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Aktueller Online-Flyer vom 23. September 2026  

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Krieg und Frieden
Ein Leserbrief an die österreichischen Mainstream-Medien
Kriegswirtschaft und Aufrüstung schaffen keine Sicherheit
Von DI Dr. Josef Richard Skumautz, ObstltdhmtD a.D.

Die aktuelle Debatte in der EU über Krieg und Aufrüstung ist von Angst geprägt. Steigende Energiepreise, eine wiederkehrende Inflation und die Sorge vieler Menschen, im kommenden Winter ihre Heizkosten nicht mehr bewältigen zu können, belasten die Gesellschaft ohnehin schwer. In dieser Lage wird ein äußerer Feind präsentiert, der für die politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verantwortlich gemacht werden soll.

Doch die einfache Behauptung, Europa müsse sich lediglich gegen eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung aus dem Osten wappnen, greift zu kurz. Sie ersetzt eine nüchterne Analyse durch Angst und stellt militärische Aufrüstung als vermeintlich alternativlos dar. Dabei wird kaum darüber gesprochen, wem diese Politik wirtschaftlich nützt und welche Interessen hinter der massiven Ausweitung der Rüstungsausgaben mit hohen Staatsverschuldungen stehen.

Besonders bedenklich ist die Gefahr einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Je mehr Staaten aufrüsten, je aggressiver die öffentliche Sprache wird und je stärker Millionen Menschen auf einen möglichen Krieg eingestimmt werden, desto größer wird das Risiko, dass aus gegenseitigem Misstrauen tatsächlich eine militärische Konfrontation entsteht. In einem immer dichter bewaffneten Europa könnte ein einziger Zwischenfall genügen, um eine Katastrophe auszulösen.

Sicherheit entsteht jedoch nicht allein durch Waffen. Sie braucht ebenso Diplomatie, Gesprächskanäle, Rüstungskontrolle und den ernsthaften Versuch, Konflikte politisch zu entschärfen. Die EU-Kriegswirtschaft schafft volkswirtschaftlich betrachtet auch keine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und keinen Wohlstand. Wer dabei jede abweichende Meinung als naiv oder gefährlich abtut, verschärft die gesellschaftliche Spaltung und verhindert eine notwendige demokratische Debatte.

Die europäischen Regierungen sollten daher nicht blind fremde Sicherheitskonzepte übernehmen und immer größere Summen in militärische Systeme  investieren. Sie sollten zuerst den Schutz der eigenen Bevölkerung sichern: leistbare Energie, soziale Stabilität und eine Außenpolitik, die nicht auf einem Feindbild und Eskalation, sondern auf Frieden und Verhandlungen setzt.

Wer heute vor den Folgen einer Aufrüstungsspirale warnt, handelt nicht verantwortungslos. Verantwortungslos wäre es vielmehr, die Lehren der Geschichte zu vergessen und eine Politik fortzusetzen, deren Risiken am Ende die gesamte Bevölkerung tragen muss.

Online-Flyer Nr. 869  vom 23.09.2026



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