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Aktueller Online-Flyer vom 26. Juni 2019  

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Krieg und Frieden
20. Jahrestag der NATO-Aggression gegen Jugoslawien
Für eine Welt ohne Kriege und eine gerechtere Gesellschaftsordnung!
Von Brigitte Queck (Mütter gegen den Krieg, Berlin-Brandenburg)

Als am 24.03.1999 die NATO - einschließlich Deutschlands - ihren Aggressionskrieg gegen den souveränen Staat Jugoslawien begann, entschlossen sich 160 Friedensbewegte, Frauen und Männer, darunter die „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“, von Dresden aus mit einem Bus-Konvoi nach Belgrad zu fahren, um den Menschen vor Ort zu zeigen, dass es auch ein anderes Deutschland gibt, das den Schwur der KZ-Häftlinge aller Länder nach dem Zweiten Weltkrieg "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!" ernst nahm. Die Massenmedien, größtenteils in den Händen großer Monopolgruppen, erzählten den Menschen in aller Welt, dass die Serbische Armee und Polizei einen Genozid im Kosovo veranstalten, dass diese die albanischen Menschen im Kosovo töten würden und die NATO eingreifen müsse, um weitere Morde zu verhindern.


Von NATO-Bomben zerstörte Eisenbahnbrücke, Grdelica, 60 km südlich von Nis, 1999 (Fotos: arbeiterfotografie.com)

Als wir in Jugoslawien ankamen und die zerstörten Häuser, Schulen, Fabriken und Brücken mit unseren eigenen Augen gesehen hatten, verstanden wir, dass sich dieser, seitens der NATO geführte Krieg, nicht gegen die serbische Armee oder Panzer mit von der NATO bis in die heutige Zeit heuchlerisch genannten „Panzer brechenden Waffen“ (Depleted Uranium bombs) richtete, sondern gegen das jugoslawische Volk selbst.

Die radioaktiven Bomben - eigentlich Mini-Atomwaffen - von 8000 Metern Höhe aus geworfen, konnten nicht unterscheiden: sind sie gegen Serben, Albaner, Roma, oder Menschen anderer Nationalität dieses Vielvölkerstaates, gerichtet.

Wer also hat im Kosovo und anderen Teilen Jugoslawiens wirklich ein Genozid verübt? Es war die NATO mit ihren Mini-Atomwaffen, deren Ergebnisse in Form von jährlich steigenden Krebserkrankungen und missgebildeten Kindern bis in die heutige Zeit und über viele Generationen hinaus, wirksam bleiben werden.

Heute wissen wir alle, dass dieser Krieg im Jahre 1999 gegen Jugoslawien darauf gerichtet war:
  1. das sozialistische System in Jugoslawien zu beseitigen

  2. sich die reichen Rohstoffvorkommen, besonders des Kosovos (dort lagern die größten Steinkohlereserven von Europa, Silber, Gold, Bauxit, Mangan u.a.) seitens der internationalen Monopolbourgeoisie in neokolonialistischer Manier anzueignen

  3. diesen Krieg als Sprungbrett für weitere Kriege zu benutzen, besonders gegen das rohstoffreiche Russland und das im asiatischen Raum gelegene, einflussreiche China. Nicht umsonst befindet sich gegenwärtig der größte Militärflugplatz der USA, außerhalb ihres Territoriums, heute im Kosovo!
Die nach dem 78-tägigen Bombardement Jugoslawiens unter Druck auf die jugoslawische Regierung zustande gekommene UNO- Resolution 1244, die den Abzug der jugoslawischen Armee und den Einzug internationaler Truppen - in Wirklichkeit mehrheitlich NATO-Soldaten — in den Kosovo, sowie die BESTÄTIGUNG DER ZUGEHÖRIGKEIT KOSOVOS ZU SERBIEN bis zur Findung eines für beide Seiten befriedigenden Status beinhaltete, kann heutzutage als nichts anderes, als eine Täuschung der damaligen jugoslawischen Regierung, aber auch der Weltbevölkerung, betrachtet werden.

So kamen in der Zeit der Präsenz internationaler Truppen unter Aufsicht der UNMIC, die die UCK unterstützte (bis dahin hatten das die CIA und der BND in logistischer, finanzieller und militärischer Form getan!), die nun unter dem neuen Namen „Kosovo-Schutzkorps“ tätig war, das aus UNO- Mitteln bezahlt wurde, viel mehr Menschen ums Leben, bzw. es verließen viel mehr Menschen fluchtartig ihre Heimat, als das während des NATO-Krieges gegen Jugoslawien der Fall war!

Am 17. Februar 2008 verkündete Kosovo ohne Zustimmung der serbischen Regierung und ohne Billigung der UNO, einseitig seine vollständige Unabhängigkeit von Serbien!

Das rohstoffreiche Kosovo liegt heute größtenteils in den Händen der internationalen Monopolbourgeoisie. An dessen Spitze fungierte lange Zeit als Ministerpräsident des Kosovos, Agim Ceku - 1999 von der amerikanischen Söldnerfirma MPRI in Virginia als Killer ausgebildet und von einem jugoslawischen Gericht für die Ermordung von 669 Serben in der Kraina verantwortlich gemacht. Er leitete sowohl die von der UNMIC geschaffene ICMM, als auch die KTA, beide verantwortlich für Privatisierungen im Kosovo ! Heute fungiert Agim Ceku als Stellvertretender Minister für Sicherheitskräfte des selbsternannten Kosovos !!!

Nachdem man 1999 den Kosovo unter internationale Aufsicht, sprich neokoloniale Verwaltung, gestellt hatte, wollte man nun auch die Serben unter das Diktat der Marktwirtschaft zwingen.

Nach großem medialem Druck, man schrieb - würde Milosevic wiedergewählt werden, sei ein erneutes Bombardement Jugoslawiens nicht ausgeschlossen— von Versprechungen, Zahlung von vielen Millionen Dollar, wollte es der Westen, als auch die innere Opposition auf eine Stichwahl zwischen Milosevic und Kostunica nicht ankommen lassen und verlegte den Kampf vom Wahllokal auf die Straße, indem die innere Opposition mit der von der CIA aus der Taufe gehobenen OTPOR – Studentenorganisation zusammenarbeitete. Nach 78 Tagen NATO-Bombardement prangerte diese nicht den Aggressor, sondern den Präsidenten ihres Landes an mit Worten, die aus dem Think Tank der NATO stammten. Überall prangten die von ihnen gesprühten Losungen: “Er (gemeint war Milosevic) ist fertig!

Nach der rechtswidrigen Wahl wurde Kostunica zum Präsidenten Jugoslawiens ernannt. Die damalige US- Außenministerin Albright hatte danach entzückt ausgerufen: „Nun ist endlich die letzte Bastion des Sozialismus in Europa gefallen!“ Kurz nach den Seitenwechsel einiger einflussreicher Politiker Jugoslawiens wurde der vormalige jugoslawische Präsident Milosevic gekidnappt und vor den so genannten, nur für Jugoslawien vorgesehenen , Internationalen Gerichtshof in Den Haag gezerrt.

Seine exzellente Verteidigungsrede, in der er die NATO für alle kriminellen Akte, die auf dem Territorium Jugoslawiens passiert sind, verantwortlich machte, wurde der Weltbevölkerung vorenthalten. Letztendlich kam Milosevic durch merkwürdige Umstände am 11. März 2006 in Den Haag ums Leben. Die Studentenorganisation OTPOR aber bekam seitens der Friedrich-Ebert-Stiftung als Dank für ihren Anteil am Systemwechsel in Jugoslawien den Menschenrechtspreis 2001!

Ein Teil unserer Vereinigung „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ war vom 23. bis 26. April 2009 anlässlich des 10. Jahrestages des NATO-Bombardements auf Jugoslawien auf einer großen internationalen Konferenz mit Vertretern aus mehr als 40 Ländern in Jugoslawien anwesend und wurde danach nochmals zum 15. Jahrestag des NATO-Bombardements Jugoslawiens zu einer wissenschaftlichen Konferenz eingeladen.

Das Resümee beider Veranstaltungen war: Würde es noch das sozialistische Weltsystem geben, gäbe es auch diese verheerenden Kriege seitens der NATO weltweit nicht. Lasst uns gemeinsam für eine Welt ohne Kriege, für eine gerechtere Gesellschaftsordnung kämpfen!

Seit dem Aggressionskrieg der NATO gegen Jugoslawien 1999 kämpfen die “Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ auf den Straßen Berlins wöchentlich in Form von Mahnwachen für Frieden und gegen alle US/NATO-Aggressionskriege in der Welt!


Siehe auch:

20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien:
Warum wurde Miloševic zum Hassobjekt des Westens?
Von Klaus Hartmann
NRhZ 696 vom 13.03.2019
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25721

20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien:
Falsche-Flagge-Massaker als Vorwand für NATO-Aggression
Von Rainer Rupp
NRhZ 696 vom 13.03.2019
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25722

20 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien:
Deutschlands Rückbesinnung auf unrühmliche Traditionen
Von Klaus Hartmann
NRhZ 694 vom 27.02.2019
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25675

Gedenkveranstaltung zum 20. Jahrestag der NATO-Aggression gegen Serbien (FRY)
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, …“
Von Rudolf Hänsel
NRhZ 694 vom 27.02.2019
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25676

Ursachen, Hintergründe, Fake News und False Flag
20 Jahre seit NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien
Von Rainer Rupp
NRhZ 693 vom 20.02.2019
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25655

Fotogalerie zum 15. Jahrestag des NATO-Überfalls auf die Bundesrepublik Jugoslawien
FRY – gezielt kollateral
Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann
NRhZ 451 vom 26.03.2014
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20168

Online-Flyer Nr. 697  vom 20.03.2019



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