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Aktueller Online-Flyer vom 11. Juni 2026  

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Lokales
Der Stadt Köln ins Album geschrieben
Kölsch oder Export?
Von Hans-Dieter Hey

Immer wieder macht sich die Kölner Arbeiterfotografie ihre Stadt zum Thema. Kritisch. Hunnen und Indianern in einem farbenprächtigen Karnevalsumzug stehen allerdings ungeschminkte schwarz-weiß Portraits einer harten Realität der kölschen Indianer und kölschen Türken gegenüber. Es sind Roma, Türken, Kurden, russisch-jüdische Einwanderer, Kinder und alte Menschen, Jugendliche, einzelne Kriegsflüchtlinge, ganze Familien, stellvertretend für zahllose Schicksale. Gesichter und Gefühle, die aus ihrem Abbild herüberschauen, lächeln, sich verstecken, grübeln, ihr Leben preisgeben.

In unterschiedlichen konzeptionellen Entwürfen, lebens- und überlebensgroßen Portraits, teils in Zusammenarbeit mit Kölner JournalistInnen, soll die Fotografie in einer Art Beweisaufnahme die Geschichten der nichtdeutschen Mitbewohner und ihren Wunsch, in Köln leben zu wollen, dieser Stadt ins Album schreiben. Der Journalist Albrecht Kieser formuliert in seinem Gedicht „Handelsbilanzüberschuß" innerhalb der Ausstellung „Über-s-leben in Köln":

                    "Da wir immer noch
                    Zu wenig
                    Mord und Hunger
                    Exportieren
                    Müssen wir leider
                    Aus Bilanzgründen
                    Den Import der Opfer
                    Stoppen."

Beteiligte FotografInnen:


Frank Schöggl, Almut Wilms-Schröder, Anneliese Fikentscher, Christian Fiege, Senne Glanschneider, Andreas Neumann und Hans-Dieter Hey


gezeigt werden Fotos und Installationen
        - mit Beiträgen aus den Ausstellungen
        - Die Früchte des Baumes mitten im Garten- Kurdische Flüchtlinge im           Kirchenasyl /Portraits und ein Gefängnis (1998)
        -  Über-s-Leben in Köln (1992) in Zusammenarbeit mit Kölner                            Schriftstellerinnen und Schriftstellern
           (und Liedtextern, z.B. Bläck Föös)
        - Gesichter einer Stadt. Köln. Portraits und Kommentare (2000)
        -  Abschiebung von Kindern und Jugendlichen (Kölscher Türke) (1994)
        -  Traumstadt Köln (1995)
        -  Roma - das heißt Mensch (1989)
        -  Einzelarbeiten, Fotomontagen
        -  Audiovision 'Kölner Fremde' (1990)
        -  Installation: Sozialer Sprengstoff, 2007

Die Ausstellung ist noch bis zum 10.11. in der Fotopension, Marsiliusstr. 55
50937 Köln-Sülz, Öffnungszeiten: Samstags 13-16 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie Fotopension, Sülz




Die Früchte des Baumes mitten im Garten...






Roma heißt: Mensch











Abschiebung




























Online-Flyer Nr. 118  vom 24.10.2007



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