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Arbeit und Soziales
Offener Brief an NRW-Innenminister Wolf
Bleiberecht für Familie Idic
Vom Unterstützerkreis
Herr Ministerpräsident Dr. Rüttgers hat den kleinen Edijan bei dessen Einschulung kennen gelernt und Sie, sehr geehrter Herr Innenminister, in einem Brief gebeten, sich "in diesem besonderen Einzelfall" für ein "Bleiberecht der Familie in Deutschland auf Dauer" einzusetzen. Auch wir, der Unterstützerkreis, der aus Gemeinden der Katholischen und Evangelischen Kirchen, deren Leitungen und über 1.000 Privatpersonen, deren Unterschriften wir heute übergeben, besteht, meinen: Die bestens integrierten Kinder der Familie Idic und ihre Mutter Resmi (36) sollen eine Zukunft hier in ihrer Heimatstadt Düsseldorf haben. Auch Bundsinnenminister Wolfgang Schäuble hat erst unlängst gesagt, dass es "absurd" sei, in Deutschland geborene und gut integrierte Kinder abzuschieben.
Nicht zuletzt das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW hat einen "Aktionsplan Integration" veröffentlicht, worin es heißt: "Die Landesregierung wird sich weiterhin dafür einsetzen, gemeinsam mit dem Bund und den Ländern eine Bleiberechtsregelung für länger hier lebende Ausländerinnen und Ausländer zu schaffen, die in unsere Gesellschaft integriert sind."
Die seit geraumer Zeit im Turnus von wenigen Wochen ausgestellten und jederzeit widerrufbaren Aufenthaltsduldungen für die Familie Idic stellen eine unsagbare Belastung dar. Alle, die die Familiensituation kennen, sind über die psychische Stärke erstaunt. Aber auch die stärkste Psyche bricht, wenn sie einem solchen Dauerdruck ausgesetzt wird.
Alle vier Idic-Kinder sind gut in der Schule. Wenn sie hier bleiben, ihren Lebensweg wie bisher zielstrebig gehen, steht ihnen allen eine erfolgreiche Zukunft bevor und sie können einen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft, die auch ihre ist, leisten. Diese Kinder brauchen keine gesonderte Sprachförderung und keine Integrationshilfen. Sie beherrschen die deutsche Sprache einwandfrei, denn sie ist ihre Muttersprache. Vielleicht nehmen Sie einmal die Gelegenheit wahr, Familie Idic kennen zu lernen.
Wir, der Unterstützerkreis der Familie Idic, bitten Sie herzlich, die Möglichkeiten, die Ihnen Ihr Ministeramt bietet, zu nutzen, um der Familie Idic ein dauerhaftes Bleiberecht zu ermöglichen. Der Anwalt der Familie hat einen Vergleichsvorschlag erarbeitet, dem zufolge die Familie sich verpflichtet, ihren Lebensunterhalt künftig ohne staatliche Transferleistungen zu bestreiten. Die Mutter könnte jeder Zeit bei ihrer alten Firma wieder anfangen, bei der sie bis zum Entzug der Arbeitserlaubnis tätig war. Wir, die Unterstützer, sind bereit, uns für die Unabhängigkeit der Familie Idic weiterhin einzusetzen.
Sehr geehrter Herr Innenminister: Bitte tun Sie das Ihnen Mögliche, damit Düsseldorfer Kinder nicht nach Serbien abgeschoben werden, wo sie Diskriminierung und Elend erwartet. Bitte weisen Sie die Kommunale Ausländerbehörde, die ihren gesetzlichen Ermessenspielraum nicht ausschöpft, an, der Familie Idic ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren.
Wir vertrauen auf Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen,
Unterstützerkreis Familie Idic
c/o Evangelische Lutherkirchengemeinde
Paul-Schneider-Haus
Germaniastr. 6-10
40223 Düsseldorf
22.9.06
Kopien:
Herrn Ministerpräsidenten Rüttgers
Herrn Integrationsminister Armin Laschet
Herrn OB Joachim Erwin
Siehe auch Interview mit Semra Idic in dieser NRhZ-Ausgabe
Online-Flyer Nr. 62 vom 19.09.2006
Offener Brief an NRW-Innenminister Wolf
Bleiberecht für Familie Idic
Vom Unterstützerkreis
Herr Ministerpräsident Dr. Rüttgers hat den kleinen Edijan bei dessen Einschulung kennen gelernt und Sie, sehr geehrter Herr Innenminister, in einem Brief gebeten, sich "in diesem besonderen Einzelfall" für ein "Bleiberecht der Familie in Deutschland auf Dauer" einzusetzen. Auch wir, der Unterstützerkreis, der aus Gemeinden der Katholischen und Evangelischen Kirchen, deren Leitungen und über 1.000 Privatpersonen, deren Unterschriften wir heute übergeben, besteht, meinen: Die bestens integrierten Kinder der Familie Idic und ihre Mutter Resmi (36) sollen eine Zukunft hier in ihrer Heimatstadt Düsseldorf haben. Auch Bundsinnenminister Wolfgang Schäuble hat erst unlängst gesagt, dass es "absurd" sei, in Deutschland geborene und gut integrierte Kinder abzuschieben.
Nicht zuletzt das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW hat einen "Aktionsplan Integration" veröffentlicht, worin es heißt: "Die Landesregierung wird sich weiterhin dafür einsetzen, gemeinsam mit dem Bund und den Ländern eine Bleiberechtsregelung für länger hier lebende Ausländerinnen und Ausländer zu schaffen, die in unsere Gesellschaft integriert sind."
Die seit geraumer Zeit im Turnus von wenigen Wochen ausgestellten und jederzeit widerrufbaren Aufenthaltsduldungen für die Familie Idic stellen eine unsagbare Belastung dar. Alle, die die Familiensituation kennen, sind über die psychische Stärke erstaunt. Aber auch die stärkste Psyche bricht, wenn sie einem solchen Dauerdruck ausgesetzt wird.
Alle vier Idic-Kinder sind gut in der Schule. Wenn sie hier bleiben, ihren Lebensweg wie bisher zielstrebig gehen, steht ihnen allen eine erfolgreiche Zukunft bevor und sie können einen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft, die auch ihre ist, leisten. Diese Kinder brauchen keine gesonderte Sprachförderung und keine Integrationshilfen. Sie beherrschen die deutsche Sprache einwandfrei, denn sie ist ihre Muttersprache. Vielleicht nehmen Sie einmal die Gelegenheit wahr, Familie Idic kennen zu lernen.
Wir, der Unterstützerkreis der Familie Idic, bitten Sie herzlich, die Möglichkeiten, die Ihnen Ihr Ministeramt bietet, zu nutzen, um der Familie Idic ein dauerhaftes Bleiberecht zu ermöglichen. Der Anwalt der Familie hat einen Vergleichsvorschlag erarbeitet, dem zufolge die Familie sich verpflichtet, ihren Lebensunterhalt künftig ohne staatliche Transferleistungen zu bestreiten. Die Mutter könnte jeder Zeit bei ihrer alten Firma wieder anfangen, bei der sie bis zum Entzug der Arbeitserlaubnis tätig war. Wir, die Unterstützer, sind bereit, uns für die Unabhängigkeit der Familie Idic weiterhin einzusetzen.
Sehr geehrter Herr Innenminister: Bitte tun Sie das Ihnen Mögliche, damit Düsseldorfer Kinder nicht nach Serbien abgeschoben werden, wo sie Diskriminierung und Elend erwartet. Bitte weisen Sie die Kommunale Ausländerbehörde, die ihren gesetzlichen Ermessenspielraum nicht ausschöpft, an, der Familie Idic ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren.
Wir vertrauen auf Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen,
Unterstützerkreis Familie Idic
c/o Evangelische Lutherkirchengemeinde
Paul-Schneider-Haus
Germaniastr. 6-10
40223 Düsseldorf
22.9.06
Kopien:
Herrn Ministerpräsidenten Rüttgers
Herrn Integrationsminister Armin Laschet
Herrn OB Joachim Erwin
Siehe auch Interview mit Semra Idic in dieser NRhZ-Ausgabe
Online-Flyer Nr. 62 vom 19.09.2006














