zeitung. Die Kölnische Volkszeitung wurde am 31. Mai 1941 liquidiert. Der legale Trick – man achtete ja auch in diesem deutschen Regime gern auf das Einhalten der selbst fabrizierten Gesetze – der legale Trick war, ihr das so kriegswichtige Papier zu entziehen. Das Regime verordnete aber z.B. nicht der KZ, die auflagenstärker und umfangreicher war, den Hungertod. Sondern der KVZ. Denn wichtige ihrer Redaktionsmitglieder arbeiteten mit in einem europaweit agierenden katholischen Nachrichtenbüro, das unterdrückte und unliebsame Nachrichten aus Deutschland schmuggelte. Die Gestapo kam dahinter, verhaftete einige Redakteure und sorgte für den Papierstopp, an dem auch andere Zeitungen zugrunde gingen, die der katholischen Seite nahe standen(3).


Referenten von "Zugesehen - Mitgemacht - Profitiert" mit Moderator Heinrich Pachl

Die Kölnische Zeitung meldete das gewaltsam herbeigeführte Sterben des Zentrums-Blattes ebenso wenig wie sie die Vernichtung der kommunistischen und sozialdemokratischen Konkurrenz acht Jahre zuvor, 1933, gemeldet hatte. Sie übernahm stattdessen die Abonnenten des ehemaligen Konkurrenten und belieferte sie fortan mit dem eigenen Blatt. Pro Abonnent zahlte der Verlag 23 Reichsmark – ein „gutes Geschäft“, wie es Redakteur Josef Hofmann nannte, der wenige Monate später von der liquidierten KVZ zur KZ wechselte. (4)
 
Ein weiteres „gutes Geschäft“, das allerdings erheblich mehr zu Buche schlug, hat die KZ von 1939 bis 1945, während der Kriegsjahre, gemacht. Wie schon im 1. Weltkrieg war man so überzeugend vaterländisch eingestellt, dass die Armee täglich einige Zehntausende Exemplare der Zeitung einkaufte und sie an die Frontsoldaten verteilte. „Das Oberkommando der Wehrmacht“, so notiert Kurt Weinhold in seiner Festschrift zum 350-jährigen (!) Jubiläum des Zeitungshauses, „war nicht nur ein sicherer Zahler, sondern auch ein bequemer Abonnent: Vertrieb und Versand gingen zu seinen Lasten.“ (5) Weinhold begründete die Tatsache, dass die Armee die KZ verteilte, so: „Während des Krieges zeigte sich die Propagandaabteilung des Oberkommandos der Wehrmacht, für die der Propagandaminister nicht existierte, daran interessiert, den im Feld stehenden Soldaten auch die im Heimatgebiet für die Zivilbevölkerung herausgebrachten Zeitungen zugänglich zu machen.“ (6) Man muss zwischen den Zeilen dieses Hinweises lesen, um die Struktur des Eigenlobs zu entschlüsseln: Eine anständige Wehrmacht, so wird uns nahe gelegt, wollte für anständige Soldaten anständige Zeitungen haben. Weit weg von Goebbels.
 
Hat diese Selbsteinschätzung, die KZ sei weit entfernt von Goebbels Geschrei eine vorzeigbar anstände Zeitung gewesen, Bestand? Oder ist sie eine Selbstlüge, die schon 1970 eigentlich nicht mehr nötig war?
 
Zurück zum Beginn der NS-Herrschaft: Die Kölnische Zeitung hatte damals eine Auflage von 50.000, die Kölnische Volkszeitung war weniger bedeutsam in der Masse, sie verkaufte maximal 25.000 Exemplare (7).
 
Allen voran marschierte der Westdeutsche Beobachter, das Kampfblatt der NSDAP für das Rheinland. 186.000 meldete der Verlag 1934 an verkauften Exemplaren (8). So viele Zeitungen verkaufte die KZ erst wieder im Krieg; da hatte der Westdeutsche Beobachter angeblich auf 240.000 Exemplare zugelegt (9).
 
Allerdings verweisen Zeitzeugen auf den fragwürdigen Aussagegehalt der Auflagenzahl des „Beobachters“. Denn die Parteigliederungen inklusive der SA drängten viele Kölnerinnen und Kölnern ein Abonnement des Blattes auf – die aber doch eigentlich lieber die etwas weniger schäumenden bürgerlichen Blätter lasen. Was dort stand, hatte mehr Gewicht, mehr Reputation – beim „Beobachter“ machte man Abstriche am Wahrheitsgehalt und legte ihn häufig ungelesen zum Altpapier, berichten Zeitzeugen (10).
 
Eine interessante und wahrscheinlich zutreffende Beobachtung, die etwas aussagt über die besondere Verantwortung, die nach dem Verbot der linken den übrig gebliebenen nicht NS-Zeitungen wie der KZ und der KVZ zugedacht wurde. Und die auch der Selbsteinschätzung von Kurt Weinhold entsprach. Ob zu Recht oder zu Unrecht, wird sich zeigen.
 
Vorher allerdings noch ein Blick auf das Erscheinungsbild der Zeitungen selbst, auf ihren Umfang und ihren Informationswert. Grob gesagt: alle drei Zeitungen sind mit den heutigen nicht zu vergleichen. Ihr Seitenumfang lag bei einem Drittel bis einem Viertel einer heutigen Tageszeitung. Entsprechend geringer war der Umfang der berichteten innenpolitischen Themen und der Umfang der Länder und Regionen, über die überhaupt berichtet wurde. Wenn es Ähnlichkeiten zwischen den damaligen und heutigen Printmedien gibt, dann sind es die beiden Boulevardblätter: Der Westdeutsche Beobachter erscheint auf verblüffende Weise wie eine Frühform der BILD-Zeitung. Das betrifft die Form und Machart, also die riesigen, reißerischen Balkenüberschriften, das ähnliche Format und den ähnlichen Umfang beider Blätter.
 
Zensur, Vernichtung der Arbeiterbewegung und Bücherverbrennung
 
Nun zum Inhalt selber. Und auch dazu eine Vorbemerkung: Üblicherweise wird hier auf die NS-Knebelungsgesetze der Presse hingewiesen, die ohnehin keinen Spielraum mehr gelassen hätten. Interessant ist in diesem Zusammenhang aber, wie die Zeitungen auf diese Gesetze reagiert haben. Während die „Frankfurter Zeitung“ das Goebbels’sche Schriftleitergesetz vom 4. 10. 1933, das den Beginn der Pressezensur markiert, zu der Feststellung nutzte, es beende die Pressefreiheit und man werde künftig, Zitat, „auf Kommentare verzichten“, also darauf, die eigene Stimme erkennbar zu erheben, lobte der langjährige Chefredakteur der Kölnischen Zeitung, Ernst Posse, das Gesetz und den NS-Eiferer Goebbels auch. Man danke, Zitat, „dem Schöpfer des Gesetzes für das Vertrauen in die deutsche Presse“ (11).
 
Die Einverständniserklärung der Kölnischen Zeitung mit der NS-Zensur kam für wache Zeitgenossen wohl nicht völlig überraschend, hatte die Zeitung doch auch vorher schon im Februar 33 still geschwiegen, als die Konkurrenzpresse verboten wurde, dauerhaft die sozialdemokratischen und kommunistischen Blätter, vorübergehend die Zentrums-Zeitungen. Anders die Kölnische Volkszeitung, die diese Verbote nicht nur meldete (12), sondern noch am 23. Februar 1933 einen deftigen Kommentar zu den NS-Attacken auf die Zentrumspartei veröffentlichte: „Es ist das System, eine andere Partei, die nicht der gleichen Anschauung ist, mit der Faust niederzuknütteln. Bei dieser Methode ist erkennbar, daß es nicht an Körperkraft, wohl aber in einem bestürzenden Umfange an Geist fehlt. Eine solche Herrschaft nennt man Faustherrschaft.“ (13)
 
Natürlich war auch die KVZ keine Regimegegnerin vergleichbar den kommunistischen oder sozialdemokratischen Widerständlern. Sie verfügte, genauso wie die KZ, über keinen grundsätzlichen Kritikansatz. Weltbild und Zielsetzungen der bürgerlichen Zeitungen gingen mit den Nationalsozialisten über weite Strecken konform. Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaften galten auch ihnen als Todfeinde, denen man keine Träne hinterher weinte.
 
Der Reichstagsbrand vom 27./28. Februar 1933, den die Nazis zu einer Verbotsorgie gegen linke Gegner nutzten, wurde denn auch von allen drei Kölner Zeitungen als Angriff auf die neue Ordnung verurteilt – die Schläge gegen die KPD und andere Nazi-Gegner und die „Notverordnung“ Görings wurden in den Tagen nach dem Brand zustimmend zur Kenntnis genommen(14).


Autor Albrecht Kieser und NRhZ-Anwalt Eberhard Reinecke

Voller Begeisterung kommentiert die KZ zwei Monate später die Feiern zum 1. Mai 1933: „Das Wort von Marx: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch“, das die Richtschnur der marxistischen Maifeiern der letzten dreißig oder vierzig Jahre war, hatte nur die Bedeutung eines Kampfrufs gegen den nationalen Staat und das vaterländische Empfinden, dem eine Anzahl unverbesserlicher Internationalisten und irregeleiteter Schwärmer Folge leisteten. (...) Daß Maifeiern, erfüllt von diesem Geist unter der jetzigen Regierung, die sich als eines ihrer wesentlichen Ziele die Überwindung des Klassenkampfes, den innern Ausgleich und die Versöhnung des ganzen Volkes gesetzt hat, zur Geschichte gehören würde, war vorauszusehen. Nicht vorauszusehen aber war jener Gedanke, der wie ein Funke im ganzen deutschen Volk zündete: die Maifeier als Ehrentag der deutschen Arbeit zu begehen. (...) Der Widerhall, den dieser kluge Gedanke einer vorwärtsstürmenden und mitreißenden Regierung, die sich auf die Masse einzustellen, mit den Massen zu gehen versteht wie noch kaum eine ihrer Vorgängerinnen, in dem gesamten deutschen Volk gefunden hat, ist ein hoffnungsfreudiges Zeichen für Deutschlands Zukunft.“ (15)
 
Wenn die Zustimmung der Kölnischen Zeitung zur brutalen und blutigen Unterdrückung der linken politischen Gegner der Nazis noch mit der eigenen Gegnerschaft gegen die Arbeiterbewegung begründbar ist, zeigt ihre Zustimmung zum nächsten Akt der Unterdrückung und Abschaffung der demokratischen Rechte, zur Bücherverbrennung, wie tief verbunden das Blatt den terroristischen Maßnahmen des Regimes auch darüberhinaus war. Am 21. Mai 1933 suggeriert die Zeitung unter der reißerischen Überschrift „10.000 Zentner Bücher werden vernichtet“ im Untertitel, alles sei gar nicht so schlimm, denn beschlagnahmt worden seien ja nur, Zitat, „kommunistische Schriften“. Im Text heißt es dann: „Die politische Polizei hat bei der Beschlagnahme des kommunistischen schriftlichen Zersetzungsmaterials ihr Hauptaugenmerk auf Bücher und Zeitschriften gelenkt, welche die Kommunisten zur Durchführung ihrer Zersetzungsarbeit in der Schutzpolizei, in der Reichswehr und in den lebenswichtigen Betrieben in fast unübersehbarer Menge haben herstellen lassen. Sie hat aber auch nicht haltgemacht vor den Werken der geistigen Führer der Kommunisten und Marxisten, da, um das Wort des Ministerpräsidenten Göring wahrzumachen, daß in fünfzig Jahren man in Deutschland nicht mehr wissen soll, daß es einen Marxismus gegeben hat, auch alle Schriftsteller erfaßt werden mußten, die kommunistische und pazifistische Ideen verbreiten.“ (16)
 
Die Kölnische Volkszeitung bläst ins gleiche Horn und stellt fest: „Hier zeigt sich also, dass die seit Jahrzehnten bestehenden Bestrebungen der Kirche (...), vom Volke und der Jugend jeden Schmutz und Schund der Literatur fernzuhalten, auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Katholische Schriftsteller, die es mit ihrem christlichen Glauben und ihrer christlichen Moral ernst nehmen, haben mit der sogenannten Asphaltliteratur nichts zu schaffen.“ Die KVZ lobt des weiteren die eigenen Indexlisten verbotener Bücher und sichert der Nazi-Verbotsliste „die Zustimmung und Unterstützung aller wahren Freunde des Volkes und der Jugend“ zu (17).
 
Immerhin schwant der Kölnischen Zeitung, dass die Nazis mehr vorhatten als nur das Verbot linker Literatur. In einem Grundsatzkommentar unter dem Titel „Herz und Hirn“ (18) führt die Redaktion aus: „Die Änderungen an den Hochschulen, am Rundfunk, Theater, die Umgruppierung der Dichterakademie, der energische Tatendrang des Kampfbundes für deutsche Kultur, dann aber auch die Bücherverbrennungen durch Studenten haben die Frage nach der Stellung des geistigen Arbeiters im neuen Staat in einen Brennpunkt gerückt, wo sie nicht mehr zu übersehen ist.“ Beklagt wird nach dieser Exposition, dass „heute der Intellektuelle grundsätzlichen Zweifeln an seiner Gesinnung ausgesetzt“ sei. Um dann der neuen Regierung zu attestieren, sie werde „als Treuhänder für das kulturelle deutsche Leben gewiss nicht dulden, dass ein Zug der Verlogenheit das Gesicht des geistigen Deutschlands verunstaltet.“ Die Redaktion meint damit solche Intellektuellen, die nicht im „innersten Herzen“ von der neuen Gesinnung durchdrungen seien – „dazu genügt etwas Schauspielerei, Betrug und Selbstbetrug“. Solche „schauspielerisch gewandten Konjunktur-Intellektuellen (und) Windfähnchennaturen“ schreibt die Redaktion ab und erbittet abschließend programmatisch folgendes von Göring und den Seinen: „Der Geist und seine Träger können gewonnen werden durch Großmut, durch jene wahrhaft edle innere Freiheit und Überlegenheit, die selbst Widerstrebende zu überwältigen vermag.“
 
Uns Intellektuelle, soll das wohl heißen, die wir unsinnigerweise vielleicht manchmal noch irritiert sind über die neue Zeit, betört mit eurem Großmut; nur schlagt uns nicht, verbrennt nicht unsere Produkte, verjagt uns nicht. Das könnt ihr mit den Kommunisten und Marxisten machen. Dafür habt ihr unser gutes Wort zu jeder Zeit.
 
Adenauer abgesetzt, Kleinanzeigen zurückgeholt
 
In Köln wurde am 13. März 1933 der gewählte Oberbürgermeister Konrad Adenauer abgesetzt. Der nationalsozialistische Regierungspräsident hatte Adenauer beurlaubt und einen Parteigenossen kommissarisch zum Stadtoberhaupt gekürt – ein kommunaler Staatsstreich sozusagen. Die Kölnische Zeitung äußert zu diesem Vorgang kein Wort der Kritik. Der ausführliche Kommentar am folgenden Tag (19) unterstreicht, man habe „zu der Kommunalpolitik des Oberbürgermeisters Adenauer stets kritisch gestanden“. Einige Verfehlungen des Zentrumspolitikers werden ausgezählt(20) - abschließend wird dem ins Amt geputschten NSDAP-Mann Riesen ans Herz gelegt, seine Parole solle sein: „Klarheit und Ordnung, kühles Begreifen der Probleme“. Die Kölnische Volkszeitung, immerhin, verzichtet auf jeden Kommentar zum erzwungenen Abgang ihres Zentrumsmannes Adenauer mit den Worten: „Die Leser werden verstehen, wenn wir unter den augenblicklichen Verhältnissen uns auf die Wiedergabe (der amtlichen) Mitteilung des Regierungspräsidenten beschränken.“ (21)
 
Zum offenen Streit mit den Nationalsozialisten kam es in den ersten Monaten der Machtübergabe deshalb, weil die Kölnische Zeitung unlautere Wettbewerbsmethoden des Westdeutschen Beobachters anprangerte. Die Nazi-Zeitung hatte nämlich versuch, mit aggressiven Werbekampagnen der Konkurrenz Anzeigenkunden und Abonnenten abzujagen. Schließlich lancierte die NSDAP sogar über eine Belegschaftsversammlung im Verlag DuMont Schauberg die Aufforderung der Beschäftigten, der damals noch selbständig herausgebrachte Stadtanzeiger solle sich zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze vom NSDAP-Blatt kaufen lassen. Damit wäre allerdings eine wichtige Einnahmequelle des Verlages trocken gelegt worden und die Kölnische Zeitung hätte nicht länger erscheinen können.
 
Die NSDAP-Führung in Köln hatte allerdings Interesse daran, dass die Kölnische Zeitung als renommiertes bürgerliches Blatt weiterhin erschien (22). Der gute Ruf der Zeitung sollte auch auf das neue Regime abfärben. Mit dieser Argumentation wurde der Übernahmeversuch Ende 1933 zurückgeschlagen. 1935 spitzte sich der Konkurrenzkampf zwischen Westdeutschem Beobachter und Kölnischer Zeitung zum zweiten Mal zu. Auch hier ging es nicht vorrangig um ideologische Streitereien oder politische Kritik, sondern ums Wirtschaftliche, nämlich erneut um Anzeigenkunden und Abonnenten. Chefredakteur Dr. Schäfer beklagte in harschen Worten die unlauteren Methoden des Westdeutschen Beobachters und wurde dafür 24 Stunden in Schutzhaft genommen. Der sogenannte Hauptschriftleiters wurde in einem anschließenden Verfahren zu 500 Reichsmark Geldbuße für seine ungebührliche Kritik verurteilt (23).
 
Doch Verhaftung und Verurteilung des Chefredakteurs der Kölnischen Zeitung im März 1935 trübte nicht das positive Bild, das das Regime von der Kölnischen Zeitung hatte. Die Staatspolizei des Regierungsbezirks Köln schreibt in ihrem Lagebericht vom Mai 1935: „Zu besonderen Beanstandungen haben die bürgerlichen Tageszeitungen in der Berichtszeit keinen Anlass gegeben.“ (24)
 
Juden an den Pranger
 
Im November 1938 gerieten dann die Juden in den Blick der bürgerlichen Zeitungen. Da waren die Nürnberger Gesetze schon drei Jahre alt und die Ausgrenzung und Verfolgung der Juden in Deutschland, nahezu unbeachtet von KZ und KVZ, schon weit fortgeschritten. Jetzt aber, ab dem 10. November 1938 wurden „die Juden“ täglich ins Blatt gerückt. Denn am 7. November 1938 wurde in Paris auf den deutschen Diplomaten Ernst Eduard vom Rath geschossen; Schütze war Herschel Grynszpan, ein Jude.
 
Die Judenpogrome am 9. November wurden von den Nazis als Antwort des deutschen Volkes auf den an diesem Tag verstorbenen Diplomaten dargestellt. Die Kölnische Zeitung meldet am 10. November: „Der Tod des Ersten Gesandtschaftsrats von Rath hat auch in Köln starke antijüdische Kundgebungen ausgelöst. Nach Bekanntwerden der Todesnachricht machte sich eine steigende Erregung bemerkbar, die in den frühen Morgenstunden des 10. November zu judenfeindlichen Demonstrationen führte. (...) Dabei richtete sich der Zorn der Kundgeber auch auf die Inneneinrichtungen jüdischer Geschäfte. Große Menschenmengen in den Straßen waren das Zeichen für die Erregung, die in der Stadt herrschte.“ (25)
 
Kommentiert wurden die Ereignisse nicht. Allerdings schreibt die Kölnische Zeitung am 12. November in einem eigenen Kommentar zu den Vorwürfen im Ausland, der Pogrom stelle das NS-Regime als eine brutale antisemitische Diktatur bloß: „Die Darlegungen des Reichspropagandaministers sprechen für sich selbst. Sie sollten die Kreise des Auslandes, die unvoreingenommen den deutschen Verhältnissen gegenüberstehen, von dem ungeheuren Schaden überzeugen, die die Tätigkeit der jüdischen Hetzblätter und der hinter ihnen stehenden Personen anrichtet. Diese Hetzer arbeiten genau so gegen den Frieden, wie es Churchill, Lloyd George und ihre Gesinnungsgenossen tun, die einen Präventivkrieg dem Münchner Abkommen vorgezogen hätten. Auch das Verbrechen in der Pariser Botschaft kommt auf das Konto jener Hetze und ihrer Hintermänner.“ (26)
 
Das war klassische antisemitische Verschwörerpropaganda, die ein kriegshetzendes und mordendes Weltjudentum phantasierte. In den Tagen nach dem Pogrom entdeckte die Kölnische Zeitung in von der Redaktion gezeichneten Beiträgen tatsächlich eine „jüdische Welthetze gegen das nationalsozialistische Deutschland“ und hielt möglicherweise kritischen Lesern vor, „die deutschen Juden sind die eigentlich Schuldigen“. Von einer Goebbels-Rede in Berlin berichtet die KZ: „Mit besonders stürmischem Beifall dankten die Anwesenden dem Minister für die Mitteilung, dass im Rahmen der jetzt ergriffenen Maßnahmen jüdische Geschäfte aus dem deutschen Wirtschaftsleben überhaupt zum Verschwinden gebracht und in arischen Besitz übergeführt würden.“ (27) So ging es auch in den folgenden Tagen weiter; „Die Lösung der Judenfrage“ lautete der Titel eines eigenen Berichts über einen Auftritt von Julius Schleicher am 15. November in Köln; mit der Titelzeile „Die Entjudung der Deutschen Wirtschaft“ machte die KZ ihre Morgenausgabe 6 Tage nach dem 9. November auf. (28)
 
Die Kölnische Volkszeitung stand ihrer größeren Konkurrenz kaum nach; der feine Unterschied war vielleicht, dass sie als Unterzeile unter ihre Titelgeschichte „Der Fall Grünspan“ schrieb: „Der „Völkische Beobachter“ veröffentlicht in seiner Ausgabe vom Samstag folgenden Artikel von Reichsminister Dr. Goebbels.“(29) Damit war immerhin der Urheber genannt und man konnte auf diese Weise eine vorsichtige distanzierte Haltung immerhin andeuten.


Informationen über die Mittäterschaft des Kölner DuMont-Verlags während der Nazi-Diktatur
Fotos: Reinhold Weißmann-Kieser


Hätten spätestens an diesem Zeitpunkt die bürgerlichen Zeitungen ihr Erscheinen einstellen sollen? Mit allen Folgen vielleicht nicht eines baldigen Bankrotts, wenigstens aber ausbleibender Umsätze und Gewinne und des Verlustes an Arbeitsplätzen? Ein Verlust an kritischen Beiträgen war ja nicht zu befürchten – es gab ja gar keine. Weil man nicht wollte? Nicht konnte? Wäre der Verzicht auf den Verkauf von Meinungen und Nachrichten der einzig mögliche – wenn auch einmalige – Protest gegen eine Diktatur gewesen, die direkt in den Krieg steuerte? Umgekehrt gefragt: War sich die Kölner bürgerliche Presse bewusst, dass sie hier einen ganz eigenen und gewichtigen Beitrag zur Judenverfolgung leistete? Gerade weil sie weniger schäumend als die NS-Presse im Kern dasselbe sagte: Dass nämlich die Juden eine Gefahr und ein Schaden für Deutschland seien und dafür bestraft werden müssten – in einer Zeit, in der „Strafe“ längst Pogrom, Konzentrationslager und aufziehende Vernichtung bedeutete.
 
Der Krieg beginnt
 
Auch den Weg in den Krieg gingen die Kölner Zeitungen mit. Im August 1938, als das Regime den Überfall auf die Tschechoslowakei vorbereitete, der nur kurzfristig durch das Münchner Abkommen aufgeschoben wurde, erregte sich die Kölnische Zeitung in einem eigenen Kommentar über einen angeblichen „Schmähartikel“ gegen deutsche Soldaten, der in einer tschechischen Zeitung erschienen war. „In den sudetendeutschen Gebieten ist die Empörung über diesen wüsten Überfall naturgemäß nicht geringer als in Deutschland. (...) Kein Wunder, dass der Angriff im ganzen sudetendeutschen Gebiet das Tagesgespräch bildet.“ (30) Von einer „Hasspsychose gegen alles Deutsche“ ist die Rede und von der Notwendigkeit, die tschechische Regierung zur Verantwortung zu ziehen.
 
Wenige Wochen später marschierte die Wehrmacht in den Westen der Republik ein, ein halbes Jahr später wurde die restliche Tschechoslowakei besetzt.
 
Nachdem Nazi-Deutschland am 1. September 1939 Polen überfallen hatte, stand die Presse noch eindeutiger im Dienst der Diktatur. Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht füllten die Seiten. Dazwischen finden sich jedoch immer wieder auch redaktionelle Beiträge, die Kriegsziele und Kriegführung belobigen. Den Luftkrieg gegen England, in dem 1941 ganze Städte in Schutt und Asche gelegt wurden, beschreibt die Zeitung am 24. März 1941 so: „Da die Brände die kriegswichtigen Ziele besonders gut beleuchteten, führten die deutschen Kampfmaschinen sehr oft auch Sturzangriffe gegen die in Flammen stehende Stadt durch, um dicht über der Erde ihre Sprengbomben mit großer Zielsicherheit auf die hell erleuchteten kriegswichtigen Anlagen abladen zu können. (...) Zufällig weilte am zweiten Tag der schweren deutschen Angriffe der australische Ministerpräsident Menzies in Plymouth. (...) Zweifellos dürfte (ihm) hier ein recht deutlicher Eindruck von der Kraft der Waffen des Landes vermittelt worden sein, das er in seinen Wunschträumen schon besiegt hat.“(31) In denselben Tagen des März 1941 macht sich die Zeitung in einem langen Artikel im Wirtschaftsteil Gedanken über – so der Titel – „Auflagengröße und Betriebsorganisationen. Ihr Einfluss auf den kriegswirtschaftlich angemessenen Gewinn.“ (32) Zu diesem Zeitpunkt ist, wie schon gesagt, die Auflage der Zeitung dank des Krieges auf 180.000 gestiegen.
 
Am 15. Juni 1941 feiert ein Major Schwelly den Sieg über Frankreich im Juni 1940 und leitet seinen Artikel in der „Kölnischen“ mit den Worten ein: „Der geniale Feldherrnwille des Führers hatte als Ziel die vollkommene Zerschlagung der französischen Wehrmacht vor Augen.“ Dann wird in höchsten Tönen der Kampfesmut der deutschen Soldaten gelobt (33) – eine Woche vor dem Überfall auf die Sowjetunion.
 
Hätte man zu diesem Zeitpunkt das Erscheinen der Zeitung einstellen sollen, die ja immer noch über mehr Reputation verfügte als die NS-Kampfblätter und die auch an der Front zur mentalen Aufrüstung der Soldaten eingesetzt wurde? Der genuine und von den NS-Kampfblättern zumindest in der Diktion unterscheidbare Beitrag zur Fortsetzung des terroristischen Krieges und zum Zusammenhalt des Regimes war ja erheblich – und sollte es nach dem Willen der Nazis auch sein. Oder hätte man sich erst verweigern müssen, als man folgendes sich anschickte zu schreiben – genötigt oder aus wie freien Stücken auch immer:
 
„Das Agentennetz, das der Bolschewismus über die Erde gespannt hatte, war aus dunkeln Existenzen gebildet, die sich nicht etwa auf ihr Russentum, sondern auf ihre völkische Wurzellosigkeit stolz beriefen. (...) Diese Gruppen, geistig gespeist von einem längst überwundenen öden Rationalismus, von persönlichem Ehrgeiz getrieben und von jüdischem Demagogentum immer wieder ermuntert, haben das russische Volk nicht nur den Wegen des Elendes, sondern auch einer falschen Einschätzung der Wirklichkeit zugetrieben. (...) Der Augenblick ist von bewegender Größe: denn der Kampf, der nunmehr offen entbrannt ist, wird den Nachweis erbringen, welche Revolution die größere innere Schwungkraft, den mächtigeren ideellen Gehalt und die stärkere militärische Macht aufbieten kann, die Revolution von 1933 oder die von 1917. Der Sowjetunion und ihrer Weltanschauung wird jetzt eine Bewährungsprobe abgefordert, von der ihr ganzes Sein abhängt. Das Ende ist leicht vorauszusagen: Mit der Zerschlagung ihrer Armeen wird die Zerschlagung des Systems einhergehen.“ (34)
 
Wohlgemerkt, die Kölnische Zeitung schrieb das in einem Kommentar. Ohne den sonst üblichen Bezug auf Regierungsäußerungen wurden hier die eigenen Rechtfertigungen für den Angriff auf die Sowjetunion dargelegt.
 
In seinen Erinnerungen schreibt der damalige Redakteur der Kölnischen Zeitung, Josef Hofmann, man habe dennoch „durchblicken lassen, dass man nicht (immer) von der (offiziellen) Meinung überzeugt sei“(35) Er schildert einen Vorfall, der sich wenige Monate später zugetragen hat. Die Reichspressekammer habe von allen Zeitungen Artikel des Inhalts eingefordert, der Krieg sei bereits gewonnen. Die Redaktion sei, erinnert sich Hofmann, nicht dieser Ansicht gewesen und habe nach einiger Diskussion entschieden, einen Artikel zu schreiben, in dem die Behauptung vom bereits gewonnenen Krieg als Zitat von Goebbels auftauchen solle. Hofmann schreibt dann: „Mit solchen Feinheiten musste damals eine Redaktion arbeiten, die eingeklemmt war in dem Dreieck ihres Willens nach Objektivität, ihres Wunsches, die Zeitung am Leben zu erhalten und den strengen Anweisungen des Propagandaministeriums.“(36)
 
War man noch derart eingeklemmt, als man im Dezember 1944, wenige Monate vor Kriegsende Durchhalteparolen als „Eigene Meldung“ verbreitete? Oder waren solche Parolen nur vom neuen „Hauptschriftleiter“ Heinrich Tötter zu verantworten, der am 9. September 1944 vom Westdeutschen Beobachter zur Kölnischen Zeitung wechselte(37)? Jedenfalls schrieb die Zeitung am 14. Dezember: „Zuerst muss der (Gegner) die Rur in ihrer vollen Breite erreichen, dann muss er sie überqueren, darauf kann er erst zu der bereits im Oktober vorgesehenen Hauptoffensive gegen Köln schreiten. Vor und an der Rur wird also um jedes Meter Boden, auch um jede Spanne Zeit gerungen. Um jede Woche mehr wird die deutsche Abwehr stärker, um jede Woche mehr nähert sich der Zeitpunkt, da eine deutsche Luftmacht auch stark beeinflussend auf die Frontkämpfe einwirken wird.“(38)
 
Abschließend ein letztes Zitat aus dem Kommentar der KZ vom 26. Januar 1945, die US-Amerikaner standen vor Köln, die Sowjetunion vor Berlin: „Es handelt sich bei unseren Truppen um intakte und kampfkräftige Verbände, die weder Kopf noch Mut verloren, sondern im festen Vertrauen auf die vor der Front anlaufenden Gegenmaßnahmen dem Gegner einen bravoureusen Kampf liefern und immer noch die befohlenen Linien erreichten. Gleichermaßen beispielhaft für den Willen zur Abwehr um jeden Preis sind die Volkssturmbataillone, deren Männer nur zu gut wissen, dass alle bisherigen und künftigen Opfer immer noch leichter zu ertragen sind als die Kapitulation vor dem Bolschewismus.“
 
Möglicherweise haben die Leser der Zeitung nur noch müde gelächelt, als sie das lasen. Heute allerdings sollte ein Verlag endlich die Verantwortung dafür übernehmen, dass er in allen wesentlichen Bereichen vor und während des Krieges die Politik der Nazi-Diktatur verbreitet und durch eigene Kommentare wissentlich gestützt hat. Es gibt keinen akzeptablen Grund, diese Mittäterschaft zu verschweigen, zu beschönigen oder zu verdrängen. (PK)
 
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1 Dietmar/Jung 2002, S. 241ff ; Bilz/Jung 1993, S. 24.
2 Klein 1995, S. 469.
3 Hofmann 1977, S. 95ff.
4 Hofmann 1977, S. 100. Man musste für die 5.000 bis 6.000 Abonnenten nicht auf einen Schlag bezahlen; der Vertrag mit dem Herausgeberverlag der KVZ, Chamier, sah monatlich 1.- Reichsmark pro Kopf vor, maximal 18 Monate zuzüglich einer Abschlusszahlung von 5.- Reichsmark (ebd.).
5 Weinhold 1969, S. 291.
6 Ebd.
7 Budde 1994, S. 139; Hofmann 1977, S. 100. Weinhold gibt höhere Zahlen für die Kölnische Zeitung/Kölner Stadtanzeiger an; der Grund: die Kölnische Zeitung als Beilage der KZ wurde auch zusätzlich eigenständig vertrieben: Weinhold 1969, S. 278.
8 Klein 1995, S. 469.
9 Weinhold 1969, S. 291.
10 Niederschrift Wilhelm Fischer, S. 13ff., o. O. u. J. (Bibliothek EL-DE-Haus). Bestätigt wird diese Einschätzung von den Berichten der Staatspolizei (Regierungsbezirk Köln, Febr. 35): „Es muss allerdings gesagt werden, dass die nationalsozialistische Presse noch in vielen Fällen nicht aus innerer Neigung gehalten wird. Man bezieht deshalb nebenbei noch eine andere bürgerliche Zeitung, die man wirklich liest.“   Klein 1995, S. 473.
11 Budde 1994, S. 136; KZ vom 5.10. 1933, „Randnotizen“.
12 Z.B. am 22. Februar 1933, „Neue Zeitungsverbote“.
13 Kölnische Volkszeitung, Ausgabe vom 23.2.1933, „Die Faustherrschaft“.
14 Ausgaben von KZ, KVZ und WB (Westdeutscher Beobachter) vom 1. März und den folgenden Tagen.
15 KZ vom 2. Mai 1933, „Der Sinn der Feier“.
16 KZ vom 21. Mai 1933.
17 KVZ vom 25. Mai 1933, „Die schwarze Liste der Bücher“.
18 KZ vom 20. Mai 1933.
19 KZ, 14. März 1933, „Die Stadt Köln“.
20 Gewiss nicht alle, besonders die nicht, die mit privater Bereicherung zu tun haben und die der Westdeutsche Beobachter genüsslich aufzählt; die KZ verlegt sich eher aufs Grundsätzliche und kritisiert„ausgesprochene Fehlinvestitionen, wie beispielsweise die Müllverwertungsanstalt“.
21 KVZ vom 14. März 1933.
22 Weinhold 1969: Auf ihr „Fortbestehen legten damals Partei und Staat Wert“ (S. 281).
23 Weinhold 1969, S. 284; Klein 1995, S. 474f.
24 Klein 1995, S. 476.
25 KZ vom 10.11. 1938, „Waffenbesitz für Juden verboten“.
26 KZ vom 12.11. 1938, „Die Folgen des Falls Grünspan“.
27 KZ vom 13. und 14.11. 1938.
28 KZ vom 16.11. 1938.
29 KVZ vom 12.11. 1938; am Tag nach den Schüssen allerdings schwang sich auch die KVZ in einem Kommentar zu dem Satz auf: „Dieser Mordanschlag muss schwere Folgen für die Juden in Deutschland und zwar auch für die ausländischen Juden haben.“ (KVZ vom 8.11. 1938, „Die Hintergründe“).
30 KZ vom 31.8. 1938.
31 KZ vom 24.3. 1941.
32 KZ vom 27.3. 1941.
33 KZ vom 15.6. 1941.
34 KZ vom 25.6. 1941, „Der neue alte Feind. Russlands Verrat – Deutschlands Auftrag“.
35 Hofmann 1977, S. 110.
36 ebd.
37 Oelze 1990, S. 24.
38 KZ vom 14.12. 1944.
 
Quellen
Mikrofilm-Ausgaben der Zeitungen
Kölnische Volkszeitung
Kölnische Zeitung
Westdeutscher Beobachter.
Alle: EL-DE-Haus Bibliothek, Köln.
 
Literatur
* Bilz, Fritz/Jung, Werner: Köln und der 30. Januar 1933, Köln 1993.
* Budde, Vanja: Die Auseinandersetzung der Kölnischen Zeitung mit dem Nationalsozialismus 1930-1934, Köln 1994. Unveröffentlichte Magisterarbeit am Historischen Seminar der Universität Köln; ELDE-Haus Bibliothek, Köln.
* Dietmar, Carl / Jung, Werner: Kleine illustrierte Geschichte der Stadt Köln, Köln 1996.
* Hofmann, Josef: Journalist in Republik, Diktatur und Besatzungszeit. Erinnerungen 1916-1947, Mainz 1977.
* Klein, Arnold: Presse in Köln 1933-1945, Köln 1995. Unveröffentlichte Sammlung; ELDE-Haus Bibliothek, Köln.
* Oelze, Klaus-Dieter: Das Feuilleton der Kölnischen Zeitung im Dritten Reich, Frankfurt 1990.
* Rügemer, Werner: Colonia Corrupta, Münster 2006.
* Weinhold, Kurt: 1620-1970, Die Geschichte eines Zeitungshauses, Köln 1969.



 


Online-Flyer Nr. 135  vom 27.02.2008

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Von Kostas Koufogiorgos
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