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Aktueller Online-Flyer vom 09. Juni 2026  

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Globales
Aufstände in Südeuropa gegen Finanzterrorismus Vorbild für andere Länder?
Die neue Weltordnung
Von Mario Cortes

Der Club Bilderberg hat im Hotel "De Russie" Mitte November eine Dringlichkeitsberatung organisiert. Mindestens 80 seiner Mitglieder sind aufgerufen worden, um das Thema der sozialen Aufstände in den Ländern Südeuropas zu erörtern. Sie sind sehr besorgt darüber, dass wir Südeuropäer einen revolutionären Widerstand organisieren, wie es in einer Reihe lateinamerikanischer Staaten geschehen ist, wo Regierende dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank die Stirn bieten. Dies in Ländern, die gegenwärtig Wachstum verzeichnen, weil sie dem entfesselten Kapitalismus die Stirn bieten. Dort wurde eine gesellschaftliche Revolution herbeigeführt, in der das Volk aufwachte und sich gegen die großen multinationalen Konzerne erhob, die darauf aus waren, die Bürger weiterhin in Armut zu halten.

Banker- und Großunternehmer-Marionette Mariano Rajoy
NRhZ-Archiv
 
In Spanien erleiden wir die von Rajoy und seiner Regierungsmannschaft eingebrachte neoliberale Politik, welche die großen multinationalen Konzerne schützt, die in Europa agieren. Dieses Problem des Aufreibens des Staates aufgrund der brutalen Privatisierungen der öffentlichen Betriebe gibt es seit Jahren. Da haben wir die Marionette Rajoy, der blind die Bankiers und Großunternehmer schützt, die im Schatten stehen und die wahren Regierenden sind, und der seinen Platz und einen millionenschweren Sold im Aufsichtsrat jedes Unternehmens sucht, welches seine Gefälligkeiten kaufen soll. Wir sehen da schon Aznar im Aufsichtsrat von ENDESA nach der Privatisierung dieses einstigen Staatsbetriebes.
 
Bilderberg[1] ist besorgt, dass wir in Südeuropa es unseren lateinamerikani- schen Brüdern nach- machen und dem Internationalen Währungsfonds das Schwert zeigen, wie es zum Beispiel Rafael Correa, der Präsident von Ecuador, machte, der es ablehnte, für die Schulden seines Landes gegenüber dem IWF zu zahlen. Und dies zahlte sich zum Wohl seines Volkes aus und widerspiegelt sich im Wirtschafts-wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen. In Peru hat es deutliche Beispiele dafür gegeben. Dort wurden multinationale Konzerne verstaatlicht, die die Bodenschätze des Landes raubten. Das ist eine Befreiung des Volkes, welches dank der gesellschaftlichen Revolutionen aus der Sklaverei und der extremen Armut herauskommen konnte, welche diese gigantischen Multis erzeugt hatten, die nur darauf aus sind, die Gemein-schaft zu versklaven und sich grenzenlos zu bereichern.
 

Rafael Correa, seit 2007 sozialistischer
Präsident von Ecuador
Quelle: Wikipedia
Im Süden Europas erleiden wir derzeit durch die neoliberale Politik eine extreme Verarmung, die viele Tote aus Verzweiflung und Hunger verursacht. Seit die Kürzungspolitik gegen die Armen und zur Bankenrettung einsetzte, haben sie mehr Tote als durch terroristische Anschläge produziert. Was uns zu der Schlussfolgerung kommen lässt, dass wir gegenwärtig einen von den Regierungen betriebenen Finanzterrorismuserleiden, bei dem die Regierungen die Komplizen all jener Tötungen durch das Begünstigen und Ermöglichen der Embargos und des Raubens der Rechte wie des Menschenrechts auf gesundheitliche Betreuung sind.
 
Der entfesselte Kapitalismus kann nur in das Chaos und in den Krieg führen, weil er den Klassenunterschied begünstigt und den Hunger erzeugt. Diese gesteuerte Politik soll eine neue Weltordnung schaffen, in der eine kleine Kaste den Rest der Bürger beherrscht. Aber sie ist zum Scheitern verurteilt. Ich bin der Auffassung, dass die großen multinationalen Konzerne eine kriegerische Auseinandersetzung heraufbeschwören, um weiterhin Waffen zu verkaufen und sich weiterhin zu bereichern. Es ist nicht nachvollziehbar, zu denken, dass wir in Spanien hungern, während wir eine Armee in Afghanistan unterhalten. Statt eine Patrone einer automatischen Schnellfeuerwaffe zu bezahlen, könnte ein Karton voller Milch gekauft werden! Stellen wir uns doch mal die Hypothekenschulden vor, die mit dem Geld für einen Panzer bezahlt werden könnten. Ich würde gerne wissen wollen, was die spanische Armee in Afghanistan zu suchen hat, wenn die spanische Armee laut Verfassung dazu da ist, das spanische Territorium zu verteidigen.
 
Diese Sklavenhalter machen gegenwärtig die europäischen Volkswirtschaften platt. Sie verursachen Wirtschaftskrisen, um bewaffnete Auseinandersetzungen zu erzeugen. Sie tun dies auf folgende Weise: sie machen die für den Binnenmarkt produzierenden Unternehmen der Länder platt und bedienen sich der Rechtsprechung, um die Einfuhren aus Asien zu erleichtern, wo in Zuständen von Sklaverei produziert wird. Zum Beispiel fertigt man in China Kleidung und Schuhe in vielen Unternehmen mit Arbeitskräften von politischen Gefangenen, die ohne Lohn arbeiten, die nur für ihr Essen und bei Androhung des Todes arbeiten. Oder man bedient sich der völlig versklavten Bevölkerung, die 16 Stunden täglich für Hungerlöhne schuftet. Gegenüber diesen Zuständen kann Europa nicht konkurrieren, weil die Arbeitskraft nur schwer beim Produktionspreis konkurrieren kann. So überschwemmen all jene Produkte unsere Märkte. Sie wollen die Methode der asiatischen Sklaverei in Europa durchsetzen.
 
Die Erhebung der Völker Südeuropas passte nicht in die Pläne des Bilderberg, wo man erwartete, dass sie mit ihren Fernsehanstalten uns beim täglichen Fußballglotzen eingelullt halten.
 
Südeuropa wacht angesichts dieser Aggression auf und plant einen gesellschaftlichen Umbruch und eine Veränderung des Wirtschaftsmodells. Der Kapitalismus wirtschaftet ab. Und die neoliberalen Regierungen, die sich an der Macht halten wollen, treffen auf diejenigen Völker, die nicht vor der Unterdrückung zurückweichen, die gegen die Regierungen und für eine Veränderung des eingeschlagenen Weges kämpfen.
 
Es nähern sich das Ende eines Zyklus und die Geburt einer neuen Revolution, die uns aus dem untertänigen Gehorsam ziehen wird und uns die menschliche Würde zurückgeben wird. Alle derzeit anwachsenden gesellschaftlichen Bewegungen sind der Beweis dafür, dass das Volk, sofern es sich eint, die mächtigsten der Finanzlobbies zerschlagen kann. Und das ist erst der Anfang dessen, was da kommen wird. Einer neuen Gesellschaftsordnung, wo die Chancengleichheit, die Freiheit und der Gemeinsinn über die Sklaverei herrschen werden.
 
[1] Bilderberg-Konferenzen sind informelle, private Treffen von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Militär, Politik, Medien, Hochschulen und Adel. Die meisten Teilnehmer kommen aus NATO-Staaten; seit 1989 nehmen aber auch zunehmend Personen aus anderen Staaten an den Konferenzen teil. Eventuelle Einigungen werden nicht veröffentlicht. Bei der Bilderberg-Gruppe (international auch als Bilderberg-Club bekannt) handelt es sich um keine formelle Organisation. Es existieren, soweit bekannt, weder ein Status der Mitgliedschaft noch ein Gründungsvertrag. Zum ersten Mal wurde die Konferenz im Mai 1954 auf Einladung von Prinz Bernhard der Niederlande in dessen Hotel de Bilderberg in Oosterbeek, Niederlande veranstaltet.[1] Der Name Bilderberg wurde vom ersten Tagungsort übernommen.
 
Mehr Infos bei http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz
 
Übersetzt von Jens-Torsten Bohlke für http://www.kommunisten-online.de, von deren Seite vom 4. Januar wir diesen Beitrag von Mario Cortes für die venezolanische KP-Zeitung Tribuna Popular vom 29. Dezember 2012 mit Dank übernommen haben.
 
Weitere Quellen:
http://www.tribuna-popular.org/
http://comitesocialista.blogspot.be/
http://plataformaciudadanaya.wordpress.com/
 


Online-Flyer Nr. 388  vom 09.01.2013



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