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Aktueller Online-Flyer vom 19. Oktober 2017  

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Literatur
Die schreckliche Schrift in Reimen und Versen
Reimbibel – Folge 9
Von Wolfgang Klosterhalfen

Altes Testament

Gott verkündet die Zehn Gebote

(2. Buch Mose, Kap. 20 5. Buch Mose, Kap. 5)

„Höret, was der Herr nun spricht:
andre Götter habet nicht.
Ich hab euch herausgeführt,
weshalb mir der Ruhm gebührt.
 
Ich bin voller Eifersucht,
auch dein Kind wird dann verflucht.
Macht von mir euch bloß kein Bild,
weil mein Zorn sonst überschwillt.
 
Preiset künftig meinen Namen,
denn sonst straf ich alle. Amen.
Samstags soll die Arbeit ruh’n,
keine Werke sollt ihr tun.

Ihr sollt eure Eltern ehren,
niemals morden, nur euch wehren.
Auch müsst ihr mir fest versprechen,
eure Ehen nicht zu brechen.
 
Lügen sollt ihr nicht noch stehlen,
sonst werd ich euch höllisch quälen.
Falsches Zeugnis rede nicht,
wer von seinem Nächsten spricht.

Finger von der Nachbarsfrau,
so was nehm ich sehr genau.
Nachbars Sklavin, Nachbars Rind
nur für deinen Nachbarn sind.“

Darauf gab es Donner, Blitz,
Hörnerklang, das ist kein Witz.
Moses sprach: „Dies ward verkündigt,
dass ihr fürderhin nicht sündigt.“

„Mose sagt: ´Gott ist eifersüchtig´; und anderswo: ´Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.´ So seht ihr also etwas Göttliches darin, wenn Gott als neidisch bezeichnet wird, während ein eifersüchtiger und missgünstiger Mensch euch tadelnswert erscheint?“
Julian, römischer Kaiser (331-363)

Christen glauben, es gäbe nur einen Gott. Wieso ist dieser Gott dann eifersüchtig auf andere Götter?

Was soll das Ganze überhaupt?
War Mord und Diebstahl denn erlaubt?
War nicht verboten das Betrügen?
War nicht geächtet das Belügen?

Und was ist denn mit Sklaverei,
dem Schutz von Schwachen und derlei?
Es merkt doch heute jedes Kind,
dass Moses Worte Schwachsinn sind.

Ein Gesetzeswerk mit 282 Paragraphen, den Codex Hammurapi, gab es schon ca. 1750 Jahre vor Christi Geburt. Inzwischen haben alle zivilisierten Länder umfangreiche Gesetzeswerke, die die absurden und unzureichenden Zehn Gebote überflüssig machen.

Verloren sind des Mose Tafeln,
von denen Pfaffen gerne schwafeln.

Laut EKD (2009) geben nur 26% der Konfirmanden an, sie würden versuchen, nach den Zehn Geboten zu leben. 69% der Konfirmanden glauben an Gott, d.h. es werden auch viele, die lügen, wenn sie das Glaubensbekenntnis sprechen, als künftige Kirchensteuerzahler in die Gemeinden aufgenommen.
(PK)


ReimbibelZu erreichen ist
Prof. Klosterhalfen über wk@reimbibel.de.

Näheres über
die „Reimbibel“
finden Sie unter www.reimbibel.de.

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kann man das Buch bei Amazon unter www.amazon.de.
Es hat 304 Seiten
und kostet 19,90 Euro.







Online-Flyer Nr. 221  vom 28.10.2009

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