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Aktueller Online-Flyer vom 22. Oktober 2018  

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Globales
Aus "Welt ohne Leib" – erschienen in "Bumerang" (8)
Extrapolation der Megamaschine – Mutterlose Welt: die laufende Abschaffung der Mutter, der letzte "Muttermord"
Von Claudia von Werlhof

"Bumerang" ist eine "Zeitschrift für Patriarchatskritik". Im Herbst 2017 ist Ausgabe 3 erschienen. Ihr Schwerpunkt ist "Patriarchat als Technik". Claudia von Werlhof hat dafür einen ca. 150 Seiten umfassenden Leitartikel geschrieben. Sein Titel lautet vollständig: "Welt ohne Leib – Die Maschine als das 'höhere Leben' – Auf der Einbahnstraße zum 'Omnizid' – Das utopische Projekt der modernen Technik und seine die irdischen Lebensbedingungen bewusst vernichtenden Folgen". Daraus gibt die NRhZ Auszüge wieder. Hier Auszug Nr. 8:

Ab jetzt geht es an den Kern der Sache. Normalerweise fange ich meine Artikel damit an - mit den Müttern, dem Matriarchat und dem Patriarchat. Denn um sie geht es in allem. Diesmal habe ich einen anderen Zugang gewählt, damit unabweisbar wird, was der Fall ist. Die nicht gestellten Fragen können nun alle gestellt werden. Es gibt eine Antwort auf sie. Steht die Antwort schon als These am Anfang, wird sie sofort erst einmal missverstanden, denn die Begriffe sind nicht zufällig bis zur Unkenntlichkeit falsch besetzt. Mit dem Falschen im Kopf heißt es dann: Das interessiert mich nicht oder, das ist „ideologisch“. So aber habe ich auf diesen Moment hingesteuert, und wer jetzt noch dabei ist, muss den letzten Schritt auch noch tun. Denn nun kommt die „Katze aus dem Sack“!

Es ist ein erschreckendes Ergebnis der Technikblindheit, dass niemand sieht, selbst die Frauen nicht, dass es jetzt um die buchstäbliche Abschaffung der Mütter und ihre technische „Ersetzung“ geht. Dieses Vorhaben ist in seiner Bedeutung so ungeheuerlich, dass es sich dem Denkvermögen entzieht. Der historische Begriff dafür ist der „Muttermord“ (Tazi-Preve 1992). Es ist allerdings noch nie dazu gekommen, dass die Mutterschaft selbst infrage gestellt werden konnte. .... Die Alchemie zeichnete sich ja immer schon dadurch aus, dass sie das Leben jenseits der Mütter „schöpfen“ wollte. Nun scheint ihr Hauptziel in greifbare Nähe gerückt.

Was wäre ein Mensch ohne Nabel?

Mit der Mutter würden nichts Geringeres als die Natalität, die Conditio Humana selbst, abgeschafft, die Mutterliebe, ja die bedingungslose Liebeserfahrung überhaupt, die Leiberfahrung, die wunderbare Naturhaftigkeit des Leibes, die mit ihm verbundene Erinnerung an die Geschichte, Weisheit und Erfahrung der Mütter, an ihr Denken, Fühlen und Handeln. Es würden das „morphogenetische Feld“ (Sheldrake 2009) der Mutterschaft und mit ihm das Eingebettet-Sein in die Verbundenheit alles Seienden, ja ins kosmische Geschehen von Geburt, Tod und Wiedergeburt sowie die mögliche Wiederkehr der matri-archalen Zivilisation, der mütterlichen Ordnung zerstört. Die besondere Geschichte des Menschseins, die immer mit der Mutterschaft aufs Engste verknüpft war, würde ausgelöscht, eine bisher undenkbare Veränderung. Und die Frauen als potentielle Mütter würden ihrer wahren Verschiedenheit mit den Männern, dem, was sie diesen voraushaben, beraubt: ihres Numen, des Numinosen (Mühlmann 1981), das sie umgibt als Mysterium der schöpferischen Kraft, an der sie unerklärlicherweise Teil haben, und welche die ganze lebendige Natur durchzieht.

Leben, ohne eine Mutter gehabt zu haben? Eine derartige „Revolution“ ist bisher für die Meisten undenkbar gewesen. Vielleicht kommt sie deswegen nicht ins Bewusstsein? Oder auch viele Frauen sind inzwischen so dumm und an die Maschine angepasst, dass sie gar nichts dagegen hätten? Generell gehört ja die Überwindung der Mutterschaft in das Thema der Überwindung der Natur generell. Und wieder stellt sich die Frage, warum das überhaupt gewollt wird und werden kann.

Der Vorgang einer Art Ablösung von der Mutterschaft ist daran zu erkennen, dass bereits alle Arten von Müttern genauso wie die ursprüngliche Natur dem Sprech- und damit Denkverbot anheim gefallen sind. Worüber nicht gesprochen wird, das gibt es anscheinend nicht. Dazu gehören schon seit längerem vor allem die ganz konkreten menschlichen Mütter. Sie sind diejenigen, die vor allem gemeint sind. Denn im Gegensatz zu anderen Lebewesen und Naturerscheinungen waren und sind sie bisher unverzichtbar für das Weiterbestehen der Gesellschaft. Eine mutterlose Gesellschaft ist bisher undenkbar gewesen und z. B. nur in der modernen Utopie von Faust´s „Kolonie“ vorgekommen.

Aber sie ist das logische Resultat der Weiterentwicklung der Megamaschine. Wo keine Menschen, sondern nur noch Maschinenmenschen oder Posthumanes gebraucht werden soll, braucht es entsprechend auch keine Mütter mehr. Endlich frei von aller Natur, jedem Leiblichen und jeder Abhängigkeit davon sein! Wie immer ist auch hier die Frage, wie „absolut“ das gemeint bzw. real möglich ist. Denn auch sonst ist ja bisher eine Totalabkoppelung von ursprünglicher Natur nicht möglich gewesen, obschon dies das letzte Ziel ist, und alle Entwicklungen auf den Weg dahin führen sollen. Es ist wie mit dem Kapital allgemein: alle Natur gilt als nach und nach in „Kapital“ zu verwandelnde, und das heißt in Ware, Geld, Maschinerie und „Kommando“.

Wie drückt sich das bezüglich der Mütter aus? In den USA kam es 2015 zu dem Fall, dass die Hebammen-Vereinigung in ihren offiziellen Berichten nicht mehr von schwangeren Frauen, sondern von „schwangeren Menschen“ sprach – nicht „pregnant women“, sondern „pregnant people“. Denn es wurde als „Hassverbrechen“ – hate crime – angezeigt, wenn „nur“ Frauen, nicht aber auch Männer als potentiell schwanger angesehen oder beschrieben wurden (Bumerang 1, 2015). Es sei ein Männerhass, wenn sie schon sprachlich von der Schwangerschaft ausgeschlossen wären! Sie müssen immer mitgedacht und –gemeint sein. Eben: was nicht gesagt wird, gibt es auch nicht! In dem Fall: schwangere Männer. Das darf offenbar nicht sein, während es bei schwangeren Frauen sehr wohl sein darf. Denn die Schwangerschaft wird ja hier als ein prinzipielles Jenseits der Frauen definiert. Das ist völlig neu. Deswegen ist es nicht dasselbe, wenn Männer nicht „mitgemeint“ sind, was ja bisher auch nicht der Fall war, ohne dass es jemanden aufgeregt hätte, im Vergleich dazu, dass Frauen nicht mehr allein damit gemeint sind. Der Unterschied besteht darin, dass die Hereinnahme der Männer stattdessen die Frauen diskriminiert, indem ihnen ihre Fähigkeit, allein schwanger sein zu können, auf einmal abgestritten wird!

Was sich hier zeigt, ist also nicht ein angeblich diskriminierender Ausschluss der Männer, die diese Fähigkeit eben von Natur aus nicht haben, sondern der Ausschluss der Frauen als bisher allein zur Schwangerschaft fähigen. Das Frau-Sein ist also plötzlich nicht mehr so definiert wie bisher, nämlich als Geschlecht, das im Unterschied zum Geschlecht der Männer zur unmittelbaren Lebenshervorbringung imstande ist. Diese Besonderheit wird den Frauen nun systematisch aberkannt, den Männern stattdessen prinzipiell zuerkannt. Es ist dann so, als hätte der „Gender“-Begriff sich durchgesetzt und wäre dabei, tatsächlich Realität zu werden. Denn Gender kann alles Mögliche sein, am wenigsten jedoch eine Bezeichnung für Mütter. Diese sind aus dem Begriff „Gender“ bereits hinwegdefiniert. Bei Männern aber werden sie auf einmal hinzudefiniert?

Männer dürfen also nun nicht „diskriminiert“ werden, indem ihnen von vornherein eine Schwangerschaft nicht „zugetraut“ wird, so als sei eine Schwangerschaft ein beliebig und überall mögliches Ereignis. So etwas kann ja nur behauptet, angenommen und sogar zur „Rechtsgrundlage“ werden, wenn und weil eine solche Form der Schwangerschaft bei allen „Menschen“ technisch, also sozial, bereits angestrebt und sogar schon als Normalität ausgegeben wird, bevor sie möglich ist, wenn überhaupt jemals. Das Recht würde sozusagen vorpreschen und so tun, als ob die Möglichkeit einer Schwangerschaft für alle Menschen schon da und daher anzuerkennen sei.

Es hat sich also hinter unserem Rücken eine technische Entwicklung vollzogen, die sich bereits im „Rechtsempfinden“ niederschlägt, während sie von noch kaum jemandem überhaupt wahrgenommen wird: die künstliche Menschenproduktion jenseits ihrer Naturbedingungen. Sie ist demnach nicht nur bereits erlaubt, sondern wäre nun auch normativ im Recht verankert. Das Naturrecht der Frauen als Mütter gälte nicht mehr, ohne dass es darüber eine allgemeine gesellschaftliche, wissenschaftliche oder politische Debatte gegeben hätte, die zu diesem Ergebnis gelangt wäre. So würde das natürliche „Monopol“ der Frauen über das Gebären für abgeschafft erklärt, bevor dies auch real der Fall ist, und bevor überhaupt gewusst werden kann, ob dies jemals der Fall sein wird. Hier wird also ein politischer Wille sichtbar, technische Entwicklungen von ungeheurem Umfang und gesellschaftlicher Relevanz ohne Wenn und Aber vorwegnehmend als Realität anzuerkennen und durchzusetzen, auch wenn sie vielleicht niemals Wirklichkeit werden (vgl. Werlhof 1991b; 1996b).

Immerhin gab es zu diesem Zeitpunkt über 50 schwangere „Männer“ allein in Australien, in Wahrheit allerdings physisch Frauen, die sich juristisch in Männer verwandelt hatten.

Hier zeigt sich: Recht ginge vor Natur, indem es gegen sie antritt! Das Recht würde dazu eingesetzt, das allgemeine gesellschaftliche Projekt der Naturverabschiedung und –ersetzung zu unterstützen und voran zu treiben, nun auch im Hinblick auf das weibliche „Gebärmonopol“. Wo das Recht dagegen komplett versagt, ist dort, wo Natur bedroht wird, inzwischen sogar der Planet selbst (Storr 2013). Hier fehlt es sogar an Paragraphen, mit denen bestimmte Verbrechen gegen die Natur überhaupt angeklagt werden könnten, was somit unterbleibt und damit wiederum jene unterstützt, jedenfalls nicht behindert, die ein Interesse daran haben, derartige Verbrechen zu begehen, wie es z. B. neuerdings als „Geoengineering“ der Fall ist.

Wie wir hören, arbeitet die Reproduktionsmedizin schon lange am schwangeren Mann. Ja, selbst die „schwangere Maschine“ ist bald denkbar, wenn es stimmt, dass die Bemühungen um die Herstellung eines künstlichen Uterus im Plastik-Design, ja sogar die völlig uteruslose Herstellung des Lebens und schließlich sogar die künstliche Herstellung einer Eizelle in absehbarer Zeit der Fall sein könnten (s. Mutterlose Geburt).

Aber auch bisher sind die Erfolge beim Umgehen der regulären Mutterschaft und Paarbeziehung schon beträchtlich. Auf allen Ebenen und in allen Dimensionen wird versucht, die natürlichen Zyklen und Abfolgen der Menschwerdung zu unterbrechen, auseinander zu reißen, zu stören, zu beeinflussen, zu „mortifizieren“, und neu zu arrangieren bzw. mit anderen „Bestandteilen“ und Materien zu kombinieren. Hier feiert die „Alchemie“ ihre größten Triumphe. Seit alters her war es ihr Ziel, Leben zu machen, und zwar jenseits der Mütter und des Mutterleibes. „Extogenese“ heißt das heute.

Noch nie war die Alchemie damit ihrem klassischen Ziel seit Jahrtausenden näher als heute: DIE MUTTER AUSZUSCHALTEN UND ZU ERSETZEN! Das war immer ihr zentrales und am meisten propagiertes Ziel von Ägypten über Mesopotamien bis nach Indien und China (Werlhof Man.). Und nun ist es in erreichbare Nähe gerückt! Eine Welt ohne Mütter – wenn auch erst auf die Dauer, das geht ja nicht im Handumdrehen, falls es überhaupt geht. Aber es ist das Ideal und Programm der Alchemie, so wie wir sie seit der Antike kennengelernt haben! Wir müssen allerdings noch untersuchen, wo das herkommt, denn das hat bisher niemand getan!

Wenn wir uns ansehen, was alles unternommen wird, um dieses Ziel zu erreichen, dann ist klar: Selbst wenn es nie ganz erreicht wird, die Frauen und Mütter sind auch vorher schon „gebrochen“, indem Schwanger- und Mutterschaft derart beeinträchtigt, auseinandergenommen, zerlegt, jenseits aller Naturzusammenhänge wieder neu „konstruiert“, also mortifiziert und in das Große Werk der Medizin verwandelt werden, dass es auch so schon zum „Tod der Mutter“ kommen dürfte. Eine „integrale“, also bisher die normale Schwangerschaft, ist zwar noch weitgehend der Fall. Aber die „Ausnahmen“ nagen bereits an dieser Norm und empfehlen ihre Verallgemeinerung als technischer Fortschritt, wie das ja auch in anderen schon diskutierten Feldern der Fall ist. Es wird dabei übrigens zwischen Menschenmüttern und der Natur allgemein kein Unterschied gemacht, noch nicht einmal in der Argumentation. Das bedeutet, die Frauen gelten als Naturbestandteil, aber nicht als Menschen (vgl. Hart 2017, i.d.H.). Bei Männern wäre das nicht der Fall, denn sie definieren sich ja geradezu als gegenüber und jenseits der Natur stehende.

Seit den 1980er Jahren gibt es bereits die künstliche Befruchtung „in vitro“ außerhalb des Mutterleibes, und die „Insemination“. Es gibt die Leihmutterschaft, bei der eine Frau das Kind für eine andere austrägt und es hinterher an diese abgibt (vgl. Bumerang 1, 2). Es gibt daher Mütter, die nur juristisch welche sind und Mütter, die deswegen juristisch die Mutterschaft aberkannt bekommen haben. Es gibt buchstäbliche „Menschenproduktionen“, bei denen Samen, Uterus und Eizelle von verschiedenen Personen stammen und die austragende Frau – Pardon: Person! – wiederum eine andere ist. Bei diesem „Verfahren“ gibt es also weder eine zugrundeliegende Paarbeziehung, noch eine einzige Mutter, sondern zwei oder drei, Eltern somit drei oder vier, und falls noch eine juristisch entsprechend anerkannte Person als Partner der „Mutter“ dazu gerechnet wird, fünf. Wenn die neuen Gebärfabriken und die „MutterMaschine“ (Corea 1980), die für Tiere ja längst existiert, auch für Menschen generell in Betrieb sind, dann sind Männer und Frauen, sofern sie überhaupt noch gebraucht werden, nur mehr Rohstofflieferanten des einen oder anderen „Bestandteils“ dieser industriellen „Schöpfung“ nach dem Motto: „Erst die Kuh – dann Du!“

So sind kürzlich die Begriffe „Vater und „Mutter“ aus dem kanadischen Gesetz eliminiert worden (s. Mutterlose Geburt). Es beginnt die Cyborgisierung (Irrgang), der Impfzwang ist nur die Spitze des Eisbergs, und der neue „Vater“ ist dabei der Alchemist in Gestalt des Mediziners oder des Apparats bzw. Gesetzes.

Die Technisierung und Maschinisierung der Schwanger- und Mutterschaft sowie des Gebärens ist inzwischen eine globale Industrie. Sie setzt die „Mortifizierung“, also die Zerleg- und Zerstückelbarkeit des integralen Prozesses der Menschwerdung und Mutterschaft, des Leibes, das beliebige Invadieren und eine ebenso beliebige Neuzusammensetzung der „Teile“ zum „Großen Werk“ der Schöpfung des Lebens im Labor voraus. Das Labor wird zum arché, zum Ursprung (Genth 2002, S.241).

Schon lange ist es gang und gäbe, dass schwangere Frauen in ihrem Sexualverhalten, am Beginn und im Laufe der Schwangerschaft (z. B. mittels Ultraschall oder Amniozentese, der Punktion des Fruchtwassers), sowie vor der Niederkunft, während und nach ihr „behandelt“ werden. Dies geschieht bisher noch beinahe „freiwillig“, immer mit dem bedrohlich wirkenden Hinweis auf alle möglichen Risiken, die tatsächlich oder potentiell vorliegen könnten.

Es ist aber gleichzeitig zunehmend ein Tabu, über die von Natur aus vorhandenen Zustände und Tätigkeiten des Schwanger-Seins, Gebärens und Stillens, des Leibes, ja inzwischen auch der Frauen als Gattung, ihres „Geschlechts“, und der Dinge, die auch sonst mit irgendeinem leiblichen Geschehen zu tun haben, öffentlich zu sprechen.

Da ist ein Angriff von allen Seiten zu konstatieren. Es wird so getan, als gäbe es die leibliche Natur in ihrer ursprünglichen Verfasstheit gar nicht mehr, weil sie als maschinell bearbeitbar, verbesser- und ersetzbar erscheint und inzwischen entsprechend traktiert wird. Das positive Sprechen über das Stillen gilt z. B. als zurückgeblieben oder als Diskriminierung etwa der künstlichen Babynahrung. Es würde damit unterstellt, dass das Naturprodukt besser sei als das der Industrie! (mündlicher Bericht). Stattdessen soll positiv über alles gesprochen werden, was diesen Leib „ersetzt“, ihm nachfolgt, oder besser sein soll als er: demnächst womöglich die künstliche Gebärmutter...

Am Ende stellt sich die Frage: Können wir auf die Natur, hier den Mutterleib und die Mutter im „alten“ Sinne wirklich pfeifen? Können wir sie auslachen? Und vor allem: Warum sollten wir das wollen?

Warum muss die Tatsache, dass es z. B. unfruchtbare Paare gibt, dazu verwendet werden, Techniken dagegen zu erfinden, die so propagiert werden, als sollten sie für alle Menschen, ja die Reproduktion der Gattung selbst eingeführt werden? Eben deswegen: Während die unfruchtbaren Paare glauben gemacht werden, es ginge um ihr Wohl, werden sie nur dazu verwendet, um eine neue Norm einzuführen, eine neue Normalität, die darin bestehen soll, dass alle sich verhalten sollen, als wären sie unfruchtbar. Denn die neuen Methoden sind der technische Fortschritt, in der Tat das Fort-Schreiten von der Mutterschaft im genuinen und integralen Sinne. Es ist das gleiche Prinzip wie beim neuen Umgang mit der Homosexualität. Die Ausnahme wird zur Regel gemacht. Damit haben neue Technologien eine Chance, es kann überall auch ohne Sinn interveniert werden, es wird viel Geld gemacht und viel Kontrolle ausgeübt. Es können Menschenversuche unternommen werden, weil die Menschen in ihrer subjektiven Not alles mitmachen. Aber vor allem kann der größte Triumph über die Natur vorbereitet werden: die Überwindung der Frau als Mutter und Re-Produzentin der Gattung!

Und es wäre eben jener historische Sieg über die Frauen als Mütter, der von so ungeheurer Reichweite und Bedeutung ist, wie er gar nicht größer sein kann. DARUM geht es in 1. Linie. Die Geschichte der Menschheit müsste neu geschrieben werden.

Es hat etwas Kurioses an sich, diese Entwicklung mit etwa den antiken Zeugungstheorien eines Aristoteles und der Alchemie allgemein zu vergleichen. Denn damals wurde bereits davon ausgegangen, dass das weibliche Geschlecht nur die „hyle“, der Stoff sei, der das Gezeugte nährt, die Zeugung selbst aber im Wesentlichen ein männlicher Akt ist, der durch den „logos spermatikos“, das „beseelte“ Sperma erfolgt (Treusch-Dieter 1990). Die heute sich formierende „Arbeitsteilung“ bei der „Er“-Zeugung scheint sich in die Antike zurückzuentwickeln, wo z. B. die Existenz der weiblichen Eizelle noch nicht (oder nicht mehr) bekannt war.

Es weiß niemand, ob das Mütter-Ersetzungs-Projekt gelingt, und was es für Folgen hätte. Wir wissen nur, dass schon die künstliche Befruchtung zu Problemen bei denen führt, die daraus hervorgegangen sind (Amendt 1988; Klein 2003), und fast alle in psychischer Behandlung landen, weil sie z. B. Identitätsstörungen aufweisen. „Ohne Ursprung keine Zukunft“ (Amendt 1988, S. 166). Es fehlen ihnen womöglich „Seelenanteile“ oder so etwas wie eine integrale Seele überhaupt? Denn die „Seele“ ist es, die sich in der Gebärmutter als Schlagen des werdenden Herzens bemerkbar macht. Sie ist es, mit der das Leben beginnt. Sie ist das kosmische Lebendige selbst, das uns begleitet, bis wir sterben, indem das Herz zu schlagen aufhört. Warum aber sollte dieses Lebendige in die Petrischale fahren? Vielleicht ist der Grund, warum sehr viele Versuche mit der künstlichen Befruchtung nicht klappen, darin zu sehen, dass das Leben hier gar nicht ankommt.

Vielleicht stört eine Art „Seelenmangel“ die Megamaschine nicht. Denn wenn es ohnehin Menschmaschinen/Maschinenmenschen geben soll, wozu dann noch „komplette“ Mütter und Kinder mit Seele? Mutterliebe soll wie jede Liebe ja ohnehin geschleift werden. Und von einer Seele weiß die Maschine nichts, selbst wenn schon versucht wird, sie künstlich (?) „herzustellen“, was auch immer die „Experten“ unter der Seele verstehen mögen (s. o. Kap.: Die Megamaschine; Die Maschine als „Subjekt“).

Diese Grenze werden die Konstrukteure der Megamaschine nicht überschreiten. „Die Seele einer Maschine“ (Kidder 1982) wird es sicher nicht geben. Aber alles, was davor ist, werden sie kaputt machen und machen sie schon kaputt. „Corruptio Optimi Pessimum est“: Das Verderben des Besten ist das Schlechteste (Illich 2006, S. 71ff, 80).

Es geht für die Medizin der Megamaschine nur noch darum, wie sehr sich ihre Methoden ausbreiten und generalisieren lassen. Da niemand zu verstehen scheint, was sich abspielt, gibt es auch keinen Widerstand dagegen. Der Widerstand der Frauenbewegung galt den Gen- und Reproduktionstechnologien in den 1980er Jahren (FINRRAGE, Feminist International Network of Resistance to Reproductive and Genetical Engineering, vgl. Raymond 1996, S. 232; allg. z. B. Bradish u. a. 1989). Er wäre der wesentliche Schritt zu einer umfangreichen Technikkritik im Feminismus gewesen und ist heute Geschichte. Mit der „Gender“-Bewegung ging dieser Widerstand verloren.

Denn im Ideologischen und den Medien sowie der Gender-Bewegung wird ja schon lange auf Mütter gepfiffen: Sie werden als zurückgeblieben und ewig gestrig verhöhnt, ihr Lob ist angeblich faschistisch und NS-nah, weil Hitler Mutterkreuze verlieh, allerdings nur an arische Mütter. Die anderen vernichtete er. Egal, der Vorwurf bleibt, denn er „passt“ aus immer den gleichen Gründen: wegen des Lobes der Maschine und ihrer angeblich erfolgreichen Überwindung aller Natur- „Schranken“. Denn im Umkehrschluss gilt: Alles, was sich noch an Natur orientiert, ist faschistisch, als wäre der Faschismus tatsächlich naturorientiert gewesen.

Eines meiner Forschungsprojekte zum Thema Mütter wurde z.B. von der öffentlichen Förderung in Österreich abgelehnt, weil es als Thema per se als anrüchig galt. Die in Deutschland bekannte Feministin und EMMA-Herausgeberin Alice Schwarzer verpasste mir den höhnischen Titel „das tschernobyle Muttertier“, weil ich nach dem Atomunfall in der Ukraine mit anderen ein Buch zum Thema verfasste, nachdem wir eine Mütterbewegung gegen die Atomindustrie organisiert hatten (Gambaroff et.al. 1986). Und auch in Japan erlebte ich, dass ... das Mütterthema als Erinnerung an den NS galt und Mütter sowie diejenigen, die zu ihren Gunsten sprachen, im Verdacht standen, per se eine rechtsextreme Gesinnung zu haben!

Aber was finden wir in Wirklichkeit vor? Wieder einmal das Umgekehrte, nämlich den Faschismus eines Teils der Genderbewegung, die Mütter verhöhnt und diffamiert und es für eine Zumutung hält, dass es sie „immer noch“ gibt! Sie ziehen an einem Strang mit den muttermörderischen Alchemisten der Megamaschine. Denn wenn „Gender“ ein „Geschlecht“ jenseits aller Natur und ausschließlich ein soziales Konstrukt ist, wie es ja am prominentesten die amerikanische Philosophin Judith Butler vertrat (Butler 1990), dann gilt ja auch: „Konstrukt“ weg – Geschlecht weg!

Wenn „Leben“ ohnehin aus Reagenzgläsern kommt, wie es Aldous Huxley schon in den 30er Jahren des 20.Jh. prophezeite, dann braucht es in der Tat weder Mütter noch Väter, keine Heterosexualität oder überhaupt Sexualität – also „Sünde“ – zur Reproduktion der Gattung mehr – die katholische Kirche kann sich freuen.

Daneben kann die Generationenfolge fallen, sozusagen die Folge der „Geschlechter“ einer Ahnenreihe, denn die Kinder sind nach Abschaffung oder Fast-Abschaffung der Mütter ohnehin davon abgeschnittene Produkte/ Waren/ Maschinen – tabulae rasae – der alchemistischen Reproduktionsindustrie und Medizin sowie der Adoptionsvermittlung. In den USA werden adoptierte Kinder inzwischen immer öfter per Internet „weitergereicht“, wie soeben der ORF meldet (15.6.17), allen Beteuerungen zum Trotz, dass Mutterliebe auch ohne Mütter existieren würde, und es nicht um ein „Geschäft mit dem Leben“ gehe.

„Der moderne Prometheus bringt Leben hervor, ohne Rücksicht auf die Befindlichkeit seiner Kreatur“ (Irrgang, S. 20). Hier wird also noch nicht einmal im Entferntesten berücksichtigt, dass Kinder mit einem Karma geboren werden, also weder zufällig bei ihren Eltern, noch zufällig in Raum und Zeit, und schon gar nicht ohne „eigenen Plan“. Was da alles ge- und zerstört wird, ist gar nicht absehbar. Am meisten aber fällt die Lieblosigkeit auf, die allen maschinellen Prozeduren eigen ist und sich auf die Dauer in allen Bereichen, die dazu gehören, durchsetzt, auch in den darin agierenden Personen.

Wie gut für die Reproduktionsmedizin, dass man den Homosexuellen- und Transgender-Hype dazu benutzen kann, hier auch legal weiterzukommen, sodass sich neben der Auflösung lästiger Naturüberbleibsel die Nachfrage nach mehr oder weniger mutterlosen Kunstmenschen und damit die Experimentierbasis weiter verbreitert.

Neben einigen Fragen des Sexismus kann dann auch der alte Rassismus angeblich endlich als überwunden gelten, weil die Designer-Methoden der Reproduktionsmedizin es erlauben, die Vererbung von Merkmalen wie die Hautfarbe zu unterbinden und zu ersetzen. Im Gegenteil, das „Designer-Baby“ ist von Anfang an ein Produkt der „MutterMaschine“ und steht der letztlich beliebigen Verwendung zur Verfügung – sozusagen als austauschbarer und verwertbarer, daher im Prinzip auch tötbarer, weil industriell und ganz oder teilweise außerhalb der Leibmächtigkeit – und dem legalen Schutz – einer Mutter hergestellter, wenngleich lebendiger „Rohstoff“. Auf diese Weise werden Menschen wieder einmal zum “Privateigentum“ jenseits aller Menschenrechte. Hier feiert inzwischen auch die Patente-auf-Leben-Industrie ihre Triumphe und führt dieses Menschenrecht neuerdings und mithilfe der Justiz ad absurdum (Köchlin 1998).

... Es geht um den realen Muttermord, den buchstäblichen. Die Mütter sollen nach und nach abgeschafft werden, zumal als integrale, vollständige und auch im Recht anerkannte. Sie sollen aus dieser Zivilisation verschwinden, so wie sie schon in Gestalt der alten Göttinnen und „Großen Mütter“ und generell als „Mutter Natur“ vernichtet wurden und werden (D. Wolf 1994, Gimbutas 1996, James 2003, Schmölzer 2005). ... Bisher hatte mann die Frauen und Mütter noch geduldet, da man sie brauchte. Aber der Blick auf sie war immer schon einer, der nie Gutes verhieß, denn er bedeutete schon lange: ihr seid minderwertig, überflüssig, ihr müsst weg, sobald es geht. Und jetzt geht es...es hat begonnen zu „gehen“.

Das Massaker, - ma sacer - der den Männern „heilige Muttermord“, wie ich ihn nenne, steht nun bevor. Deswegen darf er nicht als solcher gesehen und darf nicht auf ihn in dieser Weise hingewiesen werden. Der Hass auf die Mütter wird daher ausgerechnet ihnen selbst als „Hassverbrechen“ unterstellt, wie das Beispiel zeigte. Der reale Hass auf das Lebendige dieser Zivilisation wird damit als Begriff verkehrt herum besetzt, schon bevor die Betroffenen eventuell selber darauf kommen könnten, wie herum es sich wirklich verhält. ... Das liebevolle Sprechen über die Mütter wird diffamiert, als sei eine Mutter ein gefährliches oder lächerliches Fossil aus einem anderen Zeitalter, es wird als Aggression gegen Nicht-Mütter verstanden und nun sogar als angebliche Gewalt verboten. Das Wort „Mutter“ wird schon seit Jahrzehnten diffamiert. Wer von Müttern redet, macht sich verdächtig! ...

Was vernichtet werden soll, davon darf nicht gesprochen werden! Damit existiert es scheinbar schon nicht mehr. Was dagegen sein soll, davon muss schon gesprochen werden, bevor es überhaupt da ist, damit es bereits in Erscheinung treten kann!

Der Muttermord, das größte aller Verbrechen, es soll von den Menschen der Megamaschine gewollt und vollbracht werden, ja idealerweise von den Frauen und Müttern selbst, die sich schon nicht mehr so nennen, vielleicht, weil sie irgendwie merken, sie gehören zu einer aussterbenden Gattung, deren Zeit vorbei ist.

... Es kann keine Veränderung, kein Verbrechen, keine Vernichtung so umfassend und grundsätzlich sein wie diese – und sie steht wirklich vor der Tür! ... Das Ende der Mütter ist nur noch nicht praktisch oder gar überall, geschweige denn gänzlich durchgesetzt und wird es vielleicht auch nie. Die meisten Frauen gebären mehr oder weniger wie eh und je. Und dennoch: Das Ende der Mütter wird gewollt und betrieben, Frauen und Mütter werden aus dieser Perspektive betrachtet, behandelt und beeinflusst. Und es wird nicht aufhören, bis sie – physisch oder geistig-seelisch, ganz oder teilweise - verschwunden sind, freiwillig oder nicht.

„Motherhood is broken“ - es sei denn, die Frauen -und Männer- fangen einmal an, hinzuschauen, zu kapieren und sich zu wehren!

... Das sollten sich die Menschen also einmal vorstellen: dass sie keine Mutter mehr haben, dass ihre Conditio Humana selbst, die Natalität, das Geboren-Sein aus einer Mutter, einfach weg ist, und auch noch sein soll!

Sie vergreifen sich am Leben! Das ist ein so tiefes, altes und entsetzliches Gefühl, dass nur Mütter es haben können. Es ist das älteste Verbrechen, das uns und unseren Kindern angetan und mit dem wir immer erpresst wurden. ...

Der reale Muttermord ist das technisch, ideologisch, politisch und in jeder weiteren Hinsicht gigantischste Projekt der Geschichte.

... Die mutterlose Welt, wie würde die sein? Könnte sie überhaupt sein? Warum hat es die Mutter denn überhaupt gegeben? Wieso soll sie verzichtbar sein? Was geht dabei alles verloren, eine, ja, die ganze Welt! Menschen kommen, ohne Liebe empfangen zu haben, auf die Welt. Und danach fehlt die Liebe weiterhin. Wo sollte sie denn herkommen? Sie kommt ja aus der Mutterschaft und ist ihr Merkmal. Denn ohne sie würden die Mütter sich nicht wirklich um die Kinder kümmern. Ohne Liebe würden wir alle gar nicht existieren. Was heißt es also, wenn sie fehlt (Amendt 1988; Gruen 1997)? Kann Mensch Liebe einfach so entbehren oder auch empfinden, ohne diese Verbindung, Verbundenheit, den Leib, seine Erfahrung auch ganz konkret damit gehabt zu haben?

... Ja, viele Mütter verstehen ihre Behandlung als technischen Fortschritt, der ihnen nützt, oder sie kritisieren ihn als ihre Reduktion auf eine Ware, erkennen aber partout nicht ihre dabei intendierte Eliminierung, den Weg zu ihrer Abschaffung (Trallori 2015). ... es ist ein Tabu. Technikkritik, der blinde Fleck, selbst bei denen, die dabei buchstäblich über die Klinge springen sollen!

... Die Vernichtung der Mütter wie aller Natur erfolgt aus dem Hass auf sie und aus der Hybris, es so weit gebracht zu haben, sie nun endlich nicht mehr zu brauchen. Sie werden „ausgelacht“. Das Lebendige selbst gilt als „reaktionär“, weil es immer noch da ist und dem Fortschritt trotzt (vgl. Werlhof 1983). Es wird negiert, verhöhnt, annihiliert, verachtet, umgestürzt, angegriffen, ermordet und gezwungen... es herrschen Nekrophilie, Nihilismus, Thanatos, Mephisto und das Untier. Am Ende steht uns das NICHTS gegenüber, und zwar ohne, dass es Ausgangspunkt für das völlig Neue wäre, das die Fortschrittsalchemisten darin sehen wollten.

Der Krieg gegen die Mütter und Mutter Natur, wir sind schon in seiner späten Phase. Er gilt als „Verbesserung“. DAS ist das „Wesen“ der modernen Technik.


Der vollständige Artikel und die komplette Nummer 3 von "Bumerang – Zeitschrift für Patriarchatskritik" sind auf der website des Innsbrucker Forschungsinstituts für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen fipaz.at abrufbar


Siehe auch:

Auszug 1 (Nachwort)
NRhZ 632, 11.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24216

Auszug 2 (Technischer "Fort"-Schritt und die Verhöhnung des Lebendigen)
NRhZ 633, 18.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24234

Auszug 3 (Die moderne Technik als "blinder Fleck", "Kyndiagnosia" und die "prometheische Scham")
NRhZ 634, 25.10.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24259

Auszug 4 (Die Megamaschine: Die Utopie der "Singularität". "Maschinenmensch" und "Gott-Maschine")
NRhZ 635, 01.11.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24278

Auszug 5 (Die Alchemie als Verfahren zur „Höher-Schöpfung“ von Mensch und Materie seit der Antike)
NRhZ 636, 08.11.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24300

Auszug 6 (Gefühl und Verstand im maschinell-alchemistischen Verfahren (und) der Megamaschine)
NRhZ 637, 15.11.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24322

Auszug 7 (Die Ideologie von der Maschine als einzigem Maßstab - Triumph über die besiegte Natur!)
NRhZ 638, 22.11.2017
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24349

Online-Flyer Nr. 639  vom 29.11.2017

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