Köln (NRhZ 863, 27.05.2026) – Nächste Ausgabe am 10. Juni 2026Liebe NRhZ-LeserInnen, die NRhZ-Ausgabe 863 ist da. Einige Artikel kommen noch hinzu. Seit dem 15. Februar 2025 läuft die Kampagne "Für ein neutrales Deutschland" mit der Möglichkeit zum Unterzeichnen (über deutschlandNEUTRAL.de). Mehr als 7000 Menschen haben das bereits wahrgenommen. 154 Erstunterzeichner und 66 Organisationen bzw. Initiativen unterstützen die Kampagne. Wir wünschen anregende Lektüre und Motivation zu eigenem Handeln. Für Eure – auch finanzielle – Unterstützung bedanken wir uns SEHR!! Hier das Konto: "Anneliese Fikentscher, IBAN: DE76 3701 0050 0405 2275 03, BIC: PBNKDEFF, Stichwort: NRhZ". Wer den NRhZ-Newsletter zugeschickt haben möchte, richte bitte eine eMail mit dem Betreff "NRhZ-Newsletter" an arbeiterfotografie(at)t-online.de mehr...
Aktuelles vom 27.05.2026
Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die NATO
Dieses Friedensspektakel ist in Wirklichkeit ein Kriegsspektakel
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Die NATO-Hörigkeit der "Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe" hat Tradition. Bereits vor 24 Jahren, am 8. Juni 2002, hat sie ihren "Westfälischen Friedenspreis" an Carla Del Ponte vergeben, Chefanklägerin beim NATO-Tribunal gegen den jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic. Klaus Hartmann, seinerzeit Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes und Vizepräsident des Internationalen Komitees zur Verteidigung von Slobodan Milosevic, führte dazu im Rahmen der Proteste in Münster am Tag der Preisverleihung aus: "Liebe Friedensfreunde, Bürgerinnen und Bürger von Münster! Was erleben wir heute in dieser Stadt? Keine Frage: Ein Riesenspektakel... Unser Anliegen ist...: klarzumachen, dass dieses Friedensspektakel in Wirklichkeit ein Kriegsspektakel ist! ... Dieses sogenannte 'Tribunal' in Den Haag ist die Fortsetzung der Aggression mit den vorgeblichen Mitteln von Justiz zu dem erklärten Zweck des Endsiegs der NATO im Propagandakrieg. Dieses sogenannte 'Tribunal' setzt die Opfer auf die Anklagebank, und die Täter sitzen zu Gericht. In dieser verkehrten Welt ist es völlig klar, dass Del Ponte heute einen 'Friedens'-Preis und nicht den Kriegspreis bekommt, denn wir erleben die Orwell’sche Sprachverwirrung, die Umwertung aller Werte, nach dem die NATO eine Friedensbewegung ist, und Krieg Frieden bedeutet." mehr...
Aktuelles vom 27.05.2026
Erklärung vom 22. Mai 2026
DGB-Kongress: zartes Friedenspflänzchen im NATO-Gestrüpp
Von NRhZ und Bundesverband Arbeiterfotografie
Es hatte im Vorfeld des DGB-Bundeskongresses, der vom 10. bis 13. Mai 2026 in Berlin stattfand, friedenspolitischen Druck aus Gewerkschafter-Kreisen gegeben – so von der Initiative SAG NEIN! mit dem Aufruf "Für einen antimilitaristischen Aufbruch statt dem Versacken im Burgfrieden. Delegierte, Sagt NEIN!" und von mehr als 200 IG Metall-Vertrauensleuten bei Ford in Köln mit der Resolution "Nein zur Kriegswirtschaft – Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege!". Diese Impulse haben sich ausgewirkt. mehr...
Aktuelles vom 27.05.2026
Offener Brief an Danica Bensmail, Bundesvorsitzende der Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion DJU in Verdi und Frank Werneke, Verdi-Bundesvorsitzender, in Sachen Hüseyin Dogru
Es reicht! Wacht endlich auf! Meldet Euch zu Wort und zeigt Solidarität!
Von Rüdiger Göbel
Liebe Danica Bensmail, lieber Frank Werneke, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) in Verdi feiert in diesem Jahr ihr 75jähriges Bestehen. Ein gutes Drittel dieser Zeit bin ich mit dabei, zur 25jährigen Mitgliedschaft habt Ihr mir eine Ehrennadel geschickt. Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai hast Du, liebe Danica Bensmail, als DJU-Bundesgeschäftsführerin unter der Schlagzeile »Pressefreiheit muss auch heute verteidigt werden« bekundet: »Die Frage, unter welchen Bedingungen Journalist*innen sicher und unabhängig arbeiten können, ist heute ebenso aktuell wie zur Gründung der DJU. (…) zunehmende Attacken auf Medienschaffende zeigen, dass Pressefreiheit nicht selbstverständlich ist, sondern aktiv geschützt werden muss – jeden Tag.« mehr...
Aktuelles vom 13.05.2026
Rede am 07.05.2026 im Europäischen Parlament per Online-Teilnahme
EU: Friedhof der Freiheit
Von Hüseyin Dogru
Meine Damen und Herren, sehr geehrte Mitglieder des Europäischen Parlaments, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde, liebe Genossinnen und Genossen – insbesondere diejenigen, die diese wichtige Veranstaltung organisiert haben –, ich danke Ihnen für die Einladung und dafür, dass Sie mir die Gelegenheit geben, heute zu Ihnen zu sprechen. Leider kann ich heute nicht persönlich bei Ihnen sein, da mir die deutsche Regierung die Erlaubnis verweigert hat, als Journalist an dieser Veranstaltung zum Thema Meinungsfreiheit teilzunehmen. Ich stehe heute nicht vor Ihnen, weil ich freigesprochen wurde. Ich stehe vor Ihnen, weil gegen mich nie Anklage erhoben wurde. Und das sollte Sie alle beunruhigen. Wie einige von Ihnen vielleicht bereits wissen, heiße ich Hüseyin Dogru. Ich bin deutscher Staatsbürger, Vater von drei Kindern, Journalist und Gründer von red., einem inzwischen eingestellten englischsprachigen Medienunternehmen. Am 20. Mai 2025 wurde ich auf eine EU-Sanktionsliste gesetzt. Nicht nach einer strafrechtlichen Verurteilung. Nicht nach einem Prozess. Nicht nachdem ein Gericht Beweise gegen mich geprüft hatte. mehr...
Aktuelles vom 15.03.2026
Erklärung vom 15. März 2026
Schluss mit den menschenverachtenden EU-Sanktionen!
Von NRhZ-Redaktion und Bundesverband Arbeiterfotografie
Es zeigt sich: die EU ist ein Konstrukt jenseits jeder Rechtsstaatlichkeit. Mittels sogenannter Sanktionen sollen Menschenrechte politisch Missliebiger wie z.B. der im russischen Exil lebenden Journalisten Thomas Röper und Alina Lipp, des in Berlin lebenden deutschen Staatsbürgers Hüseyin Dogru oder des in Brüssel lebenden Schweizers Jacques Baud vom EU-Rat unter Umgehung jeder Gerichtsbarkeit ausgeschaltet werden - nur weil sie in Sachen Ukraine oder Palästina die "falsche" Meinung haben oder verbreiten. mehr...
Inland vom 27.05.2026
Über das schwierige Verhältnis zur AfD – Zehn Thesen für eine klare Positionierung, mit der das BSW die politische Repräsentationslücke in Deutschland erfolgreich schließen kann
Das BSW am Scheideweg des Interregnums (*)
Von Bernd Schoepe
„Das BSW weicht die Brandmauer nach rechts auf. Damit könnte es die politische Landschaft langfristig am stärksten erschüttern.“ (Daniel Bax: Bald an der Macht – aber mit Risiko, Taz, 30.11.2024) „Die Geschichte wird nicht von unbeweglichen, unveränderlichen Einheiten gemacht. Die Gegenwart muss ausgehend von den Transformationen gedacht werden, die ihre Struktur fortwährend verändern. Wir haben eine Demokratie in Auflösung erlebt – im Interesse finanzwirtschaftlicher Kräfte. Die Parteien als Massenbewegungen wurden zusammen mit der Welt des 20.Jahrhunderts zerstört. Heute sind die wichtigsten systemtragenden Formationen nur noch Organisationseinheiten zur Steuerung des kollektiven Konsenses (…) Unter Einfluss von Lobbys und Konzernen wurden zentrale Bereiche der öffentlichen Wirtschaft privatisiert, Dienstleistungsmärkte liberalisiert sowie soziale Sicherung und Arbeitnehmerrechte geschwächt – ohne wesentliche Unterschiede zwischen den politischen Lagern. Dieser Transfer von Wohlstand von Arbeitenden zu Spekulierenden ging mit einer Einschränkung der Volkssouveränität einher. Profitiert haben vor allem transnationale Institutionen (…). Darauf muss mit einer klaren Antwort reagiert werden: Souveränität und Frieden. Die Umwälzungen globaler Eliten dürfen nicht länger passiv hingenommen werden – ohne nostalgische Verklärungen oder künstliche Barrieren.“ (Marco Rizzo, italienischer Politiker, Anführer der linkspopulistischen Bewegung „Democrazia Sovrana e Popolare“ (DSP), Berliner Zeitung, 25.02.2026.) mehr...
Inland vom 29.04.2026
Aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 56
Vorhang auf für den Montagsspaziergänger
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Vor fünf Jahren trat er zum ersten Mal hinaus – einer von Abertausenden, die sich an jenen kalten Montagabenden auf die Straße wagten. Der Montagsspaziergänger. Kein Held im klassischen Sinne, kein Redner, kein Organisator. Einfach ein Mensch, der ging. Mit festem Schritt, oft allein, oft in kleinen Gruppen, durch Wind und Regen, durch Polizeiketten und medialen Spott. Er ging, weil er begriff, dass hier etwas Grundsätzliches auf dem Spiel stand: die Würde des freien Menschen. Gleich zu Beginn der Corona-Operation war klar, dass es sich um eine Inszenierung gehandelt hat. Denn laut RKI war die Zahl der fiebrig Atemwegserkrankten zum Zeitpunkt des Lockdown-Beginns im März 2020 auf einem Tiefpunkt – geringer als in den Wochen und auch in den Jahren zuvor. Dennoch wurde eine ganze Gesellschaft in Angst und Ausnahmezustand versetzt. mehr...
Inland vom 29.04.2026
Parteitag des NRW-Landesverbands der Basisdemokratischen Partei Deutschland (dieBasis), Leverkusen, 25. und 26. April 2026
Neutralität ins Grundgesetz
Aus der Pressemitteilung dieBasis NRW
Am 25. und 26. April 2026 fand in Leverkusen der 5. ordentliche Landesparteitag des Landesverbands Nordrhein-Westfalen der Basisdemokratischen Partei Deutschland (dieBasis NRW) statt. Neben turnusgemäßen Neuwahlen stand der Parteitag im Zeichen intensiver inhaltlicher Beratungen und wichtiger politischer Weichenstellungen. Die Mitgliederversammlung wählte erfolgreich einen neuen, 13-köpfigen Landesvorstand und fasste mehrere richtungsweisende Beschlüsse - darunter den, für die Aufnahme der Neutralität ins Grundgesetz einzutreten. mehr...
Globales vom 27.05.2026
Donald Trump hat sich bei den Iranern eine blutige Nase geholt
Trumps letzte Hoffnung: Kuba!
Von Hermann Ploppa
Der amtierende US-Präsident benötigt dringend einen vorzeigbaren Erfolg für die Zwischenwahlen im November dieses Jahres. Da bleibt nur der Überfall auf einen schwachen Staat. Selbst wenn der US-Präsident jetzt noch einmal eskaliert und zum großen Schlag gegen das Reich der Perser ausholt: gewinnen kann er nicht mehr. Denn die Lage ist zu verwickelt. Und es zeigt sich gnadenlos, was auch kluge Denker im Dunstkreis der US-Eliten immer wieder feststellen: die USA können zwar noch immer Kriege gewinnen. Aber den Frieden haben sie in den letzten vier Jahrzehnten immer wieder verloren. Die USA können nur noch missliebige Strukturen zerstören. Aber anders als nach dem Zweiten Weltkrieg sind sie nicht mehr in der Lage, das alte System durch neue Strukturen zu überschreiben. mehr...
Globales vom 27.05.2026
Eine "Terra incognita", ein unbekanntes Land, scheint Belarus für viele zu sein. Dabei liegt es mitten in Europa. Eine Gruppe Deutscher hat sich auf den Weg gemacht, um es kennenzulernen.
Belarus: Ein unbekanntes Land des Friedens
Reisebericht von Tilo Gräser
Wer anderen in Deutschland sagt, dass er nach Belarus fahren will, erntet mindestens Verwunderung. Dafür sorgt nicht nur die weitverbreitete Unkenntnis über das Land. Dazu trägt ebenfalls die massenmediale Einseitigkeit in den Berichten über das Land zwischen Polen und Russland bei. Die laufen alle unter dem Stichwort «Diktatur». Wer sich in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender über Belarus informieren will, findet dort derzeit nichts anderes. Das führt dann dazu, dass diejenigen, die dennoch hinfahren, besorgt gefragt werden, ob das nicht gefährlich sei. Das wird auch ganz regierungsoffiziell befeuert. So heißt es beim bundesdeutschen Auswärtigen Amt in der «Reisewarnung» zu Belarus: «Verhaftungen und Verurteilungen können jederzeit, auch aufgrund konstruierter Vorwände, erfolgen. Sie können als politisches Druckmittel dienen; lange Haftstrafen unter harten Bedingungen sind möglich, bei schwerwiegenderen Vorwürfen (darunter ‹Sabotage gegen den Staat› oder ‹Terrorismus›) auch die Verhängung der Todesstrafe.» So gefährlich soll es in der angeblichen Diktatur von Langzeit-Präsident Alexander Lukaschenko sein. Und viele in Deutschland glauben das, wenn es doch Regierung und «Leitmedien» behaupten. Das tun diese insbesondere seit 2020. Damals kam es in dem Land zu Protesten, angeblich nur für «Demokratie» und «Freiheit». mehr...
Globales vom 27.05.2026
Gemeinsame Erklärung vom 20. Mai 2026
Zur Gestaltung einer multipolaren Welt und internationaler Beziehungen neuer Art
Von Russischer Föderation und Volksrepublik China
Die Russische Föderation und die Volksrepublik China (im Folgenden „die Vertragsparteien“), Zivilisationen mit einer langen Geschichte, Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen (UNO) und ständige Mitglieder ihres Sicherheitsrats, wichtige Machtzentren einer multipolaren Welt, die eine konstruktive Rolle bei der Aufrechterhaltung des globalen Kräftegleichgewichts und der Verbesserung des Systems der internationalen Beziehungen spielen, geleitet von den Grundsätzen der Gemeinsamen Erklärung Russlands und Chinas über eine multipolare Welt und die Gestaltung einer neuen internationalen Ordnung vom 23. April 1997, der Gemeinsamen Erklärung der Russischen Föderation und der Volksrepublik China zur internationalen Ordnung im 21. Jahrhundert vom 1. Juli 2005, der Gemeinsamen Erklärung der Russischen Föderation und der Volksrepublik China zur aktuellen Weltlage und zu wichtigen internationalen Problemen vom 4. Juli 2017, der Gemeinsamen Erklärung der Russischen Föderation und der Volksrepublik China über die internationalen Beziehungen, die in eine neue Ära eintreten, und die globale nachhaltige Entwicklung vom 4. Februar 2022, erklären Folgendes: mehr...
Globales vom 29.04.2026
Aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 56
Die Jahrhundertlüge
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Kürzlich nach einem Vortrag zur Neutralität mit der Aussage, dass Deutschland infolge des am 12. September 1990 unterzeichneten 2+4-Vertrags im Besitz voller Souveränität ist, um die Neutralität zu erklären, war es wieder soweit – wie in unzähligen Malen zuvor, dass vorgebracht wurde, was die Souveränitätserklärung angeblich wirkungslos mache. Diesmal war es ein Geschoss mit einer zerschmetternden Bezeichnung, das die Souveränität torpediert. Sein Name: "Die Jahrhundertlüge". In diesem 285-Seiten-Werk eines Holger Fröhner sei ausgeführt, dass die Behauptung von der Souveränität eine Lüge sei. Der 2+4-Vertrag sei das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Entscheidend sei das am 3. Oktober 1990 in Kraft getretene "Übereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in Bezug auf Berlin", das die Souveränität zunichte mache. Das Buch gebe es auch als PDF im Netz. Dort sei alles nachzulesen. mehr...
Globales vom 29.04.2026
Aktion wegen der EU-Sanktionen gegen Einzelpersonen
Menschenrechtsverachtende Sanktionen mit dem deutschen Grundgesetz unvereinbar
Von Gemeinwohl-Lobby
Seit einem NATO-Gipfelbeschluss von 2023 geht die EU mit einem Bannstrahl gegen kritische Publizisten vor. Diese Sanktionen, die mit dem 17. Sanktionspaket der EU auch Journalisten/Publizisten aus der EU trifft, verletzen sämtliche Menschenrechte und können tödlich sein – trotzdem haben alle EU-Staaten dem zugestimmt. Wir haben die EU-Verordnung etwas näher angeschaut. Unter Artikel 15 der EU-Verordnung für Sanktionen findet man die folgende Bestimmung: "Die Mitgliedstaaten legen für Verstöße gegen diese Verordnung Sanktionen fest und treffen alle für die Sicherstellung ihrer Anwendung erforderlichen Maßnahmen. Die vorgesehenen Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein." (EU-Verordnung EU 2024/1226) So ist aktuell besonders der Journalist Hüseyin Dogru und seine Familie mit drei Kindern betroffen, die beiden jüngsten Zwillinge sind gerade ein halbes Jahr alt. mehr...
Globales vom 29.04.2026
Vortrag vor der Friko Berlin am 12. April 2026
Vom Internationalen Recht zur regelbasierten Ordnung … und zurück
Von George Pumphrey
Das Völkerrecht der Nachkriegszeit schaffte einen Rahmen der relativen Sicherheit. Die meisten Leute machten sich kaum Gedanken darüber, was das Völkerrecht eigentlich ist, wie sicher es ist oder wie man es schützen und verstärken kann. Wir hielten es einfach für selbstverständlich. Was in Deutschland als „das Völkerrecht“ bezeichnet wird, ist ein Ergebnis des Sieges über den deutschen Faschismus im Zweiten Weltkrieg. Es ist ein System von Normen, das auf der souveränen Gleichheit der Nationen beruht. Es fußt auf einer demokratischen, konsensbasierten Entscheidungsfindung mit dem gemeinsamen Ziel, einen Weltkrieg zu verhindern. Es ist eine konsequente Folge der Nürnberger Tribunale nach dem Zweiten Weltkrieg. mehr...
Krieg und Frieden vom 27.05.2026
Wie Seemächte Wirtschaftskrieg zur Norm machen
Vom Hungerkrieg 1914 zur Blockade von Hormus
Von Wolfgang Effenberger
Den offenen Krieg haben nicht Iran, sondern USA/Israel durch massive Luftschläge und Raketenangriffe auf iranisches Territorium begonnen; Iran reagiert darauf mit Gegenangriffen und der Militarisierung von Hormus. Die US-Seeblockade, die nun im Zentrum steht, ist keine Verteidigungsmaßnahme, sondern ein nachgelagertes Instrument, um Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen und sein Verhalten zu erzwingen. Irans Übergriffe in Hormus – Minen, Drohungen, Angriffe auf Schiffe – sind völkerrechtlich ebenfalls klar problematisch, aber sie stehen in der Kette als Reaktion auf vorherige militärische Angriffe und Sanktionen, nicht als erster Auslöser der aktuellen Eskalation. Die Straße von Hormus ist einer der verwundbarsten Punkte der Weltwirtschaft. Ein Großteil des globalen Öl- und Flüssiggasexports läuft durch diese schmale Meerenge zwischen Iran und der arabischen Halbinsel. Jeder Stau, jede Drohung, jede gezielte Blockade wird sofort zur Weltmarkt-Nachricht, zum Risikoaufschlag auf Energiepreise und zur Belastungsprobe für die sogenannte regelbasierte Ordnung. In diesem Nadelöhr tragen die USA unter Präsident Trump und die Islamische Republik Iran ihren Konflikt nicht mehr nur mit Luftschlägen und Raketen aus, sondern mit einem Instrument, das historisch eine eigene, dunkle Tradition hat: der Seeblockade. mehr...
Krieg und Frieden vom 15.05.2026
Resolution
Nein zur Kriegswirtschaft – Wir geben unsere Kinder nicht für Kriege!
Von IG Metall-Vertrauenskörper der Ford-Werke in Köln
Der IG Metall-Vertrauenskörper der Ford-Werke in Köln schaut mit großer Sorge auf die weltweite Aufrüstung und zunehmenden Kriege. In Deutschland werden bereits erste Werke zur Umstellung auf Rüstungsproduktion gesucht. Wer uns damit Arbeitsplätze verspricht, versucht auf üble Weise die Existenzängste der Belegschaften in der Autoindustrie auszunutzen. Aufrüstung sichert nicht den Frieden, sondern bereitet Kriege vor. Wenn die Regierung einen „Notstand“ ausruft, wird das Streikrecht beschnitten, gibt es Arbeitsverpflichtung und Anordnungen zu extremer Arbeitszeitausdehnung. Im „Kriegsfall“ kommt laut „Arbeitssicherstellungsgesetz“ (ASG) eine Zwangsverpflichtung unter Androhung von Gefängnis für sogenannte Spezialisten aller Berufsgruppen hinzu. mehr...
Krieg und Frieden vom 08.04.2026
Die Machenschaften der NATO durchschauen
Neutralität? Ja bitte, dann aber richtig!
Von Markus Heizmann (Bündnis gegen Krieg, Basel)
Was ist Neutralität? Wer ist neutral? Das Lexikon gibt uns Auskunft: Neutralität Bedeutung/Definition: "1) unparteiische, unvoreingenommene Haltung 2) Haltung eines Staates, sich nicht an einem bestimmten Konflikt oder an Konflikten im Allgemeinen zu beteiligen und keine Konfliktpartei zu unterstützen [...]" Wenn wir uns fragen, welcher Staat überhaupt „neutral“ ist wenn wir uns an die obige Definition halten, dann ist die Antwort einfach: Kein einziger! Zwar sind es, gemäß DuckDuckGo AI (1) weltweit 24 Länder, die in der Vergangenheit ihre Neutralität erklärt haben und die daher angeblich neutral sein sollen: Schweiz, Österreich, Irland, Schweden, Finnland, Belgien, Dänemark, Malta, Sultanat Brunei, Katar, Vanuatu, Mongolei, Costa Rica, Papua-Neuguinea, Liechtenstein, Zypern, Südafrika, Saudi-Arabien, Mali, Mazedonien, Tadschikistan, Ecuador, Tonga, Simbabwe. In der Tat eine beeindruckende Liste, die wir indes so nicht hinnehmen dürfen. So haben sich zum Beispiel Schweden und Finnland bereits offiziell von der Neutralität verabschiedet, und sie sind nun Mitglieder beim Angriffsbündnis NATO. Nebst dieser offensichtlichen Abkehr von der Neutralität kann kein einziges der oben genannten Länder wirklich neutral genannt werden. Natürlich gelten zum Beispiel die Schweiz, Österreich und Irland als Musterknaben unter den sogenannt neutralen Länder. Dass damit der Welt und nicht zuletzt den betroffenen Völkern der genannten Länder Sand in die Augen gestreut wird, ist offensichtlich. Wer, bzw. was also ist neutral? mehr...
Krieg und Frieden vom 14.03.2026
Angesichts der Weltlage
Da gibt es nur eins: Deutschland NEUTRAL!
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Die Kriegsdrehscheibe Ramstein hat für die USA eine wichtige Funktion bei der Führung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen den Iran. Zu dieser Erkenntnis kommen zwei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten diesseits und jenseits der von NATO-Kreisen errichteten, so genannten Brandmauer: die BSW-Politikerin Sevim Dagdelen und der AfD-nahe Ökonom Prof. Max Otte. Daraus ergibt sich: Deutschland könnte – ähnlich wie bereits Spanien – ein deutliches Signal setzen und den USA die Nutzung der Kriegsdrehscheiben in Deutschland untersagen. Dafür gibt es eine auf der Hand liegende Möglichkeit. Das ist die Kündigung des Vertrags über den Aufenthalt ausländischer Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland – kurz Truppenstationierungsvertrag. Damit würden alle Militäreinrichtungen der USA und der NATO aus Deutschland verbannt. Innerhalb von zwei Jahren müssten sie geschlossen werden. mehr...
Krieg und Frieden vom 16.08.2025
Wichtige friedenspolitische Impulse – darunter vom Gründungskongress des BSW-Jugendverbands
Neutralität auf dem Vormarsch
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Es geht in Deutschland vorwärts mit dem Neutralitätsgedanken als Friedensimpuls. Beim Gründungskongress des BSW-Jugendverbands (JSW) in Bochum wurde am 26. Juli 2025 mit großer Mehrheit (80 bis 90 Prozent) beschlossen: "Eine neutrale Bundesrepublik und demnach ihr NATO-Austritt soll als Weiterführung der Ideen der Mutterpartei ein Ziel des Jugendverbandes des BSW sein." In der Begründung zu dem Antrag heißt es: "Die Bundesrepublik sollte eine vermittelnde Rolle in den Konflikten der Welt einnehmen, sich für Völkerfreundschaft und Verständigung einsetzen statt für Militarisierung, Aufrüstung und Kriegstreiberei zu werben. Die NATO-Mitgliedschaft steht diesem Ziel im Weg. Mit Mitgliedschaft der NATO gibt die Bundesrepublik eigene außenpolitische Interessen auf und unterwirft sich denen der USA und ihrer Verbündeten." Und seit dem 20. August ist das Jugendbündnis Sahra Wagenknecht (JSW) unterstützende Organisation der Kampagne "Für ein Neutrales Deutschland". mehr...
Krieg und Frieden vom 01.12.2023
Konferenz "Frieden ohne NATO" am 25. und 26. November 2023 in Köln
NATO raus aus Deutschland – NATO raus aus Europa
Von NRhZ-Redaktion
Das waren zwei gelungene friedenspolitische Konferenztage in Köln mit ca. 180 Menschen vor Ort und erkenntnisreichen Vorträgen und Debatten – moderiert von Anneliese Fikentscher. Alles lief in guter Atmosphäre. Die Technik war perfekt. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Die Vorträge erhielten viel Beifall – bis hin zu lang anhaltenden Standing Ovations. Auch schriftliche Reaktionen spiegeln die Stimmung unter den Anwesenden wider: "Die Friedenskonferenz hat mich sehr berührt. Sooo viel Empathie und neue Bekannte. Es schwingt alles noch nach." "Eine großartige Sache." "Sehr inspirierend" "Ihr habt da etwas ganz Großartiges auf die Beine gestellt, es war eine wunderbare Veranstaltung, und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich dabei sein durfte." "Vielen Dank für die Organisation der Konferenz in Köln mit hochkarätigen Vorträgen. Chapeau!" Veranstaltet war die – Julian Assange gewidmete – Konferenz von der AG Frieden Köln der Partei dieBasis in Zusammenarbeit mit der Neuen Rheinischen Zeitung (NRhZ) und dem Bundesverband Arbeiterfotografie. mehr...
Krieg und Frieden vom 01.02.2023
Dokumentation eines Projekts für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrecht
Die Kölner Klagemauer muss leben (242)
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
„Ich bin der Sieg. Mein Vater war der Krieg. Friede heißt mein Sohn. Er ähnelt meinem Vater schon…“ „In einer Atmosphäre des Krieges kann man sich nicht fortpflanzen... gebt uns Frieden und das Leben wird zurückgegeben...“ „Hallo Chirac, es ist keine Kunst zu sagen, Atomtests seien ungefährlich! Es ist aber eine Kunst, dies zu glauben!“ „Der Frieden ist wie eine Seifenblase, denn auch er hält nicht lange an!“ „Zu lieben ist die größte Macht auf Erden... Denn zu lieben ist der größte Segen, der dem Menschen zuteil wird. Nutze diese Macht gut und sei geehrt dafür.“ „Aus kleinen Dingen erwachsen große Dinge.“ So steht es auf sechs der zahllosen Klagemauer-Karten. Am 26. Januar 2023 wäre Walter Herrmann, der "Hausmeister der Klagemauer", wie er sich selbst einmal bezeichnete, 84 Jahre alt geworden. Sein Einsatz für den Frieden und den Kampf um die öffentliche Meinungsäußerung im öffentlichen Raum – mit einfachsten Mitteln wie Pappkartons und Schnur – bleiben sein ungeahnt wertvolles Vermächtnis im Kultur- und Medienstreit der "digitalen" Gesellschaft. Walter Herrmann ist tot, doch seine Idee ist lebendiger denn je. Deshalb soll sein Werk fortgeführt werden durch Kunst- und Kulturschaffende und Friedens-AktivistInnen. Nähere Informationen auf Anfrage. mehr...
Krieg und Frieden vom 16.11.2021
Neuer "Krefelder Appell" warnt vor Krieg gegen die Menschheit, 16. November 2021
Den Kriegstreibern in den Arm fallen – online unterzeichnen!
Von Mitgliedern der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO"
41 Jahre nach dem 16. November 1980, dem Tag der Verabschiedung des Krefelder Appells gegen die Stationierung der atomaren Mittelstreckenraketen Cruise Missiles und Pershing II, veröffentlicht die NRhZ den von Mitgliedern der Kampagne "NATO raus – raus aus der NATO" initiierten Appell "Den Kriegstreibern in den Arm fallen" (Stop the warmongers, Arrêtez les bellicistes), der die hochgefährliche aktuelle Situation in den Blick nimmt. Es geht zum einen – ähnlich wie 1980 – um die immer noch hochbrisante militärische, auch atomare Bedrohungslage und zum anderen um den extrem gefährlichen Krieg gegen die Menschheit, der unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung geführt wird und bereits Millionen Todesopfer gefordert hat. Ziel ist auch die Bündelung aller verfügbaren Kräfte über ideologische Grenzen hinweg. Auf diese Weise ist es bereits jetzt zur Zusammenführung verschiedener Bewegungen gekommen, darunter insbesondere der Friedensbewegung, der Bewegung zur Wiedererlangung unserer Grund- und Menschenrechte und der Bewegung zur Befreiung von Julian Assange. Das zeigt sich an der Liste der ErstunterzeichnerInnen, in denen führende Köpfe aus diesen Bewegungen vertreten sind. Die ideologische Spannbreite reicht von angesehenen Marxisten bis hin zu Unternehmern. Und auch das Spektrum der beruflichen Betätigungen ist beachtlich (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Ärzte, Apotheker, Optiker, Psychologen, Soziologen, Politikwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler, Literaturwissenschaftler, Historiker, Philosophen, Soldaten, Theologen, Juristen, Studienräte, Journalisten, Schriftsteller, Schauspieler, Dramaturgen, Musiker, Sänger, Bildende Künstler, Fotografen, Diplomaten, Kaufleute, Unternehmensberater, Projektmanager, Ingenieure,... Nachfolgend findet sich dieser außergewöhnliche Appell in drei Sprachen (deutsch, englisch und französisch), ergänzt um die Liste der ErstunterzeichnerInnen und einige ihrer Kommentare. mehr...
Krieg und Frieden vom 27.04.2018
Öffentliche Erklärung, 8./9. Mai 2018, in fünf Sprachen - mit Unterzeichnungsmöglichkeit
Wir Europäer sagen NEIN zu einem Krieg gegen Russland!
Von Rudolf Hänsel, Ullrich Mies und Mitunterzeichnern
Zwei Weltkriege sind genug! In der Vergangenheit ließ sich Deutschland in den Ersten Weltkrieg hineinziehen und hat im Zweiten Weltkrieg dem russischen Volk unermessliches Leid zugefügt. Wir werden nicht zulassen, dass sich dies noch einmal wiederholt! Wenn die deutsche Vasallen-Regierung in Komplizenschaft mit den Kriegstreibern in Großbritannien und Frankreich unter der Führung der USA und der NATO einen neuen Angriffskrieg gegen Russland plant, dann tut sie das nicht in unserem Namen! Zu Krieg und Frieden haben wir, die Bürgerinnen und Bürger, das letzte Wort! Wir sagen NEIN zu Krieg und Gewalt in den internationalen Beziehungen und verurteilen die fortgesetzte Kriegstreiberei, Aufrüstung und Militarisierung! mehr...
Kommentar vom 27.05.2026
Bundesregierung steigt mit 40 Prozent bei KNDS ein
Staatspanzer für den Krieg
Von Ulrich Gellermann
Der KNDS-Konzern baut Kettenfahrzeuge und produziert Munition. Der Einstieg des Staates in den Konzern riecht nach Brand, Mord und Tod. Ein Staat, der sich im Vorkrieg befindet, sichert sich den unmittelbaren Einfluss auf die Kriegsindustrie. Schon ein Kanzler von BlackRock, einem der weltweit größten Investoren in der Rüstungsindustrie, baut eine feste Brücke zur Kriegswirtschaft. Doch mit der Beteiligung beim Leopard-Panzerbauer KNDS wird der Kurs gegen Russland überdeutlich: Über 100 Leopard 2 und rund 200 Leopard 1 sind bereits an der Ukraine-Front im Einsatz. Solche Angriffswaffen haben schon die Nazis am engen Zügel ihrer Regierung geführt: Die Kriegskonzerne IG Farben und Rheinmetall waren sowohl Sponsoren der NSDAP als auch fest in der Hand der Reichsregierung. mehr...
Kommentar vom 27.05.2026
Für ein neutrales Deutschland
Neutralität: Akt der Befreiung
Uli Gellermann – interviewt von Sophia-Maria Antonulas (Transition News)
Was würde sich durch die Neutralität Deutschlands für die Bevölkerung ändern? Und hätte das nicht auch den EU-Austritt zur Folge? Dazu sprach Sophia-Maria Antonulas (Transition News) mit dem Berliner Journalisten, Filmemacher, Mitherausgeber des Buchs "Deutschland neutral! – Mit Sicherheit für Frieden" und Erstunterzeichner der Kampagne "Für ein neutrales Deutschland" (deutschlandNEUTRAL.de) Uli Gellermann. mehr...
Kommentar vom 13.05.2026
Darum sind starke Gewerkschaften im internationalen Wirtschaftssystem unabdingbar
Das fehlt Arbeitnehmern ohne Interessenvertretung
Von Christopher Dömges
Jetzt war wieder 1. Mai, der internationale Kampftag der Arbeiterklasse. Zeit, sich über unsere Arbeitswelt Gedanken zu machen: In einer globalisierten Wirtschaft, in der Lieferketten über Kontinente reichen, Kapital in Sekunden wandert und Unternehmen im internationalen Wettbewerb stehen, sind starke Gewerkschaften kein nostalgisches Relikt, sondern ein zentrales Korrektiv. Sie geben Beschäftigten eine organisierte Stimme gegenüber Arbeitgebern, die strukturell meist über mehr Macht, mehr Informationen und mehr Verhandlungsspielraum verfügen. Wo diese Gegenmacht fehlt, drohen Lohnstagnation, unsichere Arbeitsbedingungen, längere Arbeitszeiten und ein Arbeitsalltag, in dem Beschäftigte ihre Interessen nur noch individuell und damit oft schwach durchsetzen können. Kurz – das totale Chaos. mehr...
Kommentar vom 29.04.2026
Fragen Sie deutsche Kartoffelbauern!
Staatsräson-Kartoffeln
Von Yavuz Özoguz
Die Kartoffel ist in den Augen von vielen Orientalen untrennbar mit dem Inbegriff eines Deutschen verbunden. Doch was hat das mit der Staatsräson zu tun? Die besondere „Verbindung“ der Deutschen zur Kartoffel hängt damit zusammen, dass sie historisch zu einem typischen Sattmacher der Alltagsküche wurde und sich daraus später ein Klischee über „die Deutschen“ entwickelt hat. Das Goethe-Institut beschreibt in seinem Artikel „Die Deutschen und die Kartoffel“ genau das: Die starke Verbindung von Kartoffeln mit deutscher Hausmannskost ist real. Aber die Vorstellung, Deutsche äßen „vor allem Kartoffeln“, ist eine starke Vereinfachung. mehr...
Medien vom 03.05.2026
Oberlandesgericht Köln: Erstmaliges medienrechtliches Urteil rechtskräftig
Freier Autor siegt gegen die „Berliner Zeitung“
Von Werner Rügemer
Dieses Urteil „kann die redaktionellen Abläufe deutscher Medien massiv beeinflussen“, so bewertete die FAZ am 22. Juli 2025 – betitelt mit "Redigat verletzt Urheberrecht?" – das Urteil des Landgerichts Köln: Es hatte die Berliner Zeitung wegen schwerwiegender Urheberrechtsverletzung und Rufschädigung des Autors Werner Rügemer zu einer Strafzahlung von 1200 Euro verurteilt, ein erstmaliges Urteil in Deutschland. Doch bis das Urteil rechtskräftig wurde, dauerte es noch fast ein Jahr: "Autor hat Erfolg gegen die Berliner Zeitung" (FAZ am 22. April 2026). mehr...
Filmclips vom 05.05.2026
Gespräch beim NGfP-Kongress, Berlin, März 2026
EU im rechtsfreien Raum ::: Hannes Hofbauer
Von Arbeiterfotografie
Fotogalerien vom 27.05.2026
"Aachener Auszeichnung für Menschlichkeit" an den Arzt Heinrich Habig, 14. Mai 2026
Ein Leben im Dienst der Menschlichkeit
Von Arbeiterfotografie
Das war am 14. Mai 2026 (Christi Himmelfahrt) eine bewegende Veranstaltung mit ergreifenden Reden und Kulturbeiträgen am Aachener Elisenbrunnen, als der Arzt Heinrich Habig stellvertretend für alle anlässlich der Corona-Operation verfolgten Ärzte die "Aachener Auszeichnung für Menschlichkeit" erhielt. Obwohl inhaftiert, war er zugegen. Wegen Hafturlaub - so hieß es. Doch dann stellte sich heraus, dass er seit wenigen Tagen nach zwei Drittel seiner Haftzeit (auf Bewährung) frei war. Ein begeistertes Staunen ging durch die Reihen der Veranstaltungsteilnehmer. "Wir können festhalten: Heinrich Habig wurde von zwei Ärzte-Kolleginnen (Recklinghausen und Datteln), die durch Hörensagen 'etwas vernommen' hatten, in 589 Fällen wegen 'Ausstellung von unrichtigen Gesundheitszeugnissen' angezeigt und deshalb verurteilt. Er erhielt zwei Urteile: einmal das Urteil vom 29. Juni 2023, Strafmaß 2 Jahre 10 Monate, dann das Urteil vom 21. September 2023, Strafmaß 2 Jahre 3 Monate. Die Revisionen wurden abgelehnt. Dann wurde durch den Beschluss vom Landgericht Bochum am 22. Oktober 2025 eine Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und 2 Monaten gebildet. In Deutschland werden und wurden ca. 1400 Ärzte politisch verfolgt, einige sitzen oder saßen im Gefängnis so wie unser Heinrich Habig und aktuell auch Bianca Witschel. Mut-Ärzte mit einem Gewissen, die sich intensiv seit 2020 für die Gesundheit der Menschen einsetzten und sich den Gesundheitseinschränkungen sowie den Grundrechtseinschränkungen entgegenstellten, wurden und werden verfolgt und kriminalisiert. Einige Ärzte haben unter diesem Druck bereits ihr Leben verloren... Die Rehabilitierung sowie die Entschädigung der Mutärzte sind überfällige und berechtigte Forderungen... Durch die heutige Auszeichnung für Menschlichkeit an Heinrich Habig, stellvertretend für alle Mutärzte, sind wir auf dem richtigen Weg." Das äußert Claudia Ludwig im Rahmen ihrer Laudatio. Die Arbeiterfotografie hat das Geschehen für die NRhZ dokumentiert. mehr...
Fotogalerien vom 15.05.2026
Ein Rundgang des Arbeiterfotografen und Publizisten Ulrich Falke über das Gelände des Sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Treptow am "Tag des Sieges", 9. Mai 2026
Im Zentrum der Kultur des Erinnerns
Fotos und Text von Ulrich Falke
Die Bildreportage umfasst insgesamt 23 „Momentaufnahmen“ – zwei davon stammen allerdings schon aus der meiner Foto-Auswahl von 2025 - darunter das „Eröffnungsfoto“ -, alle anderen aus 2026. Ergänzt sind die Fotos mit gleich vielen „Bildunterschriften“ aus Erläuterungen, Kommentierungen und Assoziationen. Eingetreten in das Gelände war ich durch das an dem Gedenktag mit hoher Polizeipräsenz gesicherte Portal an der Straße „Am Treptower Park“, dem einen von zwei Haupteingängen. Wie im Vorjahr, wollte ich zuerst die „Stimmung“ auf mich wirken lassen und mich, als Chronist, vor allem von den verschiedenen Perspektiven und Bildmotiven leiten lassen, außerdem am späteren Nachmittag noch Bekannte am Standort des Berliner Chors „Die freien Stimmen“ treffen. Erst später entwickelte sich daraus die Idee, meinen „Rundgang“ als aktuelle Fotodokumentation diesmal zur Veröffentlichung anzubieten. mehr...
Fotogalerien vom 15.05.2026
Fotoreportage über den "Tag des Sieges" am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow, 9. Mai 2026
81 Jahre nach dem Sieg über Hitler-Deutschland
Fotos von Frank Becker, Text: NRhZ
Am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park feiern russische Bürger und Nachfahren der Roten Armee am 9. Mai den Tag des Sieges. Das Mahnmal, errichtet 1945 bis 1949 auf dem Gelände, wo über 7.000 gefallene sowjetische Soldaten ruhen, symbolisiert den Triumph über Hitler-Deutschland. Es ist ein Ort des Gedenkens an die Millionen Opfer des „Großen Vaterländischen Krieges“ und des entscheidenden Beitrags der Sowjetunion zur Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus. Die Sowjetunion trug die bei weitem größte Last: mit rund 27 Millionen Toten. Am 9. Mai legen Russen und ihnen verbundene Menschen anderer Nationalität Kränze nieder, tragen Porträts gefallener Angehöriger und ehren die Befreier. Für viele ist Treptow ein heiliger Ort historischer Selbstbehauptung fern der Heimat. "Westlich" orientierte Herrschaftsmedien und Politiker verunglimpfen die Feierlichkeiten hingegen zunehmend als Siegeskult, um damit erneut das Feindbild Russland zu schüren. Sie erwecken den Eindruck, als seien die USA die eigentliche Macht, die den Faschismus bekämpft hat und ihn bis heute bekämpft. Vergessen wird dabei häufig, dass anglo-amerikanisches Kapital (u.a. Ford, Standard Oil, ITT, IBM) wesentlich zum wirtschaftlichen und militärischen Aufstieg des NS-Regimes – wie auch anderer faschistischer Staaten – beigetragen hat, also es das anglo-amerikanische Kapital gewesen ist, das das "Böse" hat entstehen lassen – entsprechend der Maxime "The Best Enemy Money Can Buy" (Der beste Feind, den Geld sich kaufen kann), wie der britische Historiker Antony C. Sutton es formuliert hat – um das "Böse" dann bekämpfen zu können. Das Mahnmal in Treptow erinnert somit nicht nur an den sowjetischen Sieg, sondern auch an die Ungereimtheiten in der "westlichen" Geschichtsdarstellung. mehr...
Kultur und Wissen vom 27.05.2026
Sein Elend der KI, der künstlichen Intelligenz, anvertrauen?
KI-Psychotherapie-Programme: Nein Danke!
Von Heinrich Frei
Ab Juli 2026 zahlt die Grundversicherung der schweizerischen Krankenkassen für eine App der KI, der Künstlichen Intelligenz, gegen Depressionen. In der Psychotherapie dürften Onlinetools wichtiger werden – auch wegen langen Wartelisten bei Psychiatern und Psychotherapeuten, war im Tages Anzeiger von Zürich zu lesen. Werden in Österreich die Psychologen Sigmund Freud und Alfred Adler bald zum alten Eisen geworfen, um der KI der künstlichen Intelligenz Platz zu machen? Menschen in Not brauchen Hilfe durch einen Menschen, der zuhört der sein Freund wird. Meiner Meinung nach kann es mit einer KI-App zur Behandlung von Depressionen nicht gut gehen. mehr...
Kultur und Wissen vom 27.05.2026
Ein Gespräch aus Anlass der Arbeiterfotografie-Gründung vor hundert Jahren
Über Vergangenheit und Zukunft: Arbeiterfotografie 1926 – 2026 – 2126
Rudolph Bauer – interviewt von "Die Arbeiterfotografie"
1926 war das Jahr, in dem auf Initiative von Willi Münzenberg, Herausgeber der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung, die "Vereinigung der Arbeiterfotografen Deutschlands" ins Leben gerufen wurde. Aus diesem Anlass hat "Die Arbeiterfotografie" ein fiktives Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Rudolph Bauer geführt. mehr...
Kultur und Wissen vom 08.04.2026
Kölner-Karlspreis-Verleihung +++ Deutschland. Aber NEUTRAL! +++ 100 Jahre Arbeiterfotografie +++ 28. März 2026 in Berlin
"Für Helden wider Willen"
Von NRhZ-Redaktion
Am Samstag, dem 28. März 2026, dem Tag der Bewegung, ausgerufen vom "Demokratischen Widerstand", kam in Berlin in der Musikbrauerei einiges zusammen – darunter die "Neue Rheinische Zeitung" (Organ der Demokratie), die "Kampagne für ein neutrales Deutschland" und das Medienprojekt Arbeiterfotografie. Was hatte es damit auf sich? Die Neue Rheinische Zeitung zeichnete die EU-sanktionierten Journalisten im palästinensischen Widerstand mit dem nach Karl Marx benannten Kölner Karlspreis für Engagierte Literatur und Publizistik aus. Stellvertretend für die von der EU lebensbedrohlich bedrängten Journalisten und die ermordeten Bewohner Gazas ging der Preis an Anne Frank. mehr...
Kultur und Wissen vom 08.04.2026
NGfP-Kongress "Rasende Zerstörung – Ursachen und ökonomische, politische und psychosoziale Folgen der Kriegsvorbereitung", Berlin, 26.-28.03.2026
Von der Depression zur mobilisierenden Aufklärung
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Es war ein volles, nahezu überwältigendes Programm, das der Zuhörerschaft an zweieinhalb Tagen beim Kongress der Neuen Gesellschaft für Psychologie (NGfP) mit dem Titel "Rasende Zerstörung – Ursachen und ökonomische, politische und psychosoziale Folgen der Kriegsvorbereitung" im Xelor-Kesselhaus in Berlin-Neukölln geboten wurde. Ursprünglich waren kirchliche Räume für den Kongress vereinbart. Aber die evangelische Kirche hatte einen Rückzieher gemacht, weil sie "vermuten müsse, dass von den Vorträgen Gefahr für sie ausginge". Das war insofern der Fall, als dass die Vorträge – im Gegensatz zur Kriegstreiberei, die in der katholischen und evangelischen Kirche zu beobachten ist – durchweg Position bezogen gegen die verschiedenen Formen von Krieg, die uns zurzeit bedrängen. Gleich der erste Vortrag – der des Theologen Eugen Drewermann, dem die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen ist und der Erstunterzeichner des Neuen Krefelder Appells gegen Krieg in all seinen Formen (OmniWar) wie auch der Kampagne für ein neutrales Deutschland ist – war dafür ein hervorragendes Beispiel. mehr...
Kultur und Wissen vom 04.01.2026
Erklärung zum Jahr 2026
Am Puls der Zeit – seit 100 Jahren
Von Bundesverband Arbeiterfotografie
2026 ist ein herausragendes Jahr für die Arbeiterfotografie. 1926 – also vor hundert Jahren – entstand im Umfeld der KPD die Arbeiterfotografen-Bewegung – nicht zuletzt auf Initiative von Willi Münzenberg, dem "roten Pressezaren" auf Seiten der Ausgebeuteten mit seinem "Neuen Deutschen Verlag" und der dort erscheinenden Arbeiter-Illustrierten-Zeitung (A-I-Z) – berühmt insbesondere durch die aufrüttelnden Fotomontagen von John Heartfield. Es war Münzenberg, der in A-I-Z-Ausgabe 8, erschienen am 25. März 1926, alle fotografierenden Arbeiter im Rahmen eines Wettbewerbs dazu aufrief, Fotos einzureichen, die das Arbeits- und Alltagsleben sowie den Kampf der Arbeiterbewegung dokumentierten. mehr...
Literatur vom 27.05.2026
Ullrich Mies: Kritik aus dem Maschinengeist
KI: bewusst installiertes Herrschaftsinstrumentarium
Buchvorstellung von Afsane Bahar
Die Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde. Allerdings betrachten die meisten Zeitgenossen die KI nicht als ein bewusst installiertes Herrschaftsinstrumentarium. Ullrich Mies, 1951 geboren, gehört nicht zu ihnen. Er studierte Sozial- und Politikwissenschaften sowie internationale Politik. Als Herausgeber und Verfasser beschäftigt er sich unter anderem mit Kapitalismuskritik, Demokratieerosion, Militarisierung, Massenmanipulation und der schleichenden Faschisierung der westlichen Staaten. Sechs Ausgaben des politischen Printmagazins GEGENDRUCK (1) veröffentlichte er als Mit-Chefredakteur von Juli 2024 bis Dezember 2025. Sein aktuelles Buch „Kritik aus dem Maschinengeist. Totalitäre Abgründe – Gespräche mit der KI“ ist im Zeitraum Oktober bis Ende Dezember 2025 entstanden. Ullrich Mies befragte die KI, in diesem Fall die Bezahlversion des KI-Programms ChatGPT, zur politischen Lage und erhielt erstaunlich offene und kritische Antworten. mehr...
Literatur vom 27.05.2026
Essays von Gunther Sosna: "Mit aller Gewalt. Gesellschaft am Wendepunkt"
Keine Macht für niemand – der Weg ist das Ziel
Rezension von Gelanews
Mit Rückgriff auf die Gedankenwelt von Erich Mühsam und anderen Anarchisten beschwört Sosna, dessen Hauptanliegen die Überwindung von Armut und Elend ist, das Ende der Herrschaft des Menschen über den Menschen als Weg, um Kriege und soziales Chaos zu bezwingen. Müssen wir uns aus der „Zwangsjacke“ des Staates befreien? Im ersten Beitrag unter dem Titel „Smart to Exitus – Letzte Ausfahrt Dorf“ stellt der Autor die Idealvorstellung einer dörflichen Gemeinschaft dem Moloch Stadt gegenüber. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: mehr...
Literatur vom 27.05.2026
Keine Sache schwacher, feiger Geister
Gewaltfreiheit
Von Afsane Bahar
Gewaltfreiheit ist keine Sache
schwacher, feiger Geister
Sie verlangt den Mut
Entbehrungen und Einsamkeit
standhaft auszuhalten mehr...
Literatur vom 13.05.2026
Aus der Quartalsschrift DAS KROKODIL, Ausgabe 56
Flavio von Witzleben setzt dem Buch "Deutschland NEUTRAL" die Krone auf
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Er bildet den Schlusspunkt im Hauptteil des Buches. Das ist seinem Namen zu verdanken. Während Wolfgang Bittner der im Alphabet erste ist, ist Flavio von Witzleben der letzte. Es war bislang nicht bekannt, dass von Witzleben ein begnadeter Satiriker ist. Ihm gelingt es, die Gehirne der Leserinnen und Leser derart in Wallung zu bringen, dass sie nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht. Wunderbar! mehr...
Literatur vom 13.05.2026
Aus dem Buch "Volltreffer – Plauener Spitze & der Weltenträumer"
Das EHRENMAL – 8. Mai, Tag der Befreiung – Tamara in der Krypta
Erinnerungen von Harry Popow
Im Jahr 2012-Langsam gehe ich auf das große Denkmal zu. Treptow. Der Park. Sonne und Maienduft. Jahrzehnte war ich nicht mehr hier. Eingesteckt habe ich ein Foto. Unsere russische Mutter Tamara (1915-1984, sie kam 1935 aus Liebe nach Deutschland, unser deutscher Vater lernte sie in der Sowjetunion kennen) mit sowjetischen Gästen. Im Hintergrund das Ehrenmal. Wann? Irgendwie in den 70er Jahren? Dort in der Krypta wurde sie verewigt – in einem Mosaik-Fries mit anderen sowjetischen Männern und Frauen. Ich bin gespannt. 1949 war ich mit unserer Mama als dreizehnjähriger in der Krypta, kurz nach der offiziellen Eröffnung des Ehrenmals. In Erinnerung ist mir, dass sie ihre rechte Hand auf die Schultern einer vor ihr stehenden Frau legt. Zum Trost. dass der Krieg beendet ist, dass das Leben weitergeht, dass sie endlich da ist – die Befreiung von der furchtbaren Last dieses größten verbrecherischen Krieges in der Geschichte der Menschheit. mehr...
Literatur vom 29.04.2026
Gedanken zum Ostbahnhof-Café
Aus der Traum vom Petit Café de la Gare de l‘Est
Von Hartmut Barth-Engelbart
Beim 3. Melange,
dem großen Braunen
erwache ich
aus einem
meiner Träume
mit Staunen
im Schatten mehr...
Literatur vom 23.03.2026
Ulrich Gellermann, Arnulf Rating, Jens Fischer Rodrian: "Deutschland NEUTRAL! Mit Sicherheit für Frieden"
Das richtige Buch zur richtigen Zeit
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
Es ist ein bemerkenswertes Buch, das im Westend-Verlag erschienen ist und in dem mehr als 30 Autorinnen und Autoren versammelt sind – 15 davon Erstunterzeichner der am 15. Februar 2025 von der "AG Frieden dieBasis Köln" initiierten lagerübergreifenden "Kampagne für ein neutrales Deutschland" (deutschlandNEUTRAL.de), die am 17. Februar 2026 Gründungsmitglied der in der Schweiz ins Leben gerufenen „International Federation for Neutrality Organizations“ geworden ist. Gleich der erste Satz des ersten Artikels lautet: "Jüngst ist der Ruf nach einer Neutralität Deutschlands aufgekommen." Der Schriftsteller, Publizist und Jurist Wolfgang Bittner bezieht sich damit auf den in der Neuen Rheinischen Zeitung veröffentlichten Artikel "Neutralität auf dem Vormarsch". Und am Ende seiner Ausführungen verweist er auf die website der "Kampagne für ein neutrales Deutschland" (deutschlandNEUTRAL.de) mit den Worten: "Trotz nahezu unüberwindlich erscheinender Hürden sollte das Ziel der Souveränität und Neutralität Deutschlands nicht aus den Augen verloren werden. In dieser Hinsicht gibt es verdienstvolle, zu unterstützende Ansätze." Damit bewirbt er die Kampagne, deren Erstunterzeichner auch er ist. mehr...






















