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Aktueller Online-Flyer vom 20. Oktober 2017  

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Literatur
Krimi der Woche
Lasset uns Preisen
Von Isabella Archan

Um nichts in der Welt möchte ich den heutigen Gottesdienst verpassen. Wenn ich ehrlich bin, würde ich gerne jetzt schon los rennen, aber dann wäre ich vor allen anderen in der Kirche und das wäre verdächtig. Und einen Verdacht kann ich mir nicht leisten, nicht jetzt, wo Alfie tot in der Küche liegt.

Ich gehe lieber nochmals nach oben ins Schlafzimmer und übe vor dem

Foto: Hans-Dieter Hey
Spiegel meinen erschreckten ‚Oh Gott, mein Mann ist tot?’ – Ausdruck. Auf den kommt es nämlich an, wenn es soweit ist. Ich kann mir alles lebhaft vorstellen. Ich habe eine blühende Phantasie, was mir eben auch zum Verhängnis wurde, oder, besser gesagt, Alfies Verhängnis wurde.Vor dem Spiegel merke ich, dass ich nicht mehr zu Üben brauche. Ich verlasse mich auf den LIEBEN GOTT, der wird es schon richten und mir die nötige Blässe ins Gesicht zaubern.

Wenn ich IHM erst erzähle, wie alles gelaufen ist, wird ER mir Trost spenden und die Sache in die Hand nehmen, wie immer. ER hat mich noch nie im Stich gelassen, und in der Sache mit Alfie hat ER mir doch den richtigen Hinweis gegeben, in SEINER unendlichen Weisheit. Ich würde heute noch kochen, putzen und Alfies schmutziges Sexgerede und seine Trinkerei über mich ergehen lassen, wenn ER nicht die Kirchentür an jenem Tag verschlossen hätte, so dass ich früher nach Hause kam und Alfie überraschen konnte.

Ich überraschte ihn mit unserer Milchfrau, also ehrlich. Bei allem was recht und billig ist, hätte ich Alfie mehr Geschmack zugetraut. Außerdem war es sehr kränkend für mich, dass er sich ausgerechnet eine aus der Nachbarschaft ausgesucht hat. Sie redet doch sicher hinterher, und noch mehr Augenrollen und Gelächter im Dorf über mich, ertrage ich kaum.
Ich habe vorher schon oft einen Verdacht gegenüber Alfie vor dem LIEBEN GOTT geäußert. Ich habe mich auch oft beschwert über Alfie. Seine Art, sich über mich lustig zu machen und mich wie eine Dienstmagd zu behandeln, fand ich schon lange kränkend. Doch ER hat mir nie ein Zeichen gegeben und so habe ich alles erduldet und gewartet.

Elf ganze Jahre habe ich mich bemüht, eine gute Frau zu sein. Der LIEBE GOTT weiß, wie sehr ich mich angestrengt habe. Ich habe auch ehrlich immer geglaubt, dass es besser wird und Alfie sich ändern wird. Vielleicht war ich ja auch naiv, das mag sein, denn von unserer ersten Begegnung an, hat Alfie mir klargemacht, wie er sich eine Beziehung vorstellt. Er der Herr im Haus, seine Frau ‚zum Dienen geboren’. Ich war glücklich, dass mich überhaupt einer wollte. Ich habe damals fest daran geglaubt, dass er sich ändern wird. Im Glauben und im Lieben bin ich wirklich unschlagbar.
 
Wahrscheinlich hätte ich auch noch Jahre so weiter gemacht, wenn es dem LIEBEN GOTT nicht zu viel geworden wäre. Das kann ich verstehen, denn ich habe nur mehr gejammert und mich beklagt, warum denn die Sache mit Alfie so daneben läuft. Als auch noch Alfies Trinken außer Kontrolle geriet, bin ich oft zweimal am Tag in den Gottesdienst gegangen und habe IHM mein Leid geklagt. Die Leute aus dem Dorf haben mich davor schon immer schief angesehen und mein Verhältnis zu dem LIEBEN GOTT nicht verstanden, aber danach wurden die Lacher hinter meinem Rücken immer lauter. Wenn einer von denen elf Jahre mit Alfie verbracht hätte, wäre ihm das Lachen aber vergangen.
 
Doch bei allem Übel, das ich mit Alfie so erlebt habe, die Sache mit der Milchfrau war ein Stück zuviel. Jeder Mensch hat eine natürliche Grenze, sage ich immer, eine natürliche Grenze, bis zu der er belastbar ist. Im Fernsehen lief neulich ein Bericht über einen Mann, der an einer Angstkrankheit leidet. Er kann sein Haus verlassen und über sein Feld gehen, bis zu einer unsichtbaren Barriere, die nur er sieht. Kommt er an diesem Punkt, kann er nicht weiter, weil das für ihn seine Grenze ist, die er nicht überschreiten kann. Warum, weiß nicht einmal er selbst.

Meine Welt, in der ich zu Hause bin, und wo ich mich nicht fürchte, ist Alfie. Das mag jetzt paradox klingen, aber so schlecht mich Alfie auch behandelt hat, ich habe mich bei ihm immer zu Hause gefühlt. Zu Hause und in Sicherheit. Und außer für meine Besuche in der Kirche, habe ich Alfie ja auch nie verlassen, weder in den guten, und schon gar nicht in den hauptsächlich schlechten Zeiten. Meine Gespräche mit dem LIEBEN GOTT waren meine einzigen Freiheiten, die ich mir genommen habe.

Alfie war also meine Welt, mein Haus und mein Feld. Und meine unsichtbare Grenze war die Milchfrau.Eifersucht war immer schon mein großes Laster. Meine Phantasie stachelte meine Eifersucht ins Unermessliche an, denn in jedem Brief, jedem Läuten des Telefons sah ich eine Bedrohung durch eine andere Frau, die mir meinen geliebten Alfie wegnehmen könnte. Mir war natürlich schon klar, dass ihn in Wirklichkeit keine haben wollte, so wie er war, doch meine Phantasie machte aus Alfie Robin Hood, diesen Frauenretter aus dem Wald. Ironischerweise kam mir nie der Gedanke, dass er mich einfach nur betrügen würde mit unserer Milchfrau, die, ehrlich gesagt, jeden nimmt, der sie nimmt. Und noch ein Fünkchen Ironie dazu, hat mich Alfie jetzt ja auch verlassen, denn ich glaube nicht, dass er je wieder vom Küchenboden aufsteht. Nicht mit dem Messer in der Brust.

Der einzige, der meine Eifersucht und meine Angst verstehen konnte, war der LIEBE GOTT. Ich kann mich noch gut an das erste Mal erinnern, als ich den LIEBEN GOTT entdeckte. Es war im Jahre Zwei mit Alfie. Mein Leben spielte sich seit Alfie nur mehr im Haus ab, die Leute aus dem Dorf mochten mich ohnehin schon früher nie gut leiden, und Alfie hatte begonnen, statt dreimal, fünfmal die Woche in die Kneipe zu gehen. Jetzt nahm er mich auch nicht mehr mit wie am Anfang und ich fühlte mich zwischen Herd und Bett immer verlorener und einsamer. In der Zeit begann ich auch zuzunehmen, denn außer Alfie hatte ich damals nur die Schokolade, die mich über die einsamen Nächte hinwegtröstete. Ich wurde fetter und Alfie weigerte sich mich anzufassen. Es war das Fegefeuer, nein, die Hölle.
 
Ich weiß noch, es war ein Sonntagmorgen und Alfie war erst um fünf Uhr früh nach Hause getorkelt. Ich war voller Angst und Sehnsucht und wollte von ihm in den Arm genommen werden, doch er erbrach sich über dem Bett, bevor er einschlief und ich musste auch noch saubermachen. Ich hatte keine Schokolade mehr im Haus, in dieser Nacht hatte ich meinen Vorrat aufgefuttert. Deshalb lief ich um neun Uhr morgens einfach aus dem Haus, ich hoffte, die Tankstelle an der Ortseinfahrt würde so früh schon öffnen. Doch die Tankstelle war sonntags geschlossen. Ich wusste nicht mehr weiter.
 
Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, wenn ER nicht seine Hand nach mir ausgestreckt hätte. Ich war verzweifelt auf dem Rückweg nach Hause, da kam ich an der Kirche vorbei und hörte es. Die Leute sangen drinnen: 'Lasset uns Preisen und Loben den Herrn´.

Die Frühmesse. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Der Gesang klang so einladend, dass ich mich die Treppen hoch schleppte und in die Kirche trat. Der Gesang schwappte über mich hinweg und in meinem Inneren hörte ich plötzlich SEINE Stimme. ER lud mich ein, mich zu setzen und IHM zu erzählen, wieso ich so niedergeschlagen wäre. Ich nahm Platz und meine innere Stimme ratterte los. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich gar nicht gewusst, dass ich soviel zu erzählen hatte, und der Gottesdienst war um, bevor ich überhaupt bei den richtig heftigen Sachen war.

Länger als die anderen Leute wollte ich nicht bleiben, ich wollte auf keinen Fall auffallen, also stand ich mit allen anderen auf und verließ die Kirche. Kurz bevor ich draußen war, drehte ich mich noch einmal um, um Danke zu sagen, da lud der LIEBE GOTT mich ein, doch wieder zu kommen. Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich mich das machte. Endlich hatte ich jemanden zum Erzählen und bis heute ist es IHM nie langweilig geworden mir zuzuhören. Zu Hause zurück, merkte ich, dass ich gar keine Schokolade mehr brauchte, denn ich hatte ja jetzt den LIEBEN GOTT.

Ich weiß noch, wie ich Alfie überglücklich aufweckte, ihn mit Küssen bedeckte und er, nachdem er mich wegen meines Liebesüberfalls angeschrieen hatte, doch wieder mit mir schlief. Es war einer der schönsten Morgen meines Lebens. Danach konnte ich auch wieder abnehmen und mein Leben mit Alfie wurde für kurze Zeit etwas besser. Und ich begann regelmäßig in die Gottesdienste zu gehen, mit IHM zu sprechen und am Ende SEIN Loblied zu singen.

Ich gehe jetzt nach unten und werde mich langsam zum Gottesdienst fertig machen. Ich weiß, dass ER sich um mich kümmern wird. Alfie liegt immer noch tot in der Küche, ich widerstehe dem Drang ihn zuzudecken. Auch seine Augen kann ich nicht schließen, er muss noch eine Weile mit diesem erstaunten Ausdruck da liegen bleiben. Tja, das hätte sich Alfie von mir niemals gedacht, aber er kannte ja auch nicht meine natürliche Grenze.
 
Als ich ihn auf demselben Küchenboden, auf dem er jetzt liegt, mit unserer Milchfrau überraschte, ihn grunzend und schwitzend von hinten in sie eindringen sah, da war die Sache eigentlich schon gelaufen. Meine Eifersucht hatte endlich einen Boden gefunden, meine Phantasien waren endlich real geworden, auch, wenn es nicht eine schöne Fremde, sondern nur die Milchfrau war. Die beiden waren so zu Gange, dass sie mich nicht wahrnahmen und ich ergriff nach wenigen Sekunden die Flucht nach draußen, denn der Anblick hätte mir fast den Verstand geraubt. Draußen blieb mir der Atem weg und mein Herz fast stehen, doch ich schaffte es, die Kontrolle über meinen Körper zu bekommen.
 
In den drei Wochen nach seinem Betrug, war Alfie für mich schon so gut wie tot. Es gab keinen anderen Weg. Die elf Jahre davor, mein ewiges Warten, dass sich alles ändern würde, trugen ihren Teil zu meinem Entschluss bei. Meine einzige Sorge war, was ER dazu sagen würde, wenn ich beim nächsten Gottesdienst wieder mit IHM reden würde. Doch diese Angst wurde mir schnell genommen. Schon, als ich vollkommen verheult in der Kirche auftauchte und die Leute aus dem Dorf hinter meinem Rücken tuscheln hörte, war mir innerlich bewusst, dass ER mich ja auf diesen Weg geführt hatte.

An diesem verhängnisvollen Nachmittag war der Gottesdienst doch ausgefallen wegen Renovierungsarbeiten und die Kirchentür war geschlossen gewesen. Nur darum war ich gleich wieder nach Hause geeilt, um meine Zeit mit Alfie zu verbringen statt mit dem LIEBEN GOTT. Wer sonst als ER hätte mir diesen Zufall schicken können und welches größere Zeichen hätte ich noch erwarten können. Ich redete an diesem Nachmittag mit meiner inneren Stimme ohne Unterlass mit IHM und ER tröstete mich. Als die Leute am Ende ihr `Lasset Uns Preisen´ anstimmten, war mir, als sängen sie allein für mich.
 
In den nächsten Wochen wartete ich auf eine Gelegenheit und den nötigen Mut dazu. Den Entschluss zu fassen, jemanden umzubringen, ist eine Sache, es schließlich auch zu tun, noch mal eine ganz andere. Auch traf ich die Milchfrau in der Kirche wieder, auch sie sang herzzerreißend bei den Liedern mit und ich konnte nicht verstehen, wieso ER sie hineinließ, wo ER doch auf meiner Seite war. Erst später wurde mir klar, dass alles zu SEINEM Plan gehörte, jeden Verdacht von mir abzulenken. Da konnte ich ihr sogar zulächeln und die Ahnungslose spielen. Am meisten hatte ich jedoch mit der Tatsache zu kämpfen, dass Alfie bald nicht mehr da sein würde, denn trotz allem liebte ich ihn immer noch hemmungslos. Was sollte ich ohne ihn den tun? Wie meinen Tag gestalten? Schließlich tröstete mich der Gedanke, dass ER mir ja schon einmal einen Alfie geschickt hatte, und es sicher noch viele Alfies auf der Welt gab, und später einer kommen konnte, der sich wirklich ändern ließ.

Trotzdem weinte ich in diesen Wochen oft und fragte IHN nach dem Wie und Wann, doch darüber schwieg sich der LIEBE GOTT aus. Dann kam der Bericht im Fernsehen über die Morde in unserem Nachbardorf. Ein altes Ehepaar war erstochen aufgefunden worden, die Region war entsetzt. Man vermutete eine sinnlose Tat eines Wahnsinnigen, da nichts im Haus der alten Leute fehlte. Die Polizei arbeitete auf Hochtouren. Jetzt hatte das Verbrechen auch Einzug in unsere dörfliche Idylle genommen, und in unsere Kirche gab es an diesem Tag zu meiner Freude sogar drei Messen und ich konnte dreimal mit IHM sprechen. Denn das Zeichen war eindeutig gewesen und ich wusste, der Zeitpunkt war da. Ich bat um Mut und Kraft und Führung, und meine Stimme beim `Lasset Uns Preisen´ überschlug sich in ihrer Kraft und Hingabe.

Heute Morgen nun, als ich aufstand und in der Küche Frühstück richtete, war es soweit. Ich schnitt gerade den Schinken mit dem scharfen Messer an. Alfie polterte wie immer die Treppe herunter, schrie schon von oben, ob denn sein Frühstück fertig sei, sonst könne ich nicht zu meinem `Scheißgottesdienst´. Sein Geruch nach Schweiß und Alkohol ging ihm voran und, als er die Küche betrat, grunzend und verquollen, war sein Schicksal besiegelt.
 
Ich wollte ihm eigentlich noch erklären, warum er starb, wollte ihm den Vorwurf, den Betrug und den Verrat ins Gesicht schleudern, doch es ging alles zu schnell. Ich denke, der LIEBE GOTT führte meine Hand, denn ich selbst habe die Augen geschlossen und gar nicht gesehen, wo ich mit dem Messer hin stach. Ich hörte ihn noch einmal grunzen, überrascht und schmerzhaft diesmal, dann war es ganz still in der Küche.
 
Als ich nach einer Weile meine Augen wieder aufmachte, stand Alfie nicht mehr vor mir. Meine Hand war leer und ein paar Minuten stand ich einfach so da. Dann sah ich nach unten und da lag Alfie. Das Messer war direkt in sein Herz eingedrungen, immerhin hatte er nicht leiden müssen. Dafür dankte ich dem LIEBEN GOTT. Dann sackte ich auf die Knie, kam direkt neben Alfie auf den Boden und begann zu weinen. Ich weinte um Alfie, aber auch um mich, um verlorene elf Jahre und Wege, die man einschlägt und nicht mehr ändern kann. Am Ende begann ich zu summen, dann zu singen, stimmte ein `Lasset Uns Preisen´ an und war von einer unglaublichen Erleichterung erfüllt. Ich wusste, ER würde mich führen.
 
Eine innere Stimme rät mir, doch noch einmal in die Küche zu gehen und mich umzuschauen. Ich könnte ja etwas übersehen haben. Alfie liegt da, das Messer in seinem Brustkorb, seine Augen zu einem erstaunten Blick in die Ewigkeit aufgerissen. Ich prüfe noch einmal die hintere Türe, von der man von außen in die Küche kommt. Sie steht offen, es hätte leicht jemand hereinkommen können, so wie ich vor damals zufällig zu früh hereingekommen bin. Ein Mörder hätte herein kommen können, der, der im Nachbardorf die zwei alten Leute abgeschlachtet hat.
 
Da fällt mir der Griff des Messers auf, meine Fingerabdrücke müssen noch darauf sein. Ich nehme einen nassen Lappen und bücke mich ohne Alfie in die starren Augen zu sehen. Ich wische den Messergriff ab. Dann hebe ich mit dem nassen Lappen Alfie’ s Hand hoch, sie ist zwar schon kalt, aber noch beweglich und drücke sie schnell auf den Griff. Es soll aussehen, als hätte Alfie im Todeskampf noch nach dem Messer gegriffen. Ich lasse los und Alfie’ s Hand bleibt wie ein Wunder fest am Messergriff.
 
Ich knie in der Küche neben meinem toten Mann nieder und beginne zu beten. Wird das alles ausreichen, um den Verdacht nicht auf mich zu lenken? Werden sie mir, Alfies komischer gläubiger Frau, eine solche Tat überhaupt zutrauen? Wird die Milchfrau schweigen? Letztendlich werde ich es dem LIEBEN GOTT überlassen, wie er die Sache mit Alfies Tod regelt. ER kann das sicher besser als ich. AMEN. (HDH)
 
 


Online-Flyer Nr. 264  vom 25.08.2010

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