SUCHE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Globales
"Israel Defense Forces" sichern die militärische Vorherrschaft im Nahen Osten
Ein Goliath im Gewande des David – Teil 2
Von Jürgen Rose
Wie die "Israelischen Verteidigungskräfte" dem jüdischen Staat die unangefochtene militärische Vorherrschaft im Nahen Osten sichern, ist Thema dieses vierteiligen Beitrags von Jürgen Rose. Der Autor kennt sich mit "Verteidigung" aus, denn er war bis zu seiner selbst gewünschten Entlassung zuletzt Oberstleutnant der Bundeswehr und ist seit Jahren Vorstandsmitglied der kritischen SoldatInnenvereinigung „Darmstädter Signal“. Nach seiner militärischen Ausbildung, unter anderem in Fort Bliss in Texas/U.S.A., und einem abgeschlossenen Pädagogikstudium war Rose von 1988 bis 1991 Mitarbeiter der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation in Waldbröl im Forschungsbereich Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Mehr über seine "Karriere" erfahren Sie bei wikipedia. – Die Redaktion

Ehud Barak – erst Generalstabschef
dann Vorsitzender der Arbeiterpartei,
Verteidigungs-, Innen- und Außenminister,
von 1999 bis 2001 Ministerpräsident
3. Finanzierung, Führungsstruktur und Wehrsystem der IDF
Damit die «Zahal» (die "Israeli- schen Verteidigungsstreitkräfte") ihren Auftrag erfüllen und die strategischen Zielvorgaben der politischen Führung umsetzen kann, investiert der Staat Israel jedes Jahr enorme Summen in sein militärisches Dispositiv. Waren es in den Anfängen seiner Existenz noch durch-schnittlich 9 Prozent des Bruttosozialproduktes (BSP) jährlich, so schnellte dieser Anteil nach den Kriegen von 1967 und 1973 dramatisch empor bis er in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Maximum von circa 24 Prozent erreicht hatte (1). Seitdem sank der Rüstungshaushalt kontinu-ierlich wieder auf etwa neun Prozent des BSP. Dennoch wies Israel im Jahr 2008 unter den entwickelten Staaten der Welt den größten Anteil von Rüstungsausgaben am BSP auf; der Pro-Kopf-Betrag an Militärausgaben für jeden Israeli belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 2.300 USD (2). Die Budgetansätze für den israelischen Sicherheitssektor für das Jahr 2010 illustriert nachfolgende Graphik:

Jitzchak Rabin - vom Generalstabschef
zum Ministerpräsidenten
Dem Generalstabschef untersteht als höchstem militärischen Vorgesetzten in den israelischen Streitkräften der Generalstab (13), dem, wie nachfolgende Graphik illustriert, die klassischen Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine, die Regionalkommandos, die unterschiedlichen Direktorien sowie alle weiteren Kommando-behörden der IDF nachgeordnet sind. Seit kurzem erst untersteht dem Generalstabschef zudem das neu gebildete gemeinsame Oberkommando der israelischen Spezialeinsatzkräfte („Depth Corps“) (14).
Online-Flyer Nr. 395 vom 27.02.2013
"Israel Defense Forces" sichern die militärische Vorherrschaft im Nahen Osten
Ein Goliath im Gewande des David – Teil 2
Von Jürgen Rose
Wie die "Israelischen Verteidigungskräfte" dem jüdischen Staat die unangefochtene militärische Vorherrschaft im Nahen Osten sichern, ist Thema dieses vierteiligen Beitrags von Jürgen Rose. Der Autor kennt sich mit "Verteidigung" aus, denn er war bis zu seiner selbst gewünschten Entlassung zuletzt Oberstleutnant der Bundeswehr und ist seit Jahren Vorstandsmitglied der kritischen SoldatInnenvereinigung „Darmstädter Signal“. Nach seiner militärischen Ausbildung, unter anderem in Fort Bliss in Texas/U.S.A., und einem abgeschlossenen Pädagogikstudium war Rose von 1988 bis 1991 Mitarbeiter der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation in Waldbröl im Forschungsbereich Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Mehr über seine "Karriere" erfahren Sie bei wikipedia. – Die Redaktion

Ehud Barak – erst Generalstabschef
dann Vorsitzender der Arbeiterpartei,
Verteidigungs-, Innen- und Außenminister,
von 1999 bis 2001 Ministerpräsident
Quelle: Wikimedia
Der Rüstungsetat
Damit die «Zahal» (die "Israeli- schen Verteidigungsstreitkräfte") ihren Auftrag erfüllen und die strategischen Zielvorgaben der politischen Führung umsetzen kann, investiert der Staat Israel jedes Jahr enorme Summen in sein militärisches Dispositiv. Waren es in den Anfängen seiner Existenz noch durch-schnittlich 9 Prozent des Bruttosozialproduktes (BSP) jährlich, so schnellte dieser Anteil nach den Kriegen von 1967 und 1973 dramatisch empor bis er in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Maximum von circa 24 Prozent erreicht hatte (1). Seitdem sank der Rüstungshaushalt kontinu-ierlich wieder auf etwa neun Prozent des BSP. Dennoch wies Israel im Jahr 2008 unter den entwickelten Staaten der Welt den größten Anteil von Rüstungsausgaben am BSP auf; der Pro-Kopf-Betrag an Militärausgaben für jeden Israeli belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 2.300 USD (2). Die Budgetansätze für den israelischen Sicherheitssektor für das Jahr 2010 illustriert nachfolgende Graphik:

Quelle: Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informationssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): www.sicherheitsforschung-europa.de – Israel; http://www.sicherheitsforschung-europa.de/servlet/is/2074/israel_budget_a.
Für 2012 waren im israelischen Haushalt die folgenden Ausgaben für den Sicherheitssektor vorgesehen (3):
Verteidigungsministerium: 10.357 Mio. EUR (50.352 Mio. NIS)
Heimatschutzministerium: 2.172 Mio. EUR (10.559 Mio. NIS)
Ausgaben für zivile Notfälle: 42 Mio. EUR (204 Mio. NIS)
Nationaler Sicherheitsrat: 6,4 Mio. EUR (31 Mio. NIS)
Koordination der Aktivitäten in den »Territories«: 16,7 Mio. EUR (81 Mio. NIS)
Bezogen auf den Anteil am Gesamthaushalt liegen die israelischen Rüstungsausgaben im internationalen Vergleich mit rund 17 Prozent weit vor den auf diesem Gebiet nicht eben als sparsam bekannten USA und erst recht vor Deutschland einsam an der Spitze, während sich der Ansatz für den Bereich öffentliche Ordnung und Sicherheit, wie nachfolgende Graphik zeigt, mit circa 4 Prozent auf vergleichsweise durchschnittlichem Niveau bewegt:

Quelle: Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informationssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): www.sicherheitsforschung-europa.de – Israel; http://www.sicherheitsforschung-europa.de/servlet/is/2074/israel_budget_b.jpg
Zwar wird in der öffentlichen Debatte in Israel immer wieder Kritik an den exorbitanten Militärausgaben laut, doch verpufft diese weitgehend wirkungslos. So hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Januar 2012 statt der im Zuge der Sozialproteste versprochenen Kürzung des Verteidigungsetats eine Erhöhung des Militärbudgets angekündigt. Der Verteidigungshaushalt werde um drei Milliarden Schekel (etwa 613.000 Euro) aufgestockt, denn er sei zu dem Schluß gekommen, daß angesichts der Lage in der Region eine Kürzung des Militäretats ein „großer Fehler“ wäre (4).
Zusätzlich zu seinem nationalen Rüstungsbudget kann Israel noch über Finanzmittel verfügen, die das Ausland bereitstellt. So war Israel als strategisch bedeutsamer Partner und wichtigster Verbündeter der USA im Nahen Osten seit 1976 Jahr für Jahr der größte Empfänger von Militärhilfe, die das US-amerikanische Verteidigungsministerium bereitstellt (5), wobei die Vergabe dieser Mittel an die Bedingung geknüpft ist, damit ausschließlich Produkte der US-Rüstungsindustrie zu kaufen (6), die wiederum nur für den Eigenbedarf des Landes eingesetzt werden dürfen. Während der ersten Amtszeit der Bush-Regierung von 2001 bis 2005 erhielt Israel im Foreign-Military-Financing-Programm knapp 10,5 Mrd. USD (7). Im Fiskaljahr 2009 belief sich die US-Militärhilfe auf einen Betrag von 3,075 Mrd. USD; wobei noch einmal zusätzliche Zahlungen in Höhe 236 Mill. USD speziell für Entwicklungsprojekte im Bereich der «Ballistic Missile Defense» (BMD) erfolgten (8). Auch aus der Bundesrepublik Deutschland erhält Israel seit Jahrzehnten großzügigste Unterstützung. So illustriert nachfolgende Graphik, daß die Lieferung von insgesamt sechs atomwaffenfähigen U-Booten in das nahöstliche Kriegsgebiet vom deutschen Steuerzahler mit insgesamt über 1.100 Millionen Euro subventioniert wurde rsp. wird (9):

Quelle: Anonym: Dolphin-Klasse; http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin-Klasse#Kritik
Die Führungs- und Kommandostruktur der «Israel Defense Forces»
Die IDF (10) unterliegen der politischen Kontrolle durch den Premierminister Israels als Oberbefehlshaber sowie den zivilen Verteidigungsminister, dem das Verteidigungs- oder richtiger: das Kriegsministerium unterstellt ist. In der Realität werden jedoch wichtige Entscheidungen vom Premierminister, dem Verteidigungsminister und dem Chef des israeli-schen Generalstabes gemeinsam gefällt. Letzterer wird auf Vorschlag des Verteidigungsministers von der Regierung berufen und auch wieder entlassen. Somit ist eine zivile Kontrolle des Militärs in Israel formal sichergestellt. Bemerkenswert und problematisch zugleich ist freilich der Umstand, daß das israelische Militär keinerlei ziviler Gerichtsbarkeit unterliegt. Zudem ist hervorzuheben, daß die Generalstabschefs in Israel nicht nur innerhalb des militärischen Bereiches, sondern fast immer auch im politischen System und oftmals ebenso im wirtschaftlichen Sektor eine Schlüsselstellung innehaben.
Generalstabschefs in höchste Positionen von Staat und Wirtschaft
Die nähere Betrachtung der Biographien der israelischen Generalstabschefs (11) ergibt, daß diese nahezu allesamt im Anschluß an ihre militärische Verwendung und Positionen in Staat und Wirtschaft hatten rsp. immer noch innehaben. So fungierten fünf ehemalige Generalstabschefs als Ministerpräsidenten oder stellvertretende Ministerpräsidenten, nämlich Jigael Jadin, Jitzchak Rabin, Rafael Eitan, Ehud Barak und Mosche Ja‘alon. Als Verteidigungsminister amtierten die vormaligen Generalstabschefs Mosche Dajan, Jitzchak Rabin, Ehud Barak und Scha'ul Mofas. Wenn, wie die aufgeführten Fälle demonstrieren, ehemalige Generalstabschefs in genau diejenigen höchsten politischen Führungspositionen im Staate aufsteigen, denen die Kontrolle des Militärs obliegt, muß es selbstredend mehr als fragwürdig erscheinen, von einer gesicherten Unterstellung der Streitkräfte unter die zivile Staatsführung zu sprechen. Auch andere Ministerien, wie das Außen-, das Landwirtschafts-, das Arbeits-, das Handels- und Industrie-, das Entwicklungs-, das Umwelt-, das Tourismus-, das Verkehrs- sowie das Ministerium für strategische Angelegenheiten wurden von ehemaligen Generalstabschefs geführt. Daneben bekleideten jene Befehlshaber auch höchste Positionen in der Wirtschaft des Landes; so war Mordechai Maklef Generaldirektor der Dead Sea Works, welche die Phosphat-Industrie um das Tote Meer erschloß sowie auch Generaldirektor des Citrus Fruits Marketing Council und der Israel Chemicals. Dan Schomron wiederum wurde nach seiner Dienstzeit Vorsitzender des staatlichen Rüstungskonzerns Israel Military Industries. Was sich anhand der diversen Generalstabschefs zeigen läßt, gilt in großem Umfang erst recht für die übrigen Generäle und hohen Stabsoffiziere der «Zahal». Sowohl Staat als auch Wirtschaft sind vollkommen durchdrungen von der Militärelite; zugespitzt läßt sich Israel als „Militärdemokratie“ apostrophieren (12).

Jitzchak Rabin - vom Generalstabschef
zum Ministerpräsidenten
Quelle: wikimedia

Quelle: Israel Defense Forces (ed.): Structure; http://dover.idf.il/IDF/English/about/structure/default.htm;
Opall-Rome, Barbara: Israel Approves New Joint SOF Command; http://www.defensenews.com/article/20111215/DEFSECT02/112150306/Israel-Approves-New-Joint-SOF-Command
Im Hinblick auf die problematische Verfilzung von Politik, Wirtschaft und Militär ist dem Schaubild zu entnehmen, daß dem Generalstabschef auch die Verwaltung für die Rüstungsentwicklung und die Rüstungsindustrie (Maf’at) unterstehen. Dazu zählen Israel Military Industries (IMI), Rafael (Armaments Development Authority) und Israel Aircraft Industries, Ltd. (IAI) (15). Darüber hinaus ist dem Organigramm als bedeutsamer Umstand zu entnehmen, daß die «Israelischen Verteidigungsstreitkräfte» die Autorität über die palästinensischen Besatzungsgebiete ausüben.
Wehrstruktur und Umfang der «Zahal»
In den drei Teilstreitkräften dienten im Jahr 2011 aktiv etwa 176.500 Soldaten und Soldatinnen, davon 133.000 im Heer, 34.000 in der Luftwaffe und 9.500 in der Marine (16). Als geplante Personalreserve standen zu diesem Zeitpunkt insgesamt 445.000 Männer und Frauen zur Verfügung, so daß die IDF im Kriegsfall regulär auf bis zu 621.500 Uniformierte anwachsen konnte (17). Berücksichtigt man die Gesamtzahl aller israelischen Bürger, die den Militärdienst absolviert haben und somit prinzipiell als Reservisten für die Streitkräfte verfügbar wären, so beläuft sich dieses Potential auf zusätzlich 2 bis 2,5 Millionen Personen (18). Dieses Zahlenverhältnis von Präsenz- und Reservekräften „show[s] just how dependent Israel is on reserve versus active manpower“ (19). Wegen der geringen Größe des Landes ist darüber hinaus die Mobilmachungsgeschwindigkeit möglichst starker Reservistenkontingente von großer Bedeutung. Ein Verband beliebiger Größe muß daher in höchstens 48 Stunden voll ausgerüstet und organisiert an jedem beliebigen Frontabschnitt einsatzbereit sein. Tatsächlich erreichen die meisten Einheiten dieses Ziel in 24 Stunden, und vor allem Luftwaffenverbände, die aus Reservisten bestehen, sind sogar innerhalb von 12 Stunden einsatzbereit (20). Als paramilitärische Kräfte stehen darüber hinaus 7.650 Angehörige der Grenzpolizei parat.
Wehrpflicht auch für Frauen
Das Wehrsystem in Israel ist ungeachtet des Anteils professioneller Militärkader (21), der ähnlich wie in anderen Armeen auf freiwilliger Basis gegen entsprechende Besoldung Dienst leistet, durch die – weltweit einzigartig – für beide Geschlechter gleichermaßen geltende allgemeine Wehrpflicht charakterisiert. Letztere beträgt drei Jahre für Männer und zwei Jahre für die Frauen (22). In Berührung mit dem Militär kommen die Israelis bereits von frühester Jugend an, denn „[es] ist nicht übertrieben zu sagen, daß das Aufwachsen von Jungen (weniger stark von Mädchen) in der israelischen Gesellschaft ‚von der Tatsache bestimmt ist, daß sie von Geburt an dazu bestimmt sind, Soldaten zu sein‘.“ (23) Militärische Sozialisation beginnt in Israel also nicht erst mit dem Einfluß des Militärs auf Wehrpflichtige oder Berufssoldaten, sondern bereits im Kindergarten- und Schulalter (24). In weiterführenden Schulen wird unter Aufsicht der Streitkräfte und des Erziehungsministeriums vorbereitende militärische Ausbildung durchgeführt. Es finden Treffen mit Repräsentanten verschiedener Militäreinheiten und Besuche auf Militärstützpunkten im Land statt. Viele Teenager absolvieren einen einwöchigen „Pseudo“-Grundkurs, die sogenannte „Gadna-Woche“, in der sie lernen, Waffen zu benutzen, und während dessen Dauer sie auch Uniformen tragen. Fast alle Jugendlichen nehmen außerdem an dem sogenannten „Yom Hak-heilot“ teil, dem Korps-Tag, an dem Mädchen und Jungen für den Militärdienst vorbereitet werden. Dieses eintägige Seminar, das in Kooperation mit den weiterführenden Schulen stattfindet, wird von nahezu allen Zwölftklässlern besucht. „So kommt es, dass in einem Land mit fast 8 Millionen Menschen der allergrößte Teil in der Armee war oder ist und auch als Reservist Teil der Armee bleibt.“ (25) Auch insofern erscheint der Staat Israel als eine Art „Militärdemokratie“ (s. o.).
Ausnahmen bei der Wehrpflicht
Grundsätzlich werden von Gesetzes wegen alle tauglichen israelischen StaatsbürgerInnen mit 18 Jahren eingezogen, tatsächlich ist es jedoch so, daß „despite a general impression that the majority of Israeli citizens are conscripted, only about 50% of potential conscripts actually serve in the military.” (26) Ausgenommen von der Wehrpflicht sind alle nichtjüdischen, schwan¬geren oder verheirateten Frauen sowie Juden, die bestimmten strengen Formen der Orthodoxie angehören (Haredim) (27), worüber über letzeres unter dem Aspekt der Wehrgerechtigkeit mittlerweile immer wieder erheblicher Unmut in der israelischen Gesellschaft aufwallt (28). Ebenfalls nicht der Wehrpflicht unterliegen, mit Ausnahme der Drusen, die muslimischen und christlichen israelischen Araber, was auf den mehr noch als in der Zivilgesellschaft im israelischen Militär latent vorherrschenden islamfeindlichen Rassismus hinweist (29). Einwanderer können, je nach Alter und Personenstand bei der Einreise, befreit werden oder einen kürzeren Wehrdienst ableisten (30). In den Genuß einer kürzeren Wehrdienstdauer unter komfortableren Rahmenbedingungen kommen auch Personen, denen die Streitkräfte aus Karrieregründen den Status eines „outstanding athlete“, „outstanding dancer“ oder „outstanding musician“ verliehen haben (31). Hochschulstudenten können vom Wehrdienst zurückgestellt werden. Für Juden, die religiöse Studien in einer entsprechenden Studieneinrichtung (Jeschiwa) mit dem Militärdienst kombinieren wollen, wurden kombinierte Programme namens Hesder eingerichtet (32). Die Minderheiten der Tscherkessen, Samaritaner und der arabischen Negev-Beduinen dienen auf freiwilliger Basis größtenteils ebenfalls in der «Zahal» (33).
Manchmal Haftstrafe bei Verweigerung
Die Verweigerung des Militärdienstes (34) ist für Männer eine langwierige Prozedur mit mehreren Anhörungen, an deren Ende sich der Verweigerer vor einem Gewissens-Komitee zu verantworten hat (35). Darauf folgen eventuell Gerichtsverfahren (vergleichbar mit der Totalverweigerung in Deutschland), an deren Ende der Verweigerer fast immer vom Wehrdienst befreit ist, allerdings unter Umständen mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden kann. Als Alternative zur Verweigerung bieten sich innerhalb der Streitkräfte im Regelfall aber Posten außerhalb der Kampfeinheiten, z. B. beim Erteilen von Zivilschutzunterricht an Schulen. Rechtlich ist es nur orthodox-religiösen Frauen gestattet, der Wehrpflicht aus Gewissensgründen nicht nachzukommen (da nach Auffassung eines Teils des orthodoxen Judentums allein der Mann zur Verteidigung Israels verpflichtet ist) und einen zivilen Ersatzdienst (sherut leumi) von ein oder zwei Jahren zu leisten. Im Gegensatz zu Frauen, die Ersatzdienst leisten, werden Männer, die ihrer Wehrpflicht nicht nachkommen, bis heute oft gesellschaftlich geächtet, da es in Israel meistens als selbstverständlich gilt, daß ein Mann den Armeedienst leistet. Verweigerung kann auch zu sozialen Benachteiligungen führen. Ähnliches gilt für eine Ausmusterung wegen Konsums illegaler Drogen, auch „weicher Drogen“.
Nach Beendigung der Wehrpflichtzeit wird jeder Soldat einer Reserveeinheit zugeteilt (36). Formal sind Männer im Rahmen des alljährlichen Reservedienstes (Miluim) bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres (rsp. des 51. bei Offizieren) und Frauen bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres zu einem Militärdienst von bis zu 39 Tagen im Jahr, in Notzeiten auch länger, verpflichtet. Tatsächlich werden mittlerweile Frauen allgemein überhaupt nicht und Männer über 35 oft nicht mehr zum Reservedienst einberufen; Männer im Alter von 41 oder 45 Jahren werden üblicherweise endgültig aus dem Militärdienst entlassen. Zwecks Steigerung der Truppenmoral erfolgt die Einberufung miteinander bereits bekannter Kameraden aus der aktiven Dienstzeit zum Reservedienst zumeist in den gleichen Einheiten.
Aufgrund ihres hohen Modernitätsgrades ihres Rüstungsarsenals (37) sowie ihrer in vielen Kriegen stets bewiesenen äußerst bemerkenswerten Kampfmoral gelten die Streitkräfte Israels allgemein als die schlagkräftigsten des Nahen Ostens (38).
Die Landstreitkräfte sind in 5 Korps mit 16 Divisionen mit wiederum insgesamt 79 Brigaden gegliedert. An Hauptwaffensystemen (39) stehen diesen Verbänden 3.110 Kampfpanzer (40) (zusätzlich in Reserve eingelagert sind weitere 1.265 ältere Typen (41)), 7.900 Schützenpanzer und gepanzerte Gefechtstransporter (zusätzlich in Reserve eingelagert sind ungefähr 3.566 veraltete Typen (42)), 1.300 Artilleriegeschütze und Raketenwerfer sowie geschätzt 1.500 Panzerabwehrwaffensysteme (43) zur Verfügung.
Luftwaffe das Rückgrat der IDF
Die israelische Luftwaffe, die «Cheil ha-Awir we-ha-Chalal» oder auch «Israeli Air Force» (IAF) (44) zählt zu den weltweit modernsten Luftstreitkräften und stellt mit ihrem Potential das Rückgrat der «Israel Defense Forces» dar. In ihrer Gliederung entspricht sie der deutschen Bundesluftwaffe während des Kalten Krieges, d. h. in der IAF sind sämtliche Luftangriffs- und Luftverteidigungskräfte sowie die nuklearen Flugkörpergeschwader integriert.
Insgesamt besitzt die «Israeli Air Force» 11 Einsatzflugplätze und verfügt über (45):
• 14 aktive Staffeln mit 72 Abfangjägern und 386 Jagdbombern (sowie 5 Reservestaffeln mit weiteren 434 Kampfflugzeugen in Reserve),
• 1 Staffel mit 33 Spezialflugzeugen zur Luftraumüberwachung, Gefechtsführung, Frühwarnung, elektronischen Aufklärung und Kampfführung sowie Seeaufklärung (sowie eine Reservestaffel)
• 3 Staffeln mit 77 Transport- und Tankflugzeugen,
• 3 Staffeln mit 153 Verbindungs- und Schul- sowie Löschflugzeugen,
• 4 Staffeln mit 110 Kampfhubschraubern (sowie eine Reservestaffel),
• 5 Staffeln mit 79 Transporthubschraubern (sowie eine Reservestaffel),
• 3 Staffeln mit Aufklärungs- und Kampfdrohnen (UAV),
• 3 Flugabwehrraketenregimenter mit 26 Batterien »Hawk«, »Patriot« und »Arrow« sowie darüber hinaus 1250 leichte Fliegerabwehrraketen und 920 Flugabwehrgeschütze,
• 3 strategische Flugkörpergeschwader mit bis zu 150 ballistischen Nuklearraketen »Jericho-2« und »Jericho-3« (46).
Darüber hinaus ist die IAF auch für die militärischen Aktivitäten Israels im Weltraum sowie dessen Komponenten, wie die »Ofeq«-Aufklärungs- (47) und »Amos«-Kommunikationssatelliten (48) und auch die zugehörigen Transportsysteme, wie die Trägerrakete »Shavit« (49), zuständig.
Marine mit nuklearwaffenfähigen U-Booten
Die israelische Marine, die «Cheil haJam haJisra'eli» oder auch «Israeli Sea Corps» (ISC) (50), bildet die kleinste Teilstreitkraft der IDF. Sie verfügt über drei Einsatzbasen und besteht aus einer Lenkwaffenkorvetten- und Flugkörperschnellboot-Flottille, einer U-Boot-Flottille und einer Kommando-Flottille mit Spezialeinsatzkräften sowie drei Patrouillenbootgeschwadern mit (51):
• 3 Lenkwaffenkorvetten,
• 10 Flugkörperschnellbooten,
• 3 nuklearwaffenfähigen U-Booten,
• 56 Patrouillenbooten,
• 6 Unterstützungsschiffen,
• 2 Landungsbooten (1 Landungsschiff in Reserve),
• 13 Marinehubschraubern
Spezialeinsatzkräfte auch für Attentate
Eine besondere Rolle spielen neben den klassisch organisierten Teilstreitkräften noch die Spezialeinsatzkräfte der IDF (52). Unter diesen sind der 1974 gegründete Jechidat Schaldag (53) („Einheit Eisvogel“, Tarnbezeichnung Einheit 5101) der Israelischen Luftstreitkräfte, der Sajeret Matkal (54) („Späher des Generalstabes“) des Heeresnachrichtendienstes Aman sowie die bereits 1948 gegründete Schajetet 13 (55) („Flottille 13“) der Israelischen Marine hervorzuheben. Ferner besitzt „every brigade in the IDF … its own special force branch.” (56) Das Einsatzspektrum dieser Special Forces reicht von nachrichtendienstlicher Aufklärung in der Tiefe des Raumes und der Abwehr feindlicher Aufklärung, über direkte Kommandooperationen und Kampfeinsätze, asymmetrische Kriegführung, Terrorismusbekämpfung, gezielte Tötungen (Attentate), und Geiselbefreiung, Befreiungs- und Rettungsoperationen bis zur bewaffneten Flugbegleitung. Zusammen mit der Jechidat Hiluz we-ha-Pinu'i Behethes 669, der Airborne Rescue And Evacuation Unit (57) der IAF, werden die genannten Spezialeinheiten auf Weisung des derzeitigen Generalstabschefs Generalleutnant Benny Gantz unter einem gemeinsamen, ihm direkt unterstellten Spezialeinsatzkommando mit der Bezeichnung «Depth Force» zusammengefaßt (58), um ihre Schlagkraft im Rahmen einer neudefinierten Einsatzdoktrin zu verstärken. Letztere zielt unter dem Rubrum „War between Wars“ darauf ab, den Kampf gegen Terroristen, Waffenschmuggler sowie gegen die Proliferation von Massenvernichtungswaffen vom eigenen rsp. unmittelbar angrenzenden Territorium still und verdeckt bis weit in die Tiefe, die laut Gantz „so-called outer circle of threats“ (59) zu tragen. Laut nicht näher genannten Quellen aus den IDF, „this ‘outer circle’ encompasses the Horn of Africa and other zones around the Middle East where Iranian, Palestinian and al-Qaida groups operate.” (60) Mit diesem Konzept orientiert sich die eng mit den US-Streitkräften kooperierende «Zahal» an dem von diesen vorgegebenen Trend, der weg von schwergepanzerten Großverbänden hin zu kleinen, hochbeweglichen und -technisierten Spezialkräften weist (61), die tief im Feindesland operieren. Im April 2012 bestätigte Generalstabschef Gantz, daß die Anzahl verdeckter Kommandounternehmen in der Region mittlerweile drastisch zugenommen hat (62). In einem seiner seltenen Interviews, welches er der größten israelischen Tageszeitung Yediot Ahronot gegeben hat, erläuterte er, daß die «Israel Defense Forces» den Auftrag hätten, „to carry out ‚strategic strikes deep inside hostile territory‘.” (63) Im Vergleich zu früheren Jahren, sagte er, habe es „a ‚tens of percent‘ increase in special missions operational tempo“ (64) gegeben und ergänzte: „You almost won’t find a point in time that nothing is happening somewhere around the world. … It’s not my invention, and I am not taking credit. I am escalating all those special operations.“ (65) Das neue «Depth Force»-Kommando der israelischen Spezialkräfte wird mit dem US-amerikanischen Special Operations Command (SOCOM) verglichen, das von Fort Bragg aus operiert; geführt wird es von Generalmajor Shai Avital, der in früheren Jahren schon den Sajeret Matkal kommandiert hatte. (PK)
Jürgen Rose ist Oberstleutnant der Bundeswehr a. D. und Vorstandsmitglied der kritischen SoldatInnenvereinigung „Darmstädter Signal“.
(1) Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces#Budget.
(2) Ibd..
(3) Vgl. Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informati-onssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): www.sicherheitsforschung-europa.de – Israel; esfo Informationssystem - Israel http://www.sicherheitsforschung-europa.de/servlet/is/2074/.
(4) Vgl. Anonym (AFP): Israel erhöht Verteidigungsetat trotz anderslautender Ankündigung; http://www.stern.de/news2/aktuell/israelerhoehtverteidigungsetattrotzanderslautenderankuendigung1771294.html.
(5) Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces#Budget
(6) Vgl. John A. Battilega, David R. Beachley, Daniel C. Beck, Robert L. Driver, Bruce Jackson (eds.): The Emerging Global Armament System and the Future of Warfare - Country Study Israel; published June 2001; http://www.fas.org/irp/nic/battilega/israel.pdf.
(7) Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.
(8) Vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): Middle East Military Balance Files – Israel, Tel Aviv 2012, p. 3; http://www.inss.org.il/upload/(FILE)1336472780.pdf.
(9) Vgl. hierzu vor allem Nassauer, Otfried: Weitere Deutsche Nuklearwaffenträger für Israel? - Die Dolphin-U-Boote, 4. Aktualisierung vom Dezember 2011; http://www.bits.de/public/stichwort/dolphin3.htm sowie Anonym (mmq): Deutschland subventioniert U-Boot für Israel; http://www.spiegel.de/politik/deutschland/waffendeal-deutschland-subventioniert-u-boot-fuer-israel-a-774904.html
und Anonym: Dolphin-Klasse; http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin-Klasse#Kritik.
(10) Vgl. Pike, John (ed.): Israel Defense Forces Tzvah Haganah L'Yisrael, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/idf.htm
sowie Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte
(11) Vgl. zum Folgenden Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte
(12) Vgl. hierzu Klein, Uta: Militär und Männlichkeit in Israel; Beitrag zur 1. Tagung des Arbeitskrei-ses für interdisziplinäre Männerforschung: Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften (AIM Gender) mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Referat Geschichte, 3. Februar 2001; http://www.fk12.tu-dort-mund.de/cms/ISO/de/arbeitsbereiche/soziologie_der_geschlechterverhaeltnisse/Medienpool/AIM_Beitraege_erste_Tagung/Klein.pdf; Balke, Ralf: Die Rolle des Militärs in der israelischen Gesellschaft, Anti Defamation (ADL) Kommission von Bnai Brith Zürich, 13.11.2005; http://www.anti-defamation.ch/index.php?id=26§ion=2; sowie Kompetenzkollektion (Shel-lyMontreal): Die IDF – eine Armee mit vielen Facetten; https://israelkompetenzkollektion.wordpress.com/2012/04/22/die-idf/.
(13) Vgl. zum Folgenden Anonymous: General Staff of the Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/General_Staff_of_the_Israel_Defense_Forces.
(14) Vgl. Opall-Rome, Barbara: Israel Approves New Joint SOF Command, December 15, 2011; http://www.defensenews.com/article/20111215/DEFSECT02/112150306/Israel-Approves-New-Joint-SOF-Command; Katz, Yaakov: Security and Defense: The war between wars, in: The Jerusalem Post., August 26, 2012; http://www.jpost.com/Features/FrontLines/Article.aspx?id=269516 sowie Anonymous: Depth Corps; http://en.wikipedia.org/wiki/Depth_Corps.
(15) Vgl. Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informationssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): a. a. O..
(16) Vgl. hierzu und im folgenden Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 11.
(17) Anthony H. Cordesman und Aram Nerguizian kommen in ihrer Analyse sogar auf eine volle Mobilisierungsstärke von 633.000 SoldatInnen; vgl. dies.: The Arab-Israeli Military Balance. Conventional Realities and Asymmetric Challenges, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, June 29, 2010, p. 8; http://csis.org/files/publication/100629_Arab-IsraeliMilBal.pdf.
(18) Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces.
(19) Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 8.
(20) Vgl. hierzu Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.
(21) Offiziell werden Zahlenangaben zum Umfang der IDF und ihrer Personalstruktur vom israelischen Verteidigungsministerium strikt geheimgehalten, so daß sich die jeweiligen Anteile von Grundwehrdienstleistenden (GWDL) einerseits, Zeit- und Berufssoldaten (SaZ/BS) anderer-seits lediglich schätzen lassen. Grundsätzlich ist aufgrund des hohen Technisierungsgrades der GWDL-Anteil bei Luftwaffe und Marine eher gering, beim personalintensiven Heer dagegen höher. Nimmt man die Verhältnisse der deutschen Bundeswehr während des Kalten Krieges, wo der GWDL-Anteil etwas mehr als die Hälfte des Personalumfangs ausmachte, zum Anhalt und berücksichtigt darüber hinaus das wegen der für Männer und Frauen geltenden Dienstpflicht sehr hohe Wehrpflichtigenaufkommen in Israel, so dürften der Anteil an GWDL in den IDF bei etwa zwei Drittel, also rund 120.000 SoldatInnen liegen, während sich der SaZ/BS-Anteil auf ein knappes Drittel, also circa 56.000 Offiziere und Unteroffiziere, belaufen dürfte. Bemerkenswert ist das mit durchschnittlich 46 Jahren relativ frühzeitige Pensionsalter für die Berufssoldaten; vgl. Arad, Boaz: Israel Needs a Professional Army, Jerusalem Institute for Market Studies, Jerusalem, November 2010, p. 7; http://www.jims-israel.org/pdf/PParmyenglish.pdf
(22) Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel sowie Anonymous: Women in the Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_the_Israel_Defense_Forces.
(23) Klein, Uta: a. a. O., S. 1.
(24) Vgl. Klein, Uta: a. a. O., S. 1.
(25) Kompetenzkollektion (ShellyMontreal): a. a. O..
(26) Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel. Vergleiche darüber hinaus zum Wehrpflichtsystem in Israel und dessen gesellschaftspolitischen Implikationen Balke, Ralf: a. a. O.; Wokoeck, Ursula: Wie allgemein ist der allgemeine Wehrdienst?, Heinrich Böll Stiftung Israel, Tel Aviv, September 2007; http://www.il.boell.org/downloads/07_09_Wehrpflicht_in_Israel.pdf; Klein, Uta: a. a. O.; Arad, Boaz: a. a. O..
(27) Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.
(28) Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel.
(29) Einerseits aufschlußreich hierfür, aber andererseits auch bezüglich erratischer Ausnahmen erscheint folgende Begebenheit in der »Jechidat Hiluz we-ha-Pinu'i Behethes 669«, der Spezialeinheit der israelischen Luftwaffe zur Rettung abgeschossener oder abgestürzter Piloten: „An administrative error recently led to the first-ever female Muslim Israeli-Arab joining 669 as a paramedic. Since the unit is typically involved in sensitive and highly classified operations, soldiers serving in this unit require an extremely high security classification. Consequently, a Muslim had never been permitted to serve the unit. However, this soldier had just graduated from her paramedics' training course with top honors, and was immediately placed with 669. Subsequent investigation later revealed that an administrative error had been made. Yet, due to her exceptional skills, her commanding officer decided to allow her to remain despite the breach of IDF regulations.” Anonymous: Unit 669; http://en.wikipedia.org/wiki/Unit_669.
(30) Vgl. hierzu Roller, Timo/Buchali, Stefan/Ugele, Frank: Einzigartiges Israel – Version 2.04i – Militär (»Zahal«), 2. August 2010; http://www.einzigartiges-israel.de/html/178-militaer.html sowie Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel; und Anonymous: Women in the Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_the_Israel_Defense_Forces.
(31) Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel.
(32) Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel; Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces sowie Roller, Timo/Buchali, Stefan/Ugele, Frank: a. a. O..
(33) Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.
(34) Vgl. zum folgenden Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte
(35) Zur schwierigen Situation der Kriegsdienstverweigerer in Israel informiert detailliert und aktuell der „Rundbrief KDV im Krieg“, der von „Connection e. V.“ in Offenbach herausgegeben wird; http://www.Connection-eV.de.
(36) Vgl. zum folgenden Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.
(37) Vgl. Pike, John (ed.): Israel Military Guide, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/index.html.
(38) Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte; Kompetenzkollektion (ShellyMontreal): a. a. O.; Creveld, Martin van: »Israels militärische Überlegenheit ist erdrückend«. Israels Beziehungen zu Ägypten und der Türkei, Interview mit Ramon Schack, in: zenith – Zeitschrift für den Orient, 16.09.2011; http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel/
israels-militaerische-ueberlegenheit-ist-erdrueckend-002198/; Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O. sowie diess.: The Egyptian Military and The Arab-Israeli Military Balance. Conventional Realities and Asymmet-ric Challenges, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, Febru-ary 10, 2011; http://csis.org/files/publication/110210_egypt-arab-israeli_mil_bal.pdf.
(39) Vgl. Pike, John (ed.): Israel - Army Equipment, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/army-equipment.htm.
(40) Vgl. hierzu und im folgenden Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 12; siehe auch Anonym: Israelisches Heer; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelisches_Heer.
(41) Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 12.
(42) Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 13.
(43) Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 16.
(44) Vgl. Pike, John (ed.): Israel Air Force [IAF] / Air Corps (Hel Avir), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/iaf.htm.
(45) Vgl. hierzu Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 15f; Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 22 – 29; Anonymous: Israeli Air Force; http://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_Air_Force; Anonym: Israelische Luftstreitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Luftstreitkräfte sowie Pike, John (ed.): Israel - IAF Equipment, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/iaf-equipment.htm.
(46) Vgl. Anonymous: Jericho 1/2/3 (YA-1/YA-3) (Israel), Offensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Jericho-1-23-YA-1YA-3-Israel.html; Anonym: Jericho (Rakete); http://de.wikipedia.org/wiki/Jericho_(Rakete); Anonymous: Jericho (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Jericho_(missile); Missilethreat.com (ed.): Jericho 2; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.57/missile_detail.asp; ders.: Je-richo 3; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.58/missile_detail.asp; Federation of American Scientists (ed.): Israel Special Weapons Guide – Nuclear Weapons, January 8, 2007; http://www.fas.org/nuke/guide/israel/nuke/index.html; Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): Israel – Missile, Last updated: June, 2012, James Martin Center for Nonproliferation Studies at the Monterey Institute of International Studies; http://www.nti.org/country-profiles/israel/delivery-systems/; Cordesman, Anthony H.: Israeli Weapons of Mass Destruction – An Overview, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, June 2, 2008; http://csis.org/files/media/csis/pubs/080602_israeliwmd.pdf; Wisconsin Project on Nuclear Arms Control (ed.): Israel Missile Update – 2005. The Risk Report, Volume 11 Number 6 (November-December 2005), Washington, DC; http://www.wisconsinproject.org/countries/israel/IsraelMissile2005.html; Pike, John (ed.): Jericho 1, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-1.htm; ders.: Jericho 2, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-2.htm; Livovitz-Dar, Sarah: Strike Range: Jericho Missiles, the Answer to the Threat from Iran, Maariv, Israel, 11 February 2012; http://watchingamerica.com/News/142556/strike-range-jericho-missiles-the-answer-to-the-threat-from-iran/ sowie grundsätzlich Neuneck, Götz: Raketenbedrohung und Weltraumbewaffnung, Naturwissenschaftliche Beiträge zur Friedensforschung, Vorlesung vom 11. Dezember 2007; http://www.znf.uni-hamburg.de/Folien1112.pdf.
(47) Vgl. Anonym: Ofeq; http://de.wikipedia.org/wiki/Ofeq und Anonymous: Ofeq; http://en.wikipedia.org/wiki/Ofeq.
(48) Vgl. Anonym: Amos (Satellit); http://de.wikipedia.org/wiki/Amos_(Satellit) und Anonymous: Amos (satellite); http://en.wikipedia.org/wiki/Amos_(satellite).
(49) Vgl. Anonym: Shavit; http://de.wikipedia.org/wiki/Shavit; Anonymous: Launch vehicle; http://en.wikipedia.org/wiki/Launch_vehicle und Anonymous: Shavit; http://en.wikipedia.org/wiki/Shavit.
(50) Vgl. Pike, John (ed.): Israeli Sea Corps Tzva Hagana L'Yisrael Heyl Ha'Yam, GlobalSecu-rity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/navy.htm.
(51) Vgl. hierzu Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 22 – 25; Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 30f; Anonym: Israelische Marine; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Marine; Anonymous: Israeli Navy; http://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_navy sowie Pike, John (ed.): Israel - Navy Equipment, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/navy-equipment.htm.
(52) Vgl. hierzu Anonymous: IDF Special Forces; http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Society_&_Culture/forcestoc.html; Anonymous: Sayeret; http://en.wikipedia.org/wiki/Sayeret#Other_units sowie Anonymous: Sajeret; http://de.wikipedia.org/wiki/Sajeret.
(53) Vgl. hierzu Anonym: Jechidat Schaldag; http://de.wikipedia.org/wiki/Jechidat_Schaldag sowie Anonymous: Shaldag Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Shaldag_Unit.
(54) Vgl. hierzu Anonym: Sajeret Matkal; http://de.wikipedia.org/wiki/Sajeret_Matkal
sowie Anonymous: Sajeret Matkal; http://en.wikipedia.org/wiki/Sayeret_Matkal.
(55) Vgl. hierzu Anonym: Schajetet 13; http://de.wikipedia.org/wiki/Schajetet_13 sowie Anony-mous: Shayetet 13; http://en.wikipedia.org/wiki/Shayetet_13.
(56) Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces. Zu den vom israelischen Militär unterhaltenen Spezialeinheiten siehe auch Anonymous: IDF Special Forces; http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Society_&_Culture/forcestoc.html Forster, Peter: Israels neues Kommando für Vorstösse in die Tiefe des Raumes, in: Zeit-Fragen, Nr. 8 vom 20.2.2012; http://www.zeit-fra¬gen.ch/index.php?id=680 Anonymous: Saye-ret; http://en.wikipedia.org/wiki/Sayeret#Other_units; Anonymous: Sajeret; http://de.wikipedia.org/wiki/Sajeret; Anonymous: Maglan; http://en.wikipedia.org/wiki/Maglan; Anonymous: Yahalom (IDF); http://en.wikipedia.org/wiki/Yahalom_(IDF); Anonymous: Alpinist Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Alpinist_Unit; Anonymous: Duvdevan Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Duvdevan sowie Anonymous: Egoz Reconnaissance Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Egoz_Reconnaissance_Unit
Über die oben genannten Spezialkräfte hinaus existieren mindestens noch weitere folgende Spezialeinheiten:
• Jechidat Duvdevan – Subordinate to the Paratroopers Brigade, Duvdevan is a specialized unit particularly noted for conducting undercover operations and counter-terror missions in the West Bank and Gaza Strip;
• Jechidat Egoz – Subordinate to the Golani Brigade, Egoz is an elite unit that specializes in guerrilla and anti-guerrilla warfare;
• Jechidat Maglan – a commando unit which specializes in operating behind enemy lines;
• Jechidat Meitar/Moran – a unit operating long range precision-guided missiles;
• Jechidat 101 – historische Fallschirmjägereinheit;
• Jechidat Rimon ¬– Aufklärer des Süd-Kommandos;
• Jechidat Okez – Hundeeinheit;
• Jechidat ha-Alpinistim – Sondertruppe für den Gebirgskampf, namentlich auf dem Hermon (2814 Meter über Meer), schützt elektronische Horchposten auf dem Her-mon und dem Har Avital;
• Sajeret Nachal – Eilteeinheit der Nachal-Brigade (Central Command);
• Sajeret Golani – Aufklärungseinheit der Golani-Brigade (Northern Command);
• Sajeret Giv'ati – Aufklärungseinheit der Giv'ati-Brigade (Southern Command);
• Sajeret Schaked – Aufklärungseinheit;
• Sajeret Zanchanim – Aufklärungseinheit der Fallschirmjäger Brigade;
• Schajetet ha-Zolelot – U-Boot-Einheit;
• Palsar 7 – the 7th Armored Brigade reconnaissance unit;
• Palsar Schirjon;
• Palsar 188 – the Barak Armored Brigade reconnaissance unit;
• Palsar 401 – the 401st Brigade reconnaissance unit;
• Palsar Tzanhanim (paratroopers) (Central Command);
• Yahalom – Yahalom is the IDF's combat engineering unit for special operations;
• Unit Yaltam – Salvage and Recovery unit;
• Unit Yaban – Force Protection unit (allows female fighters);
• Unit Yanmam – airborne-capable anti-aircraft unit;
• Lotar Eilat – reserve force counter-terrorism / hostage-rescue unit based at the southern Israeli port city of Eilat.
(57) Vgl. hierzu Anonymous: Unit 669; http://en.wikipedia.org/wiki/Unit_669.
(58) Siehe hierzu Katz, Yaakov: a. a. O.; Forster, Peter: a. a. O.; Opall-Rome, Barbara: US Special Ops focuses on raids, Israel focuses on deep recon. Israel May Merge Units For Farflung Missions, November 15, 2011; http://snafu-solomon.blogspot.de/2011/11/us-special-ops-focuses-on-raids-israel.html; dies.: a. a. O., December 15, 2011; Schreiber, Sholom: Israel Escalates Covert Operations Against Hostile Regimes, 31 May 2012; http://jewishvoiceny.com/index.php?view=article&catid=99%3Adefense&id=1245%3Aisrael-escalates-covert-operations-against-hostile-regimes&tmpl=component&print=1&page=&option=com_content&Itemid=282#; Fitsanakis, Joseph: New Israeli special forces command escalates covert action, IntelNews, May 30, 2012; http://intelnews.org/2012/05/30/01-1001/ sowie Anonymous: Depth Corps; http://en.wikipedia.org/wiki/Depth_Corps
(59) Siehe hierzu Opall-Rome, Barbara: a. a. O.; diess.: a. a. O., December 15, 2011; Fitsanakis, Joseph: a. a. O.; Schreiber, Sholom: a. a. O. sowie Anonymous (UPI): Israel said to escalate covert operations, May 26, 2012; http://www.lebanonwire.com/1205MLN/12052616UP.asp.
(60) Schreiber, Sholom: a. a. O.. Vgl. auch Opall-Rome, Barbara: a. a. O.; dies.: .: a. a. O., De-cember 15, 2011; Fitsanakis, Joseph: a. a. O.; Anonymous (UPI): a. a. O, May 26, 2012 sowie Anonymous (UPI): Special Reports – Israel's military gets ready for Plan Oz, Tel Aviv, May 30, 2012; http://www.upi.com/Top_News/Special/2012/05/30/Israels-military-gets-ready-for-Plan-Oz/UPI-92111338403193/.
(61) Vgl. Anonymous (UPI): a. a. O., May 30, 2012.
(62) Vgl. Katz, Yaakov: a. a. O. sowie Opall-Rome, Barbara: Israel’s Growing Commando Force Eyes V-22s, April 28, 2012; http://www.defensenews.com/article/20120428/DEFREG04/304280002/Israel-8217-s-Growing-Commando-Force-Eyes-V-22s?odyssey=tab.
(63) Fitsanakis, Joseph: a. a. O..
(64) Opall-Rome, Barbara: a. a. O., April 28, 2012.
(65) Schreiber, Sholom: a. a. O. sowie Anonymous (UPI): a. a. O., May 26, 2012.
Online-Flyer Nr. 395 vom 27.02.2013














