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Aktueller Online-Flyer vom 21. Oktober 2017  

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Globales
Damaskus zum US-Sondereinsatz: Obamas Entscheidung „schreit zum Himmel“
Assad reagiert mit Humor auf den Westen
Von Sputnik-News

Seit mehr als einem Jahr fallen US-Bomben auf Syrien. Nun entsendet der amerikanische Präsident Barack Obama Spezialtrupps für Bodenoperationen in das vom Krieg zerstörte Land. Die Regierung in Damaskus wirft Washington vor, den Kampf gegen den Terrorismus nur vorzutäuschen, um unter diesem Deckmantel die territoriale Einheit Syriens zu zerstören. 

 


US-Präsident Barack Obama
NRhZ-Archiv

Das Vorgehen des US-Militärs in Syrien sei „eine zum Himmel schreiende Verletzung  der territorialen Integrität Syriens“, sagte der syrische Vize-Außenminister Feyssal Mikdad in einem Interview der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Wir glauben nicht, dass sie aufrichtig gegen den Terrorismus kämpfen.“ Da das US-Militär sein Vorgehen mit den syrischen Streitkräften nicht koordiniere, sei seine Präsenz in Syrien völkerrechtswidrig. 

US-Präsident Obama hatte befohlen, Spezialtrupps nach Syrien zu entsenden, um angeblich die  dortigen „Kräfte“ im Kampf gegen die Terrororganisation Daesh (auch "Islamischer Staat", IS) zu unterstützen. Die ersten 50 Elite-Soldaten sind laut US-Angaben bereits im Raum der Terroristenhochburg Rakka im Einsatz. Ihnen sollen weitere folgen. 

Der In Syrien seit 2011 andauernde bewaffnete Konflikt hat nach UN-Angaben bisher mehr als 250.000 Menschenleben gefordert. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen dabei Terrorgruppen wie die Al-Nusra-Front oder Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) sowie bewaffnete Regimegegner gegenüber. 

Eine US-geführte Koalition fliegt seit August vergangenen Jahres ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus Luftangriffe in Syrien,. Nach US-Darstellung richteten sich die Angriffe gegen die Daesh-Gruppe Islamischer Staat, die jedoch seit Beginn des von den USA geführten Einsatzes sogar expandieren konnte. Tatsächlich streben die USA und ihre Verbündeten die Entmachtung von Präsident Baschar al-Assad an und lehnen jede Zusammenarbeit mit dessen Armee im Kampf gegen die Dschihadisten ab.


Syriens Präsident Baschar al-Assad
wikipedia/ Fabio Rodrigues Pozzebom

Syriens Präsident Baschar al-Assad selbst hat mit Humor auf die jüngsten Erklärungen einiger Vertreter westlicher Länder reagiert, wonach er für die Übergangszeit im Amt bleiben dürfe. „Ich bedanke mich bei ihnen, dass sie mich davon in Kenntnis gesetzt haben“, sagte Assad am Samstag in einem Interview der Agentur SANA. 

 „Ich hatte bereits die Koffer gepackt, weil ich gehen musste. Aber jetzt darf ich bleiben“, sagte Assad ironisch und erinnerte daran, dass führende Repräsentanten im Westen seit vier Jahren auf seinen Rücktritt pochen. „Das geht sie aber nichts an. Uns ist egal, was Obama, die USA, Europa oder andere Länder dazu sagen. Solange das syrische Volk den jetzigen oder einen beliebigen anderen Präsidenten wünscht, bleibt dieser an der Macht. Das ist eine Angelegenheit Syriens.“ 

Beispielsweise hatte schon am 5. Dezember auch Frankreichs Außenminister Laurent Fabius erklärt, er lasse zu, dass Assad bis zur Bildung einer kommissarischen Regierung Syriens an der Macht bleiben könnte. Und auch die US-Administration will nach Angaben des „Wall Street Journal“ akzeptieren, dass Assad für die Übergangszeit in seinem Amt bleibt. (PK)



Online-Flyer Nr. 542  vom 23.12.2015

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