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Aktueller Online-Flyer vom 25. September 2021  

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Kommentar
Nach 20 Jahren Afghanistan-Krieg
Zwischen Täuschung und Manipulation
Von Lutz Weber

Zweifelsfrei ist eine Vielzahl von Menschen in diesem Land mit den Einschränkungen der Grundrechte im Namen der Pandemie einverstanden. Genauso wie viele damit einverstanden sind, dass Kriege geführt werden - Kriege, die ebenso mit der Begründung begonnen werden: „Es geht nur um das Menschen- oder Frauenrecht oder um unsere Gesundheit“. Am Ende bleiben immer nur Tod, Armut und Elend in den betroffenen Gebieten zurück. Die aktuelle Lage in Afghanistan zeigt ein eindeutiges Bild. Für die Lügen, mit denen der Einsatz begründet wurde, hat sich noch nie jemanden verantworten müssen. Sie werden in der Regel noch nicht einmal hinterfragt.

Bei all diesen Dingen hat noch nie ein Durchschnittsbürger oder eine Infrastruktur profitiert. So werden Milliarden von Steuergeldern in die Kassen der Rüstungs- oder Pharmaindustrie verlagert. Das Resultat der Coronamaßnahmen ist - wie ich meine - durchaus mit einem Krieg vergleichbar. Existenzen wurden zerstört, Abermilliarden an Steuergeldern ausgegeben, Hunger in Ländern der "Dritten Welt" vervielfacht und sogar der Abbau von Krankenhäusern in unserem Land nicht gestoppt.

Der Afghanistaneinsatz deutscher Soldaten wurde uns als notwendig verkauft, um Frauen- und Menschenrechte in einem uns fremden Land durchzusetzen. Dazu wurden Kriegsgerät, Waffen und Soldaten in dieses Land geschickt. Die medialen Bilder, die uns geliefert wurden, waren entsprechend militärisch geprägt.

Wenn sich die DDR in die Angelegenheiten anderer Länder einmischte, zeigten die Medien, wie „sie“ im Ausland Krankenhäuser, Schulen und Kraftwerke bauten! Auch das war ein Mittel der Propaganda, allerdings mit positiverem Ausgang.

Der Afghanistan-Einsatz hat 59 deutschen Soldaten das Leben gekostet und eine Vielzahl Soldaten krank werden lassen. Die Rückkehrer sind auch nicht wie Fußballer von der Kanzlerin in Empfang genommen worden. Dem deutschen Steuerzahler hat das ganze 12,5 Milliarden Euro gekostet. Dieser Einsatz „für humanitäre Sicherheit“ war dann so erfolgreich, das Afghanen aus dem Land fliehen, noch bevor der letzte Soldat abgezogen wurde. 

Online-Flyer Nr. 776  vom 08.09.2021



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