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Lokales
Kölner Notruf für vergewaltigte Frauen ruft zur Beteiligung an Kampagne auf
„Standpunkte 2007“
Von Irmgard Kopetzky

Die Kampagne des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) wurde am Internationalen Frauentag, dem 8. März 2007, unter dem Motto „Der richtige Standpunkt: gegen Gewalt!“ in Berlin gestartet. Seither tourt sie durch Deutschland. Am 3. November fand die Kölner Aktion vor dem Schuhladen „Zu Fuß“ in der Ehrenstraße statt.
Jede dritte Frau in Deutschland kennt die Erfahrung körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt. Frauen werden bedroht, geschlagen, gedemütigt und genötigt, nicht wenige erleiden schwerste Misshandlungen oder werden vergewaltigt.

Gewalt gegen Frauen geht alle an!

Viele Politiker/innen und Prominente unterstützen die Kampagne und haben bereits ihren "Standpunkt" fotografieren lassen. Schirmherrin der Kampagne ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen. Weitere Unterstützer/innen sind unter anderem die TV-Köchin Sarah Wiener, der Ministerpräsident Niedersachsens Christian Wulff, die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die Publizistin Heidi Schüller, die Entertainerin Hella von Sinnen, die TV-Richterin Barbara Salesch und die Schauspielerin Kristin Meyer.

Aktion in Köln

Über 50 Einzelpersonen, Paare und Familien ließen am 3. November in der Kölner Ehrenstraße ihren Standpunkt gegen Gewalt fotografieren, den sie zuvor auf bunte Pappkartons geschrieben hatten. Die Veranstalterinnen vom Notruf für vergewaltigte Frauen waren begeistert über die große Resonanz. „Die Leute haben sich die Stifte quasi in die Hand gegeben“ freute sich Jennifer Hannig-Reiners, langjährige Beraterin beim Notruf. „Wir hätten nie damit gerechnet, dass so viele Menschen tatsächlich direkt aktiv werden.“ Prominente Unterstützung bekamen die Notruffrauen vor Ort von Lale Akgün (MdB), Ingrid Hack (MdL) und Brigitta von Bülow (MdR). Auch Ulrike Quandt, Geschäftsführerin von „Zu Fuß“, bezog eindeutig Stellung gegen Gewalt an Frauen und stellte das Schaufenster des Schuhladens für Plakate zur Verfügung. Viele Interessierte haben darüber hinaus Informationen mitgenommen und wollen ihren Standpunkt noch einschicken.

Mitmachkampagne – jedes einzelne Foto zählt

Auch Sie haben die Möglichkeit, Ihre Haltung zum Thema Gewalt gegen Frauen auf der Kampagnenseite des Bundesverbandes (www.frauen-gegen-gewalt.de) zu veröffentlichen. So einfach geht`s: Schreiben Sie Ihren Standpunkt zum Thema auf ein großes Blatt, auf die Straße oder in den Sand und stellen sich selbst daneben. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt (Anregungen finden Sie auf der Kampagnenseite). Ein digitales „Standpunkte-Foto“ direkt per E-mail an den Bundesverband (standpunkte2007@frauen-gegen- gewalt.de[[standpunkte2007@frauen-gegen-gewalt.de]] bitte nur JPEG oder PDF-Format), kann in die Internetgalerie aufgenommen werden. Gemeinsam mit den anderen Bildern macht es deutlich, dass Gewalt gegen Frauen vielen Menschen NICHT egal ist. (PK)

Kontakt: Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen – Frauen gegen Gewalt e.V.
Fridolinstr. 14
50823 Köln
Tel.: 0221/562035
E-Mail: mailbox@notruf-koeln.de
Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn
BLZ 37050198
Kto. 3242955



Daniel Meißner, Schüler, 17 Jahre, aus Frechen



Ingrid Kalkbrenner, Krankenschwester, 54 Jahre, aus Möchengladbach



Sue Tuschy, Angestellte, 44 Jahre, aus Köln



Anne Titz, Familienberaterin, 43 Jahre, aus Köln



Ulrike Quandt, Geschäftsführerin Schuhladen „Zu Fuß“, 44 Jahre, aus Köln



Melanie Kallenbach, Studentin, 24 Jahre, aus Köln und ihre Mutter



Ein Passant



Anna Malangrè, Schülerin, 16 Jahre, aus Troisdorf 

Fotos: Notruf

Das Startbild stammt von einem Plakat der Aktion
„Tag gegen Gewalt" in Köln 2004


Online-Flyer Nr. 121  vom 14.11.2007



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