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Arbeit und Soziales
IG-Metall-Vorsitzender antwortet SPD-Fraktionschef Struck
„Wut über Rente mit 67“
Von Jürgen Peters

Jürgen Peters: “Wir vertreten die Interessen der Beschäftigten”
Foto: pipeline
Die IG-Metall-Verwaltungsstellen haben in den vergangenen Monaten bundesweit Bundestagsabgeordnete zu Diskussionsveranstaltungen, und Betriebsbesuchen zum Thema »Rente mit 67« eingeladen. Die Abgeordneten sollten die Möglichkeit erhalten, »ihren« Wählerinnen und Wählern vor Ort die Rentenpolitik der Bundesregierung zu erklären und mit ihnen darüber diskutieren. Wir wollten unseren Standpunkt darstellen. Die Zahl der SPD-Bundestagsabgeordneten, die das Angebot angenommen haben, hätte höher sein können. Ein weiteres Beispiel dafür, daß die SPD-Bundestagsfraktion eine Einladung zur sachlichen Diskussion nicht angenommen hat, war die »alternative Anhörung« zur »Rente mit 67« und Altersteilzeit des IG-Metall-Bezirks Niedersachen/Sachen-Anhalt am 24. Januar 2007 in Hannover. Auch hier sah sich die SPD-Bundestagsfraktion nicht in der Lage, einen Vertreter zu benennen, der sich der Debatte stellt.
Überdies bezweifle ich, daß die Weitergabe Deines Briefes an die Medien ein Beitrag zur Versachlichung der Debatte ist. Du wirst verstehen, daß meine Antwort auf Deinen Brief nun ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muß.
Zur Plakataktion selbst: Der Vorwurf, daß 500 Zeichen nicht ausreichen, um die »Rente mit 67« zu erklären, ist nicht überzeugend. Es gehört zur alltäglichen Übung von Politikerinnen und Politikern in kurzen, prägnanten Stellungnahmen einen Sachverhalt darstellen und erklären zu können. Auch SPD-Politiker zeigen ein großes Interesse daran, wenn es darum geht, daß sie mit einem Zehn-Sekunden-Statement im Fernsehen oder mit zwei Zitaten in der Zeitung erscheinen. Bedenken und Empörung darüber, daß eine ausgiebige Darstellung komplexer Sachverhalte über diesen Weg nicht möglich ist, habe ich noch nicht gehört.
Daß man durchaus kompetent und kurz zum Thema »Rente mit 67« Stellung beziehen kann, belegen die kurzen, differenzierten Rückmeldungen einiger SPD-Abgeordneter zu unserer Plakataktion.
Ich bin mir im übrigen sicher, daß, wenn die Plakate ein Thema behandeln würden, wo sich IG Metall und SPD einig wären, die Abgeordneten der Fraktion die Plakate mit heimlicher Genugtuung als willkommene Wahlkampfhilfe empfunden hätten.
Lieber Peter, die IG Metall hält an ihrer Kritik zur »Rente mit 67« fest. Nicht weil einige Funktionäre das so wollen, sondern weil es in den Betrieben massiven Unmut, Unverständnis, ja sogar Wut gibt. Als Gewerkschaft vertreten wir die Interessen der Beschäftigten...
Lieber Peter, die Argumente in Deinem Brief für die »Rente mit 67« sind nicht überzeugend. Die Grundannahmen sind nicht richtig. Das alles läßt mich zu dem Schluß kommen, daß es vielleicht die Argumentationsdefizite der SPD sind, die dazu führen, das Handeln der IG Metall in der Form als unsachlich darzustellen. Wer in der Sache nicht überzeugt, muß die Form der Auseinandersetzung kritisieren. Es ist bedauerlich, daß Du diesen Weg gewählt hast…
Online-Flyer Nr. 80 vom 31.01.2007
IG-Metall-Vorsitzender antwortet SPD-Fraktionschef Struck
„Wut über Rente mit 67“
Von Jürgen Peters

Jürgen Peters: “Wir vertreten die Interessen der Beschäftigten”
Foto: pipeline
Die IG-Metall-Verwaltungsstellen haben in den vergangenen Monaten bundesweit Bundestagsabgeordnete zu Diskussionsveranstaltungen, und Betriebsbesuchen zum Thema »Rente mit 67« eingeladen. Die Abgeordneten sollten die Möglichkeit erhalten, »ihren« Wählerinnen und Wählern vor Ort die Rentenpolitik der Bundesregierung zu erklären und mit ihnen darüber diskutieren. Wir wollten unseren Standpunkt darstellen. Die Zahl der SPD-Bundestagsabgeordneten, die das Angebot angenommen haben, hätte höher sein können. Ein weiteres Beispiel dafür, daß die SPD-Bundestagsfraktion eine Einladung zur sachlichen Diskussion nicht angenommen hat, war die »alternative Anhörung« zur »Rente mit 67« und Altersteilzeit des IG-Metall-Bezirks Niedersachen/Sachen-Anhalt am 24. Januar 2007 in Hannover. Auch hier sah sich die SPD-Bundestagsfraktion nicht in der Lage, einen Vertreter zu benennen, der sich der Debatte stellt.
Überdies bezweifle ich, daß die Weitergabe Deines Briefes an die Medien ein Beitrag zur Versachlichung der Debatte ist. Du wirst verstehen, daß meine Antwort auf Deinen Brief nun ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muß.
Zur Plakataktion selbst: Der Vorwurf, daß 500 Zeichen nicht ausreichen, um die »Rente mit 67« zu erklären, ist nicht überzeugend. Es gehört zur alltäglichen Übung von Politikerinnen und Politikern in kurzen, prägnanten Stellungnahmen einen Sachverhalt darstellen und erklären zu können. Auch SPD-Politiker zeigen ein großes Interesse daran, wenn es darum geht, daß sie mit einem Zehn-Sekunden-Statement im Fernsehen oder mit zwei Zitaten in der Zeitung erscheinen. Bedenken und Empörung darüber, daß eine ausgiebige Darstellung komplexer Sachverhalte über diesen Weg nicht möglich ist, habe ich noch nicht gehört.
Daß man durchaus kompetent und kurz zum Thema »Rente mit 67« Stellung beziehen kann, belegen die kurzen, differenzierten Rückmeldungen einiger SPD-Abgeordneter zu unserer Plakataktion.
Ich bin mir im übrigen sicher, daß, wenn die Plakate ein Thema behandeln würden, wo sich IG Metall und SPD einig wären, die Abgeordneten der Fraktion die Plakate mit heimlicher Genugtuung als willkommene Wahlkampfhilfe empfunden hätten.
Lieber Peter, die IG Metall hält an ihrer Kritik zur »Rente mit 67« fest. Nicht weil einige Funktionäre das so wollen, sondern weil es in den Betrieben massiven Unmut, Unverständnis, ja sogar Wut gibt. Als Gewerkschaft vertreten wir die Interessen der Beschäftigten...
Lieber Peter, die Argumente in Deinem Brief für die »Rente mit 67« sind nicht überzeugend. Die Grundannahmen sind nicht richtig. Das alles läßt mich zu dem Schluß kommen, daß es vielleicht die Argumentationsdefizite der SPD sind, die dazu führen, das Handeln der IG Metall in der Form als unsachlich darzustellen. Wer in der Sache nicht überzeugt, muß die Form der Auseinandersetzung kritisieren. Es ist bedauerlich, daß Du diesen Weg gewählt hast…
Online-Flyer Nr. 80 vom 31.01.2007














