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Kultur und Wissen
Ausstellung im Kunstraum Weyertal
krude * GROTESK
Von Rolf Kirsch

Bild des Malers Bernd Fox
Krude und grotesk sind zwei Adjektive, denen man im alltäglichen Sprachgebrauch seltener begegnet. Einerseits, weil zumindest im Kruden ein eher altdeutscher Sprachklang mitschwingt, aber auch, weil anscheinend die Eigenschaften, die mit diesen Begriffen in Verbindung stehen, in von Anpassungsdruck dominierten Alltagsgeschäften keinen Platz haben. Nach unseren Beobachtungen ist Krudes und Groteskes dann wohl eher in der Kunst zu Hause. Auch diese spielt im öffentlichen Leben, wenn sie nicht gerade als Standortfaktor daherkommt, eine zunehmend unwichtigere Rolle.
Krude und Grotesk heißt nun auch eine Ausstellung im Kunstraum Weyertal, in der der Kölner Bildhauer Adi Meier-Grolman und der Berliner Maler Bernd Fox aufeinandertreffen.

krude * GROTESK im Kunstraum Weyertal
Beide entwickeln ihre Arbeit aus einer Reduktion der Mittel, die in jeweils verschiedene Richtungen greift: Während sich Meier-Grolman aus der Verwendung von aus dem Trockenbau stammenden Montageschienen der Welt des Gitterns und Pufferns verpflichtet fühlt, entfesselt Fox aus seinen „nuclei", kleinen schwarzen Kreisflächen, einen veritablen Zoo grotesker und schräger Physiognomien, die mehr oder weniger konkret eine eigentümliche Tierwelt heraufbeschwören.
In einer lockeren Hängung treffen die zum Teil auch an Trophäen erinnernden Gesichter auf Grolmans Wandobjekte. Rechtwinklig aufeinander montierte Blechprofile stellen sich wie Gitterfenster dem Gesichterzyklus entgegen, Bodenobjekte setzen die „Blockade" fort und beziehen den Betrachter unmittelbar in den Installationszusammenhang ein. Durch die Verzahnung der beiden Positionen entsteht ein dichtes Gefüge von Malerei und Skulptur, das in den Räumen des Kunstraum Weyertal einen überzeugenden Gesamteindruck hinterlässt. Krudes und Groteskes ergänzen und bedingen einander, und es sieht so aus, dass sie ohne einander nicht zu Rechtande kommen.

Installation von Adi Meier-Grolman
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli 2007 im Kunstraum Weyertal zu sehen, der es sich mit seinem Ausstellungsprogramm auch für das nächste Jahr zur Aufgabe gemacht hat, künstlerische Positionen zwischen Köln und Berlin zu präsentieren. Mit der aktuellen Ausstellung sind hier bereits zwei überzeugende Eckpunkte gesetzt. (CH)

Installation von Adi Meier-Grolman
Online-Flyer Nr. 102 vom 04.07.2007
Ausstellung im Kunstraum Weyertal
krude * GROTESK
Von Rolf Kirsch

Bild des Malers Bernd Fox
Krude und grotesk sind zwei Adjektive, denen man im alltäglichen Sprachgebrauch seltener begegnet. Einerseits, weil zumindest im Kruden ein eher altdeutscher Sprachklang mitschwingt, aber auch, weil anscheinend die Eigenschaften, die mit diesen Begriffen in Verbindung stehen, in von Anpassungsdruck dominierten Alltagsgeschäften keinen Platz haben. Nach unseren Beobachtungen ist Krudes und Groteskes dann wohl eher in der Kunst zu Hause. Auch diese spielt im öffentlichen Leben, wenn sie nicht gerade als Standortfaktor daherkommt, eine zunehmend unwichtigere Rolle.
Krude und Grotesk heißt nun auch eine Ausstellung im Kunstraum Weyertal, in der der Kölner Bildhauer Adi Meier-Grolman und der Berliner Maler Bernd Fox aufeinandertreffen.

krude * GROTESK im Kunstraum Weyertal
Beide entwickeln ihre Arbeit aus einer Reduktion der Mittel, die in jeweils verschiedene Richtungen greift: Während sich Meier-Grolman aus der Verwendung von aus dem Trockenbau stammenden Montageschienen der Welt des Gitterns und Pufferns verpflichtet fühlt, entfesselt Fox aus seinen „nuclei", kleinen schwarzen Kreisflächen, einen veritablen Zoo grotesker und schräger Physiognomien, die mehr oder weniger konkret eine eigentümliche Tierwelt heraufbeschwören.
In einer lockeren Hängung treffen die zum Teil auch an Trophäen erinnernden Gesichter auf Grolmans Wandobjekte. Rechtwinklig aufeinander montierte Blechprofile stellen sich wie Gitterfenster dem Gesichterzyklus entgegen, Bodenobjekte setzen die „Blockade" fort und beziehen den Betrachter unmittelbar in den Installationszusammenhang ein. Durch die Verzahnung der beiden Positionen entsteht ein dichtes Gefüge von Malerei und Skulptur, das in den Räumen des Kunstraum Weyertal einen überzeugenden Gesamteindruck hinterlässt. Krudes und Groteskes ergänzen und bedingen einander, und es sieht so aus, dass sie ohne einander nicht zu Rechtande kommen.

Installation von Adi Meier-Grolman
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli 2007 im Kunstraum Weyertal zu sehen, der es sich mit seinem Ausstellungsprogramm auch für das nächste Jahr zur Aufgabe gemacht hat, künstlerische Positionen zwischen Köln und Berlin zu präsentieren. Mit der aktuellen Ausstellung sind hier bereits zwei überzeugende Eckpunkte gesetzt. (CH)

Installation von Adi Meier-Grolman
Online-Flyer Nr. 102 vom 04.07.2007














