SUCHE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Lokales
Die dritte Woche der Protest-Skatingtour von Adrian und Dennis
Anfang einer Bewegung?
Von Peter Kleinert
14. Etappe – Endlich ein Ruhetag in Manderscheid
Nach der großen Aufregung gestern über das trotz rechtzeitiger Anmeldung geschlossene Naturfreundehaus heute eine freudige Überraschung: Der Herbergsvater in Manderscheid, wohin die Skaterjungs in ihrer Not per Taxi fahren mussten, ist ein sehr gütiger Mann. Die erste Übernachtung, die ja gar nicht geplant war, sponsert er mit seiner Frau privat, die zweite geht auf die Jugendherberge. Und am Morgen scheint auch noch die Sonne. Zuerst Unterschriften sammeln im Ort und dann ab ins Schwimmbad. Dann ruft ein Reporter aus Leverkusen an und macht ein Interview mit Adrian. Danach wieder Unterschriften Sammeln und Diskussionen mit den Leuten. Morgen steht die Etappe nach Daun an – also Ausruhen.

Adrian, Norbert und Dennis an einem See bei Daun
15. Etappe – endlich mal bei gutem Wetter bis Daun
Während Adrian und Dennis bei gutem Wetter das freundliche Manderscheid verlassen, fährt Adrians Vater mit seinem zweiten Sohn Raimund nach Daun. Als er dort gegen 13 Uhr ankommt, ruft er Adrian an und schlägt vor, sie abzuholen. Das Wetter könnte ja wieder mal verrückt spielen. Norbert Löffler macht Fotos von den Jungs, gibt ihnen frische Wäsche und lädt sie zum Essen ein. Es gibt viel zu erzählen. Anschließend geht’s zum Weinfelder Maar, einer der berühmten Vulkanseen, in dem sie sogar Schwimmen gehen. Norbert Löffler bringt sie noch zurück zur JH, wo gerade zwei Busse mit Jugendlichen eintreffen, und macht sich mit Raimund wieder auf den Weg nach Leverkusen. Morgen werden die Jungs ihren „großen Tag“ haben: Die SPD-Abgeordnete Andrea Nahles hat sich angekündigt und will sie in Mayen empfangen.
16. Etappe – aber in Mayen keine Andrea Nahles
Beim Aufbruch in Daun ist das Wetter noch „ganz ok“, aber dann gibt’s stark befahrene Landstraßen und schließlich Hagelstürme und Platzregen. Da sie eh schon erkältet sind, nehmen sie lieber einen Bus nach Mayen. Bei der Ankunft hält ein PKW neben ihnen, und eine Frau fragt, ob sie die Skaterjungs wären. Die Dame nimmt die Beiden mit zum Marktplatz, wo die DGB-Jugend einen Stand für ihren Empfang aufgebaut hat. Gute Diskussionen, die Gewerkschafter helfen ihnen Unterschriften zu sammeln. Auch die Lokalpresse trifft ein. Nur Andrea Nahles nicht – trotz der Ankündigung vor ein paar Tagen. Dafür kommt anderer Besuch: aus Leverkusen Manfred Demmer von der Kulturvereinigung Leverkusen, dazu Verwandte von Adrian mit Freunden, die in Mayen wohnen. Beifall von allen Seiten für die Skaterjungs zu ihrer gelungenen Aktion. Nach einem gemeinsamen Abendessen werden die Jungs zur Jugendherberge gebracht. Der Tag war anstrengend aber ein voller Erfolg – auch ohne die Bundestagsabgeordnete.

Adrian, Gastgeberin Carina, Marvin und Dennis in Bad Honnef
17. Etappe – in der JH Altenahr „fast wie bei Muttern“
Weil sie am Morgen glatt das Frühstück verschlafen haben, bekommen sie von den netten JH-Eltern sogar noch Brötchen für unterwegs angeboten. Wegen wieder stark befahrener Landstraßen wählen sie mit Hilfe von Karte und Kompass lieber Waldwege, auf denen sie zwar weniger skaten können aber wesentlich sicherer sind. Einige Kilometer vor Altenahr ruft Dennis Mutter an. Sie ist in Altenahr und pickt die Jungs dann einige Kilometer vor dem Zielort auf. So können sie sich noch einen schönen Spätnachmittag auf einer Sommerrodelbahn machen. Die Jugendherberge, so Adrian und Dennis, ist die modernste und komfortabelste von allen, die sie bisher kennen gelernt haben. Sie bekommen „ein riesiges Doppelzimmer, voll modern“, dürfen sich ihr Essen aussuchen, bekommen Getränke – es ist, wie Adrian am Telefon sagt, „fast wie bei Muttern“. Nach dem Unterschriftensammeln freuen sich beide auf morgen, auf Carina Bätz und ein auf ihrer homepage von Sponsoren angekündigtes Hammerprogramm in Bad Honnef.
18. Etappe – viel Aufmerksamkeit und Sponsoring in Bad Honnef
Am nächsten Morgen erfahren sie, dass sie eine Gratisübernachtung hatten. Alle JH-Mitarbeiter unterschreiben auch noch auf der Unterschriftenliste und sammeln Geld, damit die Jungs bei dem schlechten Wetter ein Stück mit dem Zug fahren könnten, wenn es nötig werden sollte. Dazu noch Lunchpakete und Süßigkeiten. Die Jungs sind einfach sprachlos vor Dankbarkeit. Das ist die Streicheleinheit, die ihnen fehlte, um die letzten Etappen zu schaffen. Tatsächlich regnet es wieder, und sie fahren ein Stück mit dem Zug Richtung Remagen, schlagen sich dann nach Bad Honnef durch, wo Carina Bätz sie schon erwartet. Sie hatte sich schon vor einiger Zeit auf der Skaterjungs-Homepage als Sponsorin gemeldet.

Bad Honnefs Bürgermeisterin Wally Feiden im Interview über die Skatingaktion
Pünktlich um 14 Uhr sind sie vor dem Rathaus, wo Bürgermeisterin Wally Feiden und Presse auf sie warten. Die Bürgermeisterin lobt ihre Aktion, die Journalisten stellen viele Fragen. Endlich bekommt ihre Aktion die Aufmerksamkeit, die sie wegen ihres Zieles verdient. Radio Bonn-Rhein-Sieg will am nächsten Morgen eine Sendung machen. Anke Müller von der Firma Paffen Sport bringt ihnen T-Shirts, Jacken und Capes. Bei Carina Bätz zuhause warten neue Bretter auf sie, die von der Firma Urban Supplies OHG geschickt wurden, Vom Eiscafe Belluno Derart werden sie zu einem dicken Eis eingeladen, und ins Freizeitbad Grafenwerth dürfen sie mit Freikarten umsonst. Danach geht’s zum HIT Markt, wo jeder 6 Paar Socken geschenkt bekommt und anschließend ins Restaurant Calabria, das ihnen und Anke und Carina ein 4 Personen-Menu spendiert. Nach diesem tollen Tag geht es zu Carina nach Hause, und dort werden sie vor dem Schlafengehen von Carola Müller, der Tochter von Anke, auch noch massiert. Eine Wohltat für Muskeln und Knochen.
19. Etappe – Weiter nach Bonn und nach Frechen
Nach einem Besuch in der Bäckerei Welsch und im Lebensmittelladen Adams, wo sie genug Verpflegung für unterwegs mitbekommen, geht es los nach Bonn. Weil das Wetter mitspielt, können sie endlich mal wieder richtig skaten, schaffen es auch in einer guten Zeit nach Bonn und werden bei den Naturfreunden gut empfangen. Auch hier kommt die Presse, die Jungs werden zu einem Grillfest eingeladen, und Reinhard Wagner hat dort ein Bild von ihnen gemalt. Monika Heimerzheim hat eine Spendenaktion veranlasst, Elmar Hillesheim überreicht eine weitere Spende, sodass die Jungs gut ausgestattet weiterfahren können.
Eigentlich sollten sie hier ja in einer Gartenhütte übernachten. Die ist aber innen mit Rohholz ausgestattet, und weil Adrian unter einer Allergie leidet, kann er da nicht bleiben. Die Folge wären am nächsten Tag Ausschlag und Pusteln. Kurz entschlossen skaten sie weiter nach Frechen (Hürth), wo ihre Gastgeberin Mareike Mischke sie eigentlich erst für den nächsten Abend erwartet. „Kein Problem“, sagt sie am Telefon. Es wird allerdings ziemlich spät, so dass Mareike die Jungs kurz vor Frechen abholt.
20. Etappe - Ruhetag in Frechen (Hürth)
Der unerwartete Ruhetag gibt ihnen die Möglichkeit noch mal neue Kraft zu tanken und einfach das Wetter zu genießen. In einem Skateboardladen lassen sie ihre Ausrüstung überholen, bekommen von Mareike Karten für ein Hallenbad geschenkt und lassen die Seele baumeln. Morgen früh soll es einen weiteren Pressetermin und ein Frühstück beim Bürgermeister geben.

Freundlich bewirtet im Freizeitbad Grafenwerth
Alle Fotos: www.skaterjungs.sagbaybay.de
21. Etappe – Frühstück beim Bürgermeister und dann nach Köln-Deutz
Vormittags sind sie tatsächlich zum Frühstück bei Hans-Willi Meier, Bürgermeister von Frechen, zuhause eingeladen. Das haben der Frechener Umweltjournalist Jürgen Streich, der auch Öffentlichkeitsarbeit für Greenpeace macht, und ihre Gastgeberin Mareike Mischke vermittelt. Als die Jungs ankommen, sitzt schon ein Journalist auf der Terrasse. Der Bürgermeister zeigt großes Interesse an der Aktion der Jungs, und es gelingt ihnen sogar, einige Unterschriften zu bekommen. Anschließend gehen sie mit Mareike zum Essen, das der Bürgermeister ihnen in einer Gaststätte spendiert hat. Am frühen Nachmittag dann Aufbruch nach Köln Deutz, wo sie in der Jugendherberge ein "supertolles Zimmer“ bekommen. Sie können jetzt noch einmal tief durchatmen, denn morgen, Montag, werden sie endlich wieder zuhause in Leverkusen sein.
Empfang bei BAYER – Bürgermeisterin kommt zur Party
Pünktlich um 14.30 Uhr treffen die Skaterjungs an der B 8, Ecke KWA in Leverkusen ein, wo es zur Konzernzentrale der BAYER AG geht. Norbert Löffler begrüßt Adrian und Dennis erleichtert zusammen mit einer Reporterin von Radio Leverkusen. BAYER-Chef Wenning ist zwar verhindert, aber seine Pressesprecherin und ihr Kollege empfangen sie an einem runden Tisch mit Getränken und Obst. Adrian und Dennis können ihre Unterschriftensammlung gegen Arbeitsplatzvernichtung abgeben. Es kommt zu einem Gespräch über ihre Aktion und Jugendarbeitslosigkeit. Die Pressesprecherin verspricht, die Unterschriften an Werner Wenning weiterzuleiten.
Anschließend brechen die Jungs Richtung Skaterpark auf. Adrians Vater fährt mit dem Auto vor, um ihr Kommen anzukündigen. Trotz Urlaubszeit schon die ersten Gäste versammelt, darunter Familie Müller aus Bad Honnef , Mareike Mischke aus Frechen, weitere Sponsoren, Spender, Bekannte, Verwandte und Freunde. Um 16 Uhr sagt Norbert Löffler auf der Bühne die Ankunft der Jungs an, und pünktlich kommen sie unter Jubelrufen und Applaus auf ihren Brettern angesaust. Auf die Bühne gebeten, überreichen sie Bürgermeisterin Irmgard Goldmann (CDU) die Unterschriften und sprechen mit ihr über die Aktion.
Norbert Löffler betont in einer Ansprache, dass dies heute nicht das Ende einer tollen Aktion, sondern der Anfang einer Bewegung sein könne. Viele Kontakte per Internet, Gespräche und Treffen während der Skatingtour mit Jugendverbänden, DGB- und ver.di-Jugend gäben Anlass zur Hoffnung, dass viele junge Leute bereit seien, aufzustehen und etwas gegen Arbeitsplatzvernichtung und Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Gemeinsam mit Manfred Demmer von der Kulturvereinigung Leverkusen werde man die wichtigsten Ereignisse der Skatingtour in Wort und Bild zusammenfassen und damit vor allem Unterstützer und Sponsoren aber auch andere Interessenten erfreuen. Auch zwei Journalisten der Rheinischen Post sind da und machen ein Interview mit den Beiden. Der Einsatz ihrer Unterstützer vor Ort, die eine „Fressbude“, einen Kletterturm und die Bühne aufgebaut haben, hat sich gelohnt. Die Stimmung ist gut. Mit Musik und vielen Gesprächen kann die Party unter der Stelzenautobahn in Wiesdorf beginnen. (PK)
Weitere Informationen: www.skaterjungs.sagbaybay.de
Online-Flyer Nr. 104 vom 18.07.2007
Die dritte Woche der Protest-Skatingtour von Adrian und Dennis
Anfang einer Bewegung?
Von Peter Kleinert
14. Etappe – Endlich ein Ruhetag in Manderscheid
Nach der großen Aufregung gestern über das trotz rechtzeitiger Anmeldung geschlossene Naturfreundehaus heute eine freudige Überraschung: Der Herbergsvater in Manderscheid, wohin die Skaterjungs in ihrer Not per Taxi fahren mussten, ist ein sehr gütiger Mann. Die erste Übernachtung, die ja gar nicht geplant war, sponsert er mit seiner Frau privat, die zweite geht auf die Jugendherberge. Und am Morgen scheint auch noch die Sonne. Zuerst Unterschriften sammeln im Ort und dann ab ins Schwimmbad. Dann ruft ein Reporter aus Leverkusen an und macht ein Interview mit Adrian. Danach wieder Unterschriften Sammeln und Diskussionen mit den Leuten. Morgen steht die Etappe nach Daun an – also Ausruhen.

Adrian, Norbert und Dennis an einem See bei Daun
15. Etappe – endlich mal bei gutem Wetter bis Daun
Während Adrian und Dennis bei gutem Wetter das freundliche Manderscheid verlassen, fährt Adrians Vater mit seinem zweiten Sohn Raimund nach Daun. Als er dort gegen 13 Uhr ankommt, ruft er Adrian an und schlägt vor, sie abzuholen. Das Wetter könnte ja wieder mal verrückt spielen. Norbert Löffler macht Fotos von den Jungs, gibt ihnen frische Wäsche und lädt sie zum Essen ein. Es gibt viel zu erzählen. Anschließend geht’s zum Weinfelder Maar, einer der berühmten Vulkanseen, in dem sie sogar Schwimmen gehen. Norbert Löffler bringt sie noch zurück zur JH, wo gerade zwei Busse mit Jugendlichen eintreffen, und macht sich mit Raimund wieder auf den Weg nach Leverkusen. Morgen werden die Jungs ihren „großen Tag“ haben: Die SPD-Abgeordnete Andrea Nahles hat sich angekündigt und will sie in Mayen empfangen.
16. Etappe – aber in Mayen keine Andrea Nahles
Beim Aufbruch in Daun ist das Wetter noch „ganz ok“, aber dann gibt’s stark befahrene Landstraßen und schließlich Hagelstürme und Platzregen. Da sie eh schon erkältet sind, nehmen sie lieber einen Bus nach Mayen. Bei der Ankunft hält ein PKW neben ihnen, und eine Frau fragt, ob sie die Skaterjungs wären. Die Dame nimmt die Beiden mit zum Marktplatz, wo die DGB-Jugend einen Stand für ihren Empfang aufgebaut hat. Gute Diskussionen, die Gewerkschafter helfen ihnen Unterschriften zu sammeln. Auch die Lokalpresse trifft ein. Nur Andrea Nahles nicht – trotz der Ankündigung vor ein paar Tagen. Dafür kommt anderer Besuch: aus Leverkusen Manfred Demmer von der Kulturvereinigung Leverkusen, dazu Verwandte von Adrian mit Freunden, die in Mayen wohnen. Beifall von allen Seiten für die Skaterjungs zu ihrer gelungenen Aktion. Nach einem gemeinsamen Abendessen werden die Jungs zur Jugendherberge gebracht. Der Tag war anstrengend aber ein voller Erfolg – auch ohne die Bundestagsabgeordnete.

Adrian, Gastgeberin Carina, Marvin und Dennis in Bad Honnef
17. Etappe – in der JH Altenahr „fast wie bei Muttern“
Weil sie am Morgen glatt das Frühstück verschlafen haben, bekommen sie von den netten JH-Eltern sogar noch Brötchen für unterwegs angeboten. Wegen wieder stark befahrener Landstraßen wählen sie mit Hilfe von Karte und Kompass lieber Waldwege, auf denen sie zwar weniger skaten können aber wesentlich sicherer sind. Einige Kilometer vor Altenahr ruft Dennis Mutter an. Sie ist in Altenahr und pickt die Jungs dann einige Kilometer vor dem Zielort auf. So können sie sich noch einen schönen Spätnachmittag auf einer Sommerrodelbahn machen. Die Jugendherberge, so Adrian und Dennis, ist die modernste und komfortabelste von allen, die sie bisher kennen gelernt haben. Sie bekommen „ein riesiges Doppelzimmer, voll modern“, dürfen sich ihr Essen aussuchen, bekommen Getränke – es ist, wie Adrian am Telefon sagt, „fast wie bei Muttern“. Nach dem Unterschriftensammeln freuen sich beide auf morgen, auf Carina Bätz und ein auf ihrer homepage von Sponsoren angekündigtes Hammerprogramm in Bad Honnef.
18. Etappe – viel Aufmerksamkeit und Sponsoring in Bad Honnef
Am nächsten Morgen erfahren sie, dass sie eine Gratisübernachtung hatten. Alle JH-Mitarbeiter unterschreiben auch noch auf der Unterschriftenliste und sammeln Geld, damit die Jungs bei dem schlechten Wetter ein Stück mit dem Zug fahren könnten, wenn es nötig werden sollte. Dazu noch Lunchpakete und Süßigkeiten. Die Jungs sind einfach sprachlos vor Dankbarkeit. Das ist die Streicheleinheit, die ihnen fehlte, um die letzten Etappen zu schaffen. Tatsächlich regnet es wieder, und sie fahren ein Stück mit dem Zug Richtung Remagen, schlagen sich dann nach Bad Honnef durch, wo Carina Bätz sie schon erwartet. Sie hatte sich schon vor einiger Zeit auf der Skaterjungs-Homepage als Sponsorin gemeldet.

Bad Honnefs Bürgermeisterin Wally Feiden im Interview über die Skatingaktion
Pünktlich um 14 Uhr sind sie vor dem Rathaus, wo Bürgermeisterin Wally Feiden und Presse auf sie warten. Die Bürgermeisterin lobt ihre Aktion, die Journalisten stellen viele Fragen. Endlich bekommt ihre Aktion die Aufmerksamkeit, die sie wegen ihres Zieles verdient. Radio Bonn-Rhein-Sieg will am nächsten Morgen eine Sendung machen. Anke Müller von der Firma Paffen Sport bringt ihnen T-Shirts, Jacken und Capes. Bei Carina Bätz zuhause warten neue Bretter auf sie, die von der Firma Urban Supplies OHG geschickt wurden, Vom Eiscafe Belluno Derart werden sie zu einem dicken Eis eingeladen, und ins Freizeitbad Grafenwerth dürfen sie mit Freikarten umsonst. Danach geht’s zum HIT Markt, wo jeder 6 Paar Socken geschenkt bekommt und anschließend ins Restaurant Calabria, das ihnen und Anke und Carina ein 4 Personen-Menu spendiert. Nach diesem tollen Tag geht es zu Carina nach Hause, und dort werden sie vor dem Schlafengehen von Carola Müller, der Tochter von Anke, auch noch massiert. Eine Wohltat für Muskeln und Knochen.
19. Etappe – Weiter nach Bonn und nach Frechen
Nach einem Besuch in der Bäckerei Welsch und im Lebensmittelladen Adams, wo sie genug Verpflegung für unterwegs mitbekommen, geht es los nach Bonn. Weil das Wetter mitspielt, können sie endlich mal wieder richtig skaten, schaffen es auch in einer guten Zeit nach Bonn und werden bei den Naturfreunden gut empfangen. Auch hier kommt die Presse, die Jungs werden zu einem Grillfest eingeladen, und Reinhard Wagner hat dort ein Bild von ihnen gemalt. Monika Heimerzheim hat eine Spendenaktion veranlasst, Elmar Hillesheim überreicht eine weitere Spende, sodass die Jungs gut ausgestattet weiterfahren können.
Eigentlich sollten sie hier ja in einer Gartenhütte übernachten. Die ist aber innen mit Rohholz ausgestattet, und weil Adrian unter einer Allergie leidet, kann er da nicht bleiben. Die Folge wären am nächsten Tag Ausschlag und Pusteln. Kurz entschlossen skaten sie weiter nach Frechen (Hürth), wo ihre Gastgeberin Mareike Mischke sie eigentlich erst für den nächsten Abend erwartet. „Kein Problem“, sagt sie am Telefon. Es wird allerdings ziemlich spät, so dass Mareike die Jungs kurz vor Frechen abholt.
20. Etappe - Ruhetag in Frechen (Hürth)
Der unerwartete Ruhetag gibt ihnen die Möglichkeit noch mal neue Kraft zu tanken und einfach das Wetter zu genießen. In einem Skateboardladen lassen sie ihre Ausrüstung überholen, bekommen von Mareike Karten für ein Hallenbad geschenkt und lassen die Seele baumeln. Morgen früh soll es einen weiteren Pressetermin und ein Frühstück beim Bürgermeister geben.

Freundlich bewirtet im Freizeitbad Grafenwerth
Alle Fotos: www.skaterjungs.sagbaybay.de
21. Etappe – Frühstück beim Bürgermeister und dann nach Köln-Deutz
Vormittags sind sie tatsächlich zum Frühstück bei Hans-Willi Meier, Bürgermeister von Frechen, zuhause eingeladen. Das haben der Frechener Umweltjournalist Jürgen Streich, der auch Öffentlichkeitsarbeit für Greenpeace macht, und ihre Gastgeberin Mareike Mischke vermittelt. Als die Jungs ankommen, sitzt schon ein Journalist auf der Terrasse. Der Bürgermeister zeigt großes Interesse an der Aktion der Jungs, und es gelingt ihnen sogar, einige Unterschriften zu bekommen. Anschließend gehen sie mit Mareike zum Essen, das der Bürgermeister ihnen in einer Gaststätte spendiert hat. Am frühen Nachmittag dann Aufbruch nach Köln Deutz, wo sie in der Jugendherberge ein "supertolles Zimmer“ bekommen. Sie können jetzt noch einmal tief durchatmen, denn morgen, Montag, werden sie endlich wieder zuhause in Leverkusen sein.
Empfang bei BAYER – Bürgermeisterin kommt zur Party
Pünktlich um 14.30 Uhr treffen die Skaterjungs an der B 8, Ecke KWA in Leverkusen ein, wo es zur Konzernzentrale der BAYER AG geht. Norbert Löffler begrüßt Adrian und Dennis erleichtert zusammen mit einer Reporterin von Radio Leverkusen. BAYER-Chef Wenning ist zwar verhindert, aber seine Pressesprecherin und ihr Kollege empfangen sie an einem runden Tisch mit Getränken und Obst. Adrian und Dennis können ihre Unterschriftensammlung gegen Arbeitsplatzvernichtung abgeben. Es kommt zu einem Gespräch über ihre Aktion und Jugendarbeitslosigkeit. Die Pressesprecherin verspricht, die Unterschriften an Werner Wenning weiterzuleiten.
Anschließend brechen die Jungs Richtung Skaterpark auf. Adrians Vater fährt mit dem Auto vor, um ihr Kommen anzukündigen. Trotz Urlaubszeit schon die ersten Gäste versammelt, darunter Familie Müller aus Bad Honnef , Mareike Mischke aus Frechen, weitere Sponsoren, Spender, Bekannte, Verwandte und Freunde. Um 16 Uhr sagt Norbert Löffler auf der Bühne die Ankunft der Jungs an, und pünktlich kommen sie unter Jubelrufen und Applaus auf ihren Brettern angesaust. Auf die Bühne gebeten, überreichen sie Bürgermeisterin Irmgard Goldmann (CDU) die Unterschriften und sprechen mit ihr über die Aktion.
Norbert Löffler betont in einer Ansprache, dass dies heute nicht das Ende einer tollen Aktion, sondern der Anfang einer Bewegung sein könne. Viele Kontakte per Internet, Gespräche und Treffen während der Skatingtour mit Jugendverbänden, DGB- und ver.di-Jugend gäben Anlass zur Hoffnung, dass viele junge Leute bereit seien, aufzustehen und etwas gegen Arbeitsplatzvernichtung und Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Gemeinsam mit Manfred Demmer von der Kulturvereinigung Leverkusen werde man die wichtigsten Ereignisse der Skatingtour in Wort und Bild zusammenfassen und damit vor allem Unterstützer und Sponsoren aber auch andere Interessenten erfreuen. Auch zwei Journalisten der Rheinischen Post sind da und machen ein Interview mit den Beiden. Der Einsatz ihrer Unterstützer vor Ort, die eine „Fressbude“, einen Kletterturm und die Bühne aufgebaut haben, hat sich gelohnt. Die Stimmung ist gut. Mit Musik und vielen Gesprächen kann die Party unter der Stelzenautobahn in Wiesdorf beginnen. (PK)
Weitere Informationen: www.skaterjungs.sagbaybay.de
Online-Flyer Nr. 104 vom 18.07.2007














