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Aktueller Online-Flyer vom 11. Dezember 2017  

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Krieg und Frieden
Mit dem Bremer Friedensforum und der Deutschen Friedensgesellschaft-VK
Bremer Jesiden-Demo gegen den IS-Terror
Von Hartmut Drewes

500 Menschen, hauptsächlich die kurdische Minderheit der Jesiden, trafen sich in Bremen auf dem Hillmannplatz, wo seit Tagen ein Mahnwachenzelt steht, um von dort zum Marktplatz zu ziehen. Der Zug dahin wurde immer stärker, sodass zur Schlusskundgebung etwa 1000 Menschen versammelt waren, mit kurdischen und Öcalan-Fahnen sowie Schildern und Transparenten.
 

Alle Fotos: Hartmut Drewes

Die Demonstration richtete sich gegen den Terror der Milizen „Islamischer Staat“ (IS) in der irakischen Stadt Sengal. Vertreter des Bremer Friedensforum und der Deutschen Friedensgesellschaft-VK beteiligten sich an der Demonstration und machten deutlich, dass sie Waffenlieferungen in das Krisengebiet sowie militärische Aktionen ablehnen, da dadurch die Lage weiter verschlimmert werde und sich daraus ein neuer Brandherd im Nahen und Mittleren Osten entwickeln kann.
 
Das Bremer Friedensforum tritt stattdessen dafür ein, dass Druck auf Saudi Arabien, Katar und die Türkei ausgeübt wird, damit die Waffenlieferungen an den IS und die freie Bewegung dieser Milizen in der und durch die Türkei unterbunden wird. Nur so kann der Terror gestoppt werden. Bombardierungen, Militärinterventionen und Waffenlieferungen in den Irak sorgen eher dafür, dass sich ein neuer Brandherd im Nahen und Mittleren Osten entwickelt. Es ist jetzt vielmehr international dafür zu sorgen, dass die Waffenlieferungen, besonders von Saudi-Arabien und Katar sowie sonstige militärische Unterstützungen an den IS sofort beendet werden. Auch die freie Bewegung von Terrormilizen über die Grenzen der Türkei, ob nach Syrien oder in den Irak, muss von der türkischen Regierung unterbunden werden. Wer glaubhaft für eine Befriedung der Region eintritt, muss fordern, dass Deutschland entsprechende Konsequenzen zieht und nach Saudi-Arabien und Katar keine Waffen mehr exportiert.

Auf UNO-Ebene muss eine internationale Konferenz einberufen werden, auf der sich Vertreter aller beteiligten Staaten darauf verständigen, einen sofortigen Waffenstillstand im Irak zu erwirken. Außerdem ist den vor den Verbrechen der IS-Milizen Flüchtenden humanitäre Hilfe und unbürokratische Aufnahme zu gewähren, auch in Deutschland.



 
Das Bremer Friedensforum ist entschieden dagegen, mit Militär und Waffenlieferungen gegen die Gräueltaten der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) vorzugehen. Bombardierungen, Militärinterventionen und Waffenlieferungen in den Irak sorgen eher dafür, dass sich ein neuer Brandherd im Nahen und Mittleren Osten entwickelt. Es ist jetzt vielmehr international dafür zu sorgen, dass die Waffenlieferungen, besonders von Saudi-Arabien und Katar sowie sonstige militärische Unterstützungen an den IS sofort beendet werden. Auch die freie Bewegung von Terrormilizen über die Grenzen der Türkei, ob nach Syrien oder in den Irak, muss von der türkischen Regierung unterbunden werden. Wer glaubhaft für eine Befriedung der Region eintritt, muss fordern, dass Deutschland entsprechende Konsequenzen zieht und nach Saudi-Arabien und Katar keine Waffen mehr exportiert.

Auf UNO-Ebene muss eine internationale Konferenz einberufen werden, auf der sich Vertreter aller beteiligten Staaten darauf verständigen, einen sofortigen Waffenstillstand im Irak zu erwirken. Außerdem ist den vor den Verbrechen der IS-Milizen Flüchtenden humanitäre Hilfe und unbürokratische Aufnahme zu gewähren, auch in Deutschland. (PK)
 


Online-Flyer Nr. 472  vom 20.08.2014

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