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Lokales
25 Jahre Obdachloseninitiative "Oase" Benedikt Labre e.V.
"Streitbar bleiben"
Von Rudi Rute
Die Leiterin der Einrichtung, Sozialarbeiterin Rosi Herting, eröffnete um 14 Uhr die Feier auf den Poller Wiesen. Kurz danach trat als erste Rednerin die Grüne Sozialdezernenntin Marlis Bredehorst ans Mikrophon und würdigte die nachhaltige Arbeit des Vereins, aber auch den streitbaren Geist ihrer Unterstützer/innen, die sich in der Vergangenheit immer wieder mutig für die Interessen von Obdachlosen und Anderen politisch eingesetzt haben. In einer kurzen historischen Rückblende auf den Werdegang des Vereins, der einst von dem inzwischen verstorbenen Pfarrer Karl Kreuzmann gegründet wurde, hob sie insbesondere den pädagogischen Ansatz der "Hilfe zur Selbsthilfe" hervor, der die tägliche Arbeit der "Helfenden" mit Wohnungslosen und Bedürftigen prägt.
Umzingelt von vielen Straßenmenschen sprach nach ihr SPD-Bürgermeisterin Elfi Scho Antwerpes, die ihrerseits die ständigen politischen Auseinandersetzungen um die städtische Haushaltsplanung thematisierte, unter der die Finanzierung der sozialen Einrichtungen seit Jahren leidet. Don Franco von den Magic Street Voices ließ es sich danach nicht nehmen, spontan ans Mikrophon zu gehen, um unter den Beifall der Gäste und Sozialarbeiter der Politik zu versprechen, daß man weiterhin "sehr streitbar" bleiben werde, bevor er mit den Magic Street Voices zum musikalischen Teil der Veranstaltung überleitete.
Statt der täglich Ration Stullen und einer Tasse Kaffe für die Bedürftigen gab es zur Feier des Tages ein umfangreiches warmes Menue und dazu ausreichend Kuchen, der von den Ehrenamtlern des Vereins gereicht wurde. Am Rande vieler persönlicher Gespräche zwischen den engagierten Bürgern, Politikern, Künstlern und Bedürftigen stellte "Oase"-Leiterin Rosi Herting gegenüber der Sozialdezernentin noch einmal ganz klar, dass der Einsatz von 1 Euro-Kräften für den Verein nicht in Frage kommt.
Die Sozialarbeiter überraschten danach die Anwesenden mit einem kleinen Fußballturnier, das die Stimmung aller Beteiligten im Laufe des Spiels deutlich erheiterte. Als Höhepunkt des Tages traten am späten Nachmittag Klaus der Geiger und Stadthistoriker Martin Stankowski auf, die abwechselnd mal mit markigen Politsongs mal mit historischen "Anekdötschen" aus der Kölner Stadtgeschichte ihr Publikum vor dem Hintergrund des Rheinpanoramas unterhielten. Der Feier fand am frühen Abend mit einem Stück des Berbertheaters ihren gelungenen Abschluss, über den in der älteste Obdachlosenzeitung Kölns, der "BANK EXTRA" in den nächsten Wochen umfangreich berichtet wird.
Crazy von den Magic Street Voices erinnerte zum Amüsement der Gäste mit Hinblick auf diese Zeitung zwischenzeitlich noch mal daran, dass diese damals zuerst unter dem Namen "BANK EXPRESS" erschien, bis ihn der Kölner DuMont-Verlag verbieten ließ, da er angeblich eine namentliche Verwechslungsgefahr mit seiner Boulevardzeitung EXPRESS fürchtete - aufgrund der völlig unterschiedlichen Formate, Inhalte, Vertriebsstrukturen, Leser/innen und geringen Auflage der Straßenzeitung eine immer wieder gern erzählte Geschichte unter den armen Straßenleuten, die auch an diesem Tag auf einen Journalisten des EXPRESS vergeblich warteten, obwohl der Tisch üppig gedeckt war. An diesen waren ja nicht nur Obdachlose, sondern auch ausdrücklich ANDERE eingeladen worden.
Siehe auch: Magic Street Voices
Online-Flyer Nr. 59 vom 29.08.2006
25 Jahre Obdachloseninitiative "Oase" Benedikt Labre e.V.
"Streitbar bleiben"
Von Rudi Rute
Die Leiterin der Einrichtung, Sozialarbeiterin Rosi Herting, eröffnete um 14 Uhr die Feier auf den Poller Wiesen. Kurz danach trat als erste Rednerin die Grüne Sozialdezernenntin Marlis Bredehorst ans Mikrophon und würdigte die nachhaltige Arbeit des Vereins, aber auch den streitbaren Geist ihrer Unterstützer/innen, die sich in der Vergangenheit immer wieder mutig für die Interessen von Obdachlosen und Anderen politisch eingesetzt haben. In einer kurzen historischen Rückblende auf den Werdegang des Vereins, der einst von dem inzwischen verstorbenen Pfarrer Karl Kreuzmann gegründet wurde, hob sie insbesondere den pädagogischen Ansatz der "Hilfe zur Selbsthilfe" hervor, der die tägliche Arbeit der "Helfenden" mit Wohnungslosen und Bedürftigen prägt.
Umzingelt von vielen Straßenmenschen sprach nach ihr SPD-Bürgermeisterin Elfi Scho Antwerpes, die ihrerseits die ständigen politischen Auseinandersetzungen um die städtische Haushaltsplanung thematisierte, unter der die Finanzierung der sozialen Einrichtungen seit Jahren leidet. Don Franco von den Magic Street Voices ließ es sich danach nicht nehmen, spontan ans Mikrophon zu gehen, um unter den Beifall der Gäste und Sozialarbeiter der Politik zu versprechen, daß man weiterhin "sehr streitbar" bleiben werde, bevor er mit den Magic Street Voices zum musikalischen Teil der Veranstaltung überleitete.
Statt der täglich Ration Stullen und einer Tasse Kaffe für die Bedürftigen gab es zur Feier des Tages ein umfangreiches warmes Menue und dazu ausreichend Kuchen, der von den Ehrenamtlern des Vereins gereicht wurde. Am Rande vieler persönlicher Gespräche zwischen den engagierten Bürgern, Politikern, Künstlern und Bedürftigen stellte "Oase"-Leiterin Rosi Herting gegenüber der Sozialdezernentin noch einmal ganz klar, dass der Einsatz von 1 Euro-Kräften für den Verein nicht in Frage kommt.
Die Sozialarbeiter überraschten danach die Anwesenden mit einem kleinen Fußballturnier, das die Stimmung aller Beteiligten im Laufe des Spiels deutlich erheiterte. Als Höhepunkt des Tages traten am späten Nachmittag Klaus der Geiger und Stadthistoriker Martin Stankowski auf, die abwechselnd mal mit markigen Politsongs mal mit historischen "Anekdötschen" aus der Kölner Stadtgeschichte ihr Publikum vor dem Hintergrund des Rheinpanoramas unterhielten. Der Feier fand am frühen Abend mit einem Stück des Berbertheaters ihren gelungenen Abschluss, über den in der älteste Obdachlosenzeitung Kölns, der "BANK EXTRA" in den nächsten Wochen umfangreich berichtet wird.
Crazy von den Magic Street Voices erinnerte zum Amüsement der Gäste mit Hinblick auf diese Zeitung zwischenzeitlich noch mal daran, dass diese damals zuerst unter dem Namen "BANK EXPRESS" erschien, bis ihn der Kölner DuMont-Verlag verbieten ließ, da er angeblich eine namentliche Verwechslungsgefahr mit seiner Boulevardzeitung EXPRESS fürchtete - aufgrund der völlig unterschiedlichen Formate, Inhalte, Vertriebsstrukturen, Leser/innen und geringen Auflage der Straßenzeitung eine immer wieder gern erzählte Geschichte unter den armen Straßenleuten, die auch an diesem Tag auf einen Journalisten des EXPRESS vergeblich warteten, obwohl der Tisch üppig gedeckt war. An diesen waren ja nicht nur Obdachlose, sondern auch ausdrücklich ANDERE eingeladen worden.
Siehe auch: Magic Street Voices
Online-Flyer Nr. 59 vom 29.08.2006














