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Lokales
Offener Brief an die FreundInnen und UnterstützerInnen des SSK
Wir wollen noch ein Haus kaufen
Von Johannes Schulte
Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen
Während die Anfangszeit des Projektes SSK in den siebziger Jahren noch durch Besetzungen der benötigten Gebäude gekennzeichnet war, stellt sich für uns heute der Erwerb der Gebäude als realistischste und sicherste Strategie dar, dem Projekt auch für die Zukunft eine Heimstatt zu sichern und gleichzeitig diese Häuser endgültig dem so genannten freien Markt und somit einer privaten, gewinnorientierten Nutzung zu entziehen.
Obwohl wir einen recht guten Mietvertrag hatten, der auch von einem potentiellen Käufer hätte übernommen werden müssen, bot er uns doch nicht die Sicherheit, die Eigentum mit sich bringt. Die Vorgänge um den Salierring 41 vor zwei Jahren stecken uns alle noch in den Knochen, als das Bundesverfassungsgericht den damaligen Mietvertrag kippte und der SSK Salierring Gefahr lief, Möbellager und Wohnraum zu verlieren.

Wollen ein zweites Haus kaufen - SSK
Die Verhandlungen mit dem Eigentümer Heiner Jachertz haben jetzt ergeben, dass wir das Haus für 387.000 EUR kaufen können. 100.000 EUR bringen wir selbst auf, sodass uns noch 287.000 EUR fehlen. Die positiven Erfahrungen mit privaten KreditgeberInnen und der reibungslosen Tilgung dieser Kredite beim Kauf des Hauses Salierring 41 haben uns veranlasst, zum Kauf des Hauses Salierring 37 wieder so viele Privatdarlehen wie möglich einzuwerben, um nur im Notfall auf Bankkredite zurückgreifen zu müssen.
Das ist auch das Anliegen dieses Briefes:
Können Sie sich vorstellen, das Projekt SSK durch das Gewähren eines Privatdarlehens zu unterstützen? Auch kleinere Kredite (ab 500 EURO) sind uns sehr wilkommen. Kurze Laufzeiten (ab 3 Monaten) wären in unserem Finanzierungsmodell ebenfalls kein Problem (Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit einer Spende an den gemeinnützigen Verein Helft dem SSK e.V - gegen abzugsfähige Spendenquittung.) Zu den technischen Details der Kreditvergabe an den Helft dem SSK e.V beachten Sie bitte die Informationen im Anhang.
Warum es sich lohnen könnte, die Sozialistische Selbsthilfe Köln zu unterstützen, wissen Sie entweder schon, oder Sie lassen sich durch einen Blick in Geschichte und Gegenwart des SSK inspirieren...

Im SSK-Café am Salierring
Fotos: SSK
Hier nur soviel: Der SSK gehört zu Kölns ältesten alternativen Projekten. Seit über 35 Jahren wird in den Gruppen Salierring und Ehrenfeld gemeinsames Leben und Arbeiten in möglichst hierarchiefreier Selbstorganisation ohne staatliche oder kommunale Einmischung praktiziert. Die ökonomische Basis des Projekts sind Entrümpelungen, Haushaltsauflösungen und Transporte, sowie der Verkauf von Gebrauchtmöbeln, Elektrogeräten, Haushaltsgegenständen, Büchern und Trödel. Die Arbeitsbereiche sind so gewählt, daß (fast) Jede/r diese Tätigkeiten ausüben kann, auch wenn er/sie auf dem "Arbeitsmarkt" keinerlei Perspektive hätte. Durch das Projekt entstehen nicht nur "Arbeitsplätze" und Wohnraum. Die soziale und politische Komponente des Projekts sind uns mindestens genau so wichtig. Die Gestaltung der Preise im Verkauf, die Beratung und Hilfe für Menschen in den jeweiligen Vierteln stellen soziale Elemente unserer Arbeit dar.
In Köln ist der SSK zu einem wichtigen Teil der linken Infrastruktur geworden. Unsere LKW sind bei vielen Demonstrationen zu finden, wir sind amtierende Weltmeister in der Aktionsform "Möblierung des Öffentlichen Raumes" (Sei es das Foyer des Arbeitsamts, der Hauptbahnhof oder die Domplatte...). Räume für politische Arbeit werden bereitgestellt, das Café am Salierring und die Bar-Barra in Ehrenfeld sind Treffpunkte, die öffentlich zugänglich sind. Schließlich organisieren beide Gruppen politische und kulturelle Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themenbereichen: Vorträge, Diskussionsveranstaltungen, Kino, Lesungen und Musik.
Eine Zusammenfassung der Geschichte und Gegenwart des Projektes Sozialistische Selbsthilfe Köln können Sie im Internet unter www.ssk-bleibt.de finden. Am 10. Dezember findet im Café am Salierring 37 ein Informationsnachmittag zum Hauskauf statt.
Wer Fragen zu unserem Unterfangen hat, kann sich aber auch jederzeit während der Öffnungszeiten vorbeikommen oder anrufen oder mailen: Denise Klein 0221/291 40 40 oder 0179/92 55 866, Johannes Schulte 0171/10 48 755, ssk-bleibt@web.de
Einen persönlichen Eindruck verschaffen kann man sich auch auf folgenden Veranstaltungen:
Polizei und Geheimdienst
Polizeiliche und geheimdienstliche Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit gehört zum politischen Alltag. Die Informationsbeschaffung dient der Polizei sowohl für die Einschätzung von Einzelpersonen, Gruppen und Strukturen, wie auch für deren Kriminalisierung. Die technischen Möglichkeiten dafür erweitern sich ständig. Dazu gehört neben vielen anderen Maßnahmen die akustische und visuelle Überwachung von Personen und Räumen oder die Auswertung von Internet- und Telefonverbindungen. Damit können immer präzisere Bewegungsbilder und Personenprofile erstellt werden, die bei Hausdurchsuchungen gewonnen werden. Computerfestplatten sind hierbei inzwischen ganz oben auf der Hitliste der Schnüffler. Die Technik, die wir nutzen, nützt auch unserer Überwachung. Was geht und was nicht soll Thema dieses Abends sein.
Donnerstag, 23. November, 20.00 Uhr
Außerdem:
Im Hotel Garni
Ein Abend mit Hubert Fichte
Lesung und Musik
Samstag, 02. Dezember, 20.00 Uhr
Bücherflohmarkt im Café
Samstag 09. Dezember, 11.00 Uhr
Info-Nachmittag zum Hauskauf
Sonntag 10. Dezember, 15.00 Uhr
Über eine rasche Rückmeldung freuen sich Helft dem SSK e.V.und die SSKler vom Salierring
Online-Flyer Nr. 70 vom 14.11.2006
Offener Brief an die FreundInnen und UnterstützerInnen des SSK
Wir wollen noch ein Haus kaufen
Von Johannes Schulte
Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen
Während die Anfangszeit des Projektes SSK in den siebziger Jahren noch durch Besetzungen der benötigten Gebäude gekennzeichnet war, stellt sich für uns heute der Erwerb der Gebäude als realistischste und sicherste Strategie dar, dem Projekt auch für die Zukunft eine Heimstatt zu sichern und gleichzeitig diese Häuser endgültig dem so genannten freien Markt und somit einer privaten, gewinnorientierten Nutzung zu entziehen.
Obwohl wir einen recht guten Mietvertrag hatten, der auch von einem potentiellen Käufer hätte übernommen werden müssen, bot er uns doch nicht die Sicherheit, die Eigentum mit sich bringt. Die Vorgänge um den Salierring 41 vor zwei Jahren stecken uns alle noch in den Knochen, als das Bundesverfassungsgericht den damaligen Mietvertrag kippte und der SSK Salierring Gefahr lief, Möbellager und Wohnraum zu verlieren.

Wollen ein zweites Haus kaufen - SSK
Die Verhandlungen mit dem Eigentümer Heiner Jachertz haben jetzt ergeben, dass wir das Haus für 387.000 EUR kaufen können. 100.000 EUR bringen wir selbst auf, sodass uns noch 287.000 EUR fehlen. Die positiven Erfahrungen mit privaten KreditgeberInnen und der reibungslosen Tilgung dieser Kredite beim Kauf des Hauses Salierring 41 haben uns veranlasst, zum Kauf des Hauses Salierring 37 wieder so viele Privatdarlehen wie möglich einzuwerben, um nur im Notfall auf Bankkredite zurückgreifen zu müssen.
Das ist auch das Anliegen dieses Briefes:
Können Sie sich vorstellen, das Projekt SSK durch das Gewähren eines Privatdarlehens zu unterstützen? Auch kleinere Kredite (ab 500 EURO) sind uns sehr wilkommen. Kurze Laufzeiten (ab 3 Monaten) wären in unserem Finanzierungsmodell ebenfalls kein Problem (Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit einer Spende an den gemeinnützigen Verein Helft dem SSK e.V - gegen abzugsfähige Spendenquittung.) Zu den technischen Details der Kreditvergabe an den Helft dem SSK e.V beachten Sie bitte die Informationen im Anhang.
Warum es sich lohnen könnte, die Sozialistische Selbsthilfe Köln zu unterstützen, wissen Sie entweder schon, oder Sie lassen sich durch einen Blick in Geschichte und Gegenwart des SSK inspirieren...

Im SSK-Café am Salierring
Fotos: SSK
Hier nur soviel: Der SSK gehört zu Kölns ältesten alternativen Projekten. Seit über 35 Jahren wird in den Gruppen Salierring und Ehrenfeld gemeinsames Leben und Arbeiten in möglichst hierarchiefreier Selbstorganisation ohne staatliche oder kommunale Einmischung praktiziert. Die ökonomische Basis des Projekts sind Entrümpelungen, Haushaltsauflösungen und Transporte, sowie der Verkauf von Gebrauchtmöbeln, Elektrogeräten, Haushaltsgegenständen, Büchern und Trödel. Die Arbeitsbereiche sind so gewählt, daß (fast) Jede/r diese Tätigkeiten ausüben kann, auch wenn er/sie auf dem "Arbeitsmarkt" keinerlei Perspektive hätte. Durch das Projekt entstehen nicht nur "Arbeitsplätze" und Wohnraum. Die soziale und politische Komponente des Projekts sind uns mindestens genau so wichtig. Die Gestaltung der Preise im Verkauf, die Beratung und Hilfe für Menschen in den jeweiligen Vierteln stellen soziale Elemente unserer Arbeit dar.
In Köln ist der SSK zu einem wichtigen Teil der linken Infrastruktur geworden. Unsere LKW sind bei vielen Demonstrationen zu finden, wir sind amtierende Weltmeister in der Aktionsform "Möblierung des Öffentlichen Raumes" (Sei es das Foyer des Arbeitsamts, der Hauptbahnhof oder die Domplatte...). Räume für politische Arbeit werden bereitgestellt, das Café am Salierring und die Bar-Barra in Ehrenfeld sind Treffpunkte, die öffentlich zugänglich sind. Schließlich organisieren beide Gruppen politische und kulturelle Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themenbereichen: Vorträge, Diskussionsveranstaltungen, Kino, Lesungen und Musik.
Eine Zusammenfassung der Geschichte und Gegenwart des Projektes Sozialistische Selbsthilfe Köln können Sie im Internet unter www.ssk-bleibt.de finden. Am 10. Dezember findet im Café am Salierring 37 ein Informationsnachmittag zum Hauskauf statt.
Wer Fragen zu unserem Unterfangen hat, kann sich aber auch jederzeit während der Öffnungszeiten vorbeikommen oder anrufen oder mailen: Denise Klein 0221/291 40 40 oder 0179/92 55 866, Johannes Schulte 0171/10 48 755, ssk-bleibt@web.de
Einen persönlichen Eindruck verschaffen kann man sich auch auf folgenden Veranstaltungen:
Polizei und Geheimdienst
Polizeiliche und geheimdienstliche Aufklärungs- und Ermittlungsarbeit gehört zum politischen Alltag. Die Informationsbeschaffung dient der Polizei sowohl für die Einschätzung von Einzelpersonen, Gruppen und Strukturen, wie auch für deren Kriminalisierung. Die technischen Möglichkeiten dafür erweitern sich ständig. Dazu gehört neben vielen anderen Maßnahmen die akustische und visuelle Überwachung von Personen und Räumen oder die Auswertung von Internet- und Telefonverbindungen. Damit können immer präzisere Bewegungsbilder und Personenprofile erstellt werden, die bei Hausdurchsuchungen gewonnen werden. Computerfestplatten sind hierbei inzwischen ganz oben auf der Hitliste der Schnüffler. Die Technik, die wir nutzen, nützt auch unserer Überwachung. Was geht und was nicht soll Thema dieses Abends sein.
Donnerstag, 23. November, 20.00 Uhr
Außerdem:
Im Hotel Garni
Ein Abend mit Hubert Fichte
Lesung und Musik
Samstag, 02. Dezember, 20.00 Uhr
Bücherflohmarkt im Café
Samstag 09. Dezember, 11.00 Uhr
Info-Nachmittag zum Hauskauf
Sonntag 10. Dezember, 15.00 Uhr
Über eine rasche Rückmeldung freuen sich Helft dem SSK e.V.und die SSKler vom Salierring
Online-Flyer Nr. 70 vom 14.11.2006














