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Aktueller Online-Flyer vom 22. Oktober 2017  

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Fotogalerien
Kunst im öffentlichen Raum
Graffities im „Barmer Viertel“
Von Hans-Dieter Hey

Seit März 2006 wurden in Köln-Deutz, im „Barmer Viertel“, auf Betreiben der Stadt Köln mehr als 1.000 Menschen aus den 360 Wohnungen vertrieben oder weggelockt, wo sie preiswert gewohnt und gelebt hatten. Widerstand wurde mit Hilfe von Hundertschaften der Polizei niedergemacht. Doch bis zum vollständigen Abriss fand dort richtiges Leben statt – mit Kunst.

Nach dem Abriss des Viertels geschah über lange Zeit erstmal nichts. Mit 70 Mio. Euro für den Abriss wurde der Platz zum teuersten Parkplatz Deutschlands – und dann zum Platz für Kundgebungen der rechtsgerichteten Gruppierung „Pro Köln“. Eigentlich sollte sich die Stadt dafür schämen, wieder einmal bundesweit für einen schlechten Ruf gesorgt zu haben.

In der Zwischenzeit, nachdem die regulären Mieter ausgezogen waren, gab es dennoch kreatives Leben. Mit Dichterlesungen, Kabarett, Theateraufführungen und Musik wurden die Gebäude reanimiert, bis der Abriss kam. Vor allem Graffiti-Künstler nahmen die Gelegenheit wahr, um sich künstlerisch auszuleben. Während Graffities oft Ergebnis zerstörerischen Irrsinns oder quälerischen Geschmieres für exzentrische Selbstdarsteller sein können, bildete sich auf der anderen Seite in den Jahren eine geniale Kunstform mit verschiedenen Ausdrucksformen heraus. Einen Teil dieser Graffities präsentieren wir in unserer Fotogalerie, die als Ausstellung bis Ende September bei „Pablo“, Marsiliusstr. 35, Köln-Sülz zu sehen ist.


















































Fotos: Hans-Dieter Hey, gesicher zei(ch/g)en

Online-Flyer Nr. 212  vom 26.08.2009

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