NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo
SUCHE
Suchergebnis anzeigen!
RESSORTS
SERVICE
Unabhängige Nachrichten, Berichte & Meinungen
Aktueller Online-Flyer vom 09. Juni 2026  

Fenster schließen

Aktuelles
Sagt Präsident Obama: Genug! Laß den Frieden beginnen!
Aufruf zum Muttertag
Von Code Pink

Für uns ist mit dem Tod von Osama Bin Laden an der Zeit, eine grundlegende Reflektion anzustellen. Mit seinem Tod erinnern wir uns an und trauern um all die Toten vom 11. September, trauern um die verlorenen Leben im Irak, Afghanistan, Pakistan. Wir erinnern an und trauern um den Tod unserer Soldaten. Und wir sagen, was wir in den vergangenen 9 Jahren gesagt haben: „Genug!“
 
Als von Frauen geleitete Organisation denken wir von ganzem Herzen an all die Frauen, die mit den verheerenden Folgen von Krieg und Gewalt leben müssen.
 
Und wir sagen: „Genug!“
 
Als Menschen, die dem Frieden verpflichtet sind, fordern wir die Verantwortlichen auf, daß der Tod dieses Massenmörders uns zu einer gründlichen Überprüfung der Lage führen möge.
 
Wie konnten wir erlauben, daß die unaussprechliche Gewalt gegen uns sich zu einer unaussprechlichen Gewalt durch uns wenden konnte?
Die Invasion in den Irak begann auf der Basis von Lügen und hinterließ diese stolze Nation ruiniert zurück. In Abu Graib wurden Gefangene gefoltert. In Guantanamo werden Menschen ohne Gerichtsverfahren gefangen gehalten. In Kandahar wurden Hochzeitsgesellschaften bombardiert. Unbemannte Dronen fliegen Angriffe auf pakistanische Dörfer. Ökosysteme wurden durch abgereichertes Uran zerstört.
 
Es ist an der Zeit, daß wir sagen: „Genug!“
 
Laßt uns dem Tod von Osama Bin Laden die Bedeutung geben:
Beendigung der Gewalt!
Unterschreibt die Petition an Präsident Obama:
Laßt die Zeit des Friedens beginnen!
 
Unser Militär, unser Bundeshaushalt muß sich auf den Wiederaufbau zuhause konzentrieren und nicht darauf, in anderen Teilen der Welt neue Feinde zu schaffen. Laßt uns nicht in der Zeit der Totenwache zu Bin Ladens Ableben in einen falschen Triumph verfallen. Die einzige Bedeutung, die sein Tod haben sollte, ist die, daß er das Ende des rücksichtslosen Zirkels der Gewalt einläutet.
Julia Ward Howe forderte in ihrer Proklamation zum ersten Muttertag:
„Abrüsten! Abrüsten! Abrüsten! Das Schwert des Tötens ist nicht die Waage der Gerechtigkeit!“
 
(Der Muttertag kommt ursprünglich aus den USA, er war während der Zeit des Bürgerkrieges ein Tag, an dem die Frauen und Mütter ihre Söhne aus dem Krieg zurückforderten, E.D.)
 
Beteiligt Euch an den Aktionen des kommenden Muttertages, der wieder ein Muttertag für den Frieden sein soll. Laßt uns Mahnwachen für diejenigen halten, die in illegalen und unmoralischen Kriegen und Dronenangriffen getötet werden.
 
Bittet Eure BürgermeisterInnen, unsere Resolutionen: „Bringt unsere Kriegsdollar nach Hause“ zu unterzeichnen.
 
Ali Alli, C.J., Chelsea, Dara, Farida, Gayle, Janet, Jean, Jodie, Kristen, Medea, Nancy K., Nancy M., Ree, Sanaa, Shaden and Tighe. 
 
Code Pink (oder CODEPINK) ist eine US-amerikanische feministisch-pazifistische Bürgerrechtsbewegung, deren Ziele die Beendigung existierender militärischer Konflikte, insbesondere der Kriege im Irak und Afghanistan, die Verhinderung neuer Kriege und die Konzentration der Ressourcen auf lebensbejahende Ziele wie Gesundheitsfürsorge und Bildung sind.

Aktuelle oder sich wiederholende Aktionen:
Jedes Jahr am Muttertag organisiert Code Pink Sternmärsche für den Frieden. Am Muttertag 2006 veranstaltete Code Pink eine 24-stündige Versammlung im Lafayette Park gegenüber dem Weißen Haus, die von Aktivisten wie Cindy Sheehan, Susan Sarandon and Patch Adams unterstützt und besucht wurde. Außerdem hat Code Pink Mahnwachen am Walter Reed Army Medical Center in Washington D.C. organisiert, die in den Medien kritisiert wurden.
Auf ihrem offiziellen Internetauftritt sammelt Code Pink Anschuldigungen zu Kriegsverbrechen, die von den USA verübt wurden und behauptet, dass Tausende im Jahr 2004 in Fallujah aufgrund der Aktionen des U.S.-Militärs getötet wurden Gemeinsam mit anderen Gruppen schickte die Organisation 2004 Hilfsmittel im Wert von 20.000 US-Dollar an die Bewohner von Fallujah.
Code Pink fördert die so genannte Gegen-Rekrutierung zu den Rekrutierungsveranstaltungen des US-Militärs an Schulen und in den Rekrutierungsbüros.
Ebenso werden Mitglieder der Gruppe gebeten, Flyer zu verteilen, die behaupten, dass die militärischen Rekrutenvermittler diejenigen belügen, die sie rekrutieren. Der Code-Pink-Website zufolge: „Beispielsweise behaupten die Flyer, dass die Rekrutenvermittler den potentiellen Rekruten, dass die Wahrscheinlichkeit in ein Kriegsgebiet geschickt zu werden, sehr gering sei. Hingegen würden laut Flyer fast alle Rekruten in den Irak oder nach Afghanistan entsendet“.(PK)

Übersetzung von Ellen Diederich, die seit 42 Jahren in der Friedensbewegung arbeitet.


Online-Flyer Nr. 300  vom 05.05.2011



Startseite           nach oben