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Aktueller Online-Flyer vom 23. September 2026  

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Arbeit und Soziales
Jeder Wohnraum muss ein Fenster haben
"Wohnen" in Bunkern ist rechtswidrig und gesundheitsschädlich
Von Heinrich Frei

Die Stadtzürcher SVP forderte den Verzicht auf die Unterbringung Geflüchteter in Anlagen auf Schularealen unter anderem in Witikon. Sie haben sich auf die Ängste von Eltern berufen. Andere Parteien warfen der SVP vor, Flüchtlinge pauschal als Gefahr für Kinder darzustellen. Laut Baugesetz sind Wohnungen im Untergrund nicht erlaubt. Jeder Wohnraum muss ein Fenster haben. Die Fensterfläche eines Raumes muss mindestens 10 Prozent der Bodenfläche betragen. Wohnen im Untergrund ist auch gesundheitsschädlich. Deshalb ist die Unterbringungen von Flüchtlingen in Bunkern, rechtswidrig. In Bunkern kann man vielleicht, wie in Höhlen Champignons züchten, aber in unterirdischen Zivilschutzanlagen Menschen "wohnen" lassen, geht nicht.


Eingang zum unterirdischen Bunker bei Helvetiaplatz in Zürich, in dem früher Obdachlose lebten, bis die Stadt Zürich Pfarrer Ernst Sieber an der Gerechtigkeitsgasse eine oberirdische Unterkunft für seine Menschen zur Verfügung stellte. Ich arbeitete im Sommer 1968 bei Sieber in dieser Notschlafstelle. (Foto: Heinrich Frei)

In einem der reichsten Länder der Welt sollte es möglich sein in kurzer Zeit, vorfabrizierte Wohncontainer für Flüchtlinge bereit zu stellen analog den Schulhausprovisorien. Wie wäre es, wenn Sie als Flüchtling in einem unterirdischen Bunker leben müssten, in einem Land in dem es über 500‘000 Zweitwohnungen und Häuser hat, die meist leer stehen?

Auch für Obdachlose müsste man in ganz Europa Wohnungen zur Verfügung stellen, wie in Finnland. Wenn man ein sicheres Zuhause hat, ist es einfacher, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Das würde bedeuten, dass auch Drogen- und Alkoholsüchtige eine Wohnung bekommen können. Fachkräfte der Wohneinheiten könnten den Bewohnern helfen. In Finnland hat sich dieses System bewährt. Eine eigene Wohnung wird heute oft als Endziel eines sozialen Wiederherstellungsprozesses gesehen. Das Prinzip «Zuerst eine Wohnung» stellt die Idee auf den Kopf und stellt den Anspruch für eine Wohnung an die erste Stelle.

Online-Flyer Nr. 869  vom 23.09.2026



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